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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 13:05 
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fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Oder, noch einfacher, akzeptiere DK wie es ist :shock:


Ich glaube das machen fast alle Urlauber die nach Dänemark reisen, sie akzeptieren das Land und die Menschen wie sie sind, sonst würden sie nicht kommen, der Unterschied besteht nur darin das Dänemark und deren Menschen nicht so sind wie du sie hier in deiner Person versuchst darzustellen.

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oh das ist nicht sogut !!!!!


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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 13:15 
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fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Ich finde übrigens auch das Noma sein Geld wert ist.

Das sagt einer, der wahrscheinlich mit seiner Ferienhausvermittlung ein Vermögen macht und bei Noma einen festen Tisch hat. Ich weiß, weshalb ich Ferienwohnungen/Häuser nur privat buche. :mrgreen:

Eine Ware oder Dienstleistung ist dann sein Geld wert, wenn ich für den Kaufpreis einen Gegenwert erhalte, der der Gegenleistung tatsächlich angemessen ist. Aber ist er das im Fall Noma?
Wenn ich 1.700 DK für ein Menü (ohne Getränke) zahlen muss (mit Wein und Was-ser eher 3.000 DK), zweifle ich doch sehr die Angemessenheit des Preises an. Man überlege sich einmal, was die Zutaten, auch wenn es die besten sind, die die ent-sprechenden Lieferanten bzw. Erzeuger anbieten, tatsächlich kosten. Den Löwenanteil macht zum einen die Zubereitung und zum anderen das Image des Restaurants aus wobei sicherlich letzteres das Speisen bei Noma besonders teuer macht.
Wenn ich sehr gut vor Ort Speisen möchte und dies nicht in einer 08/15 Landgast-stätte oder dem Griechen um die Ecke zahle ich für ein Menü ohne Getränke zwi-schen 30 und 40 Euro. Will ich wirklich fürstlich speisen, wobei alle Zutaten vom Koch wie Kunstwerke auf dem Teller drappiert werden und der Gast vom Personal regelrecht umsorgt wird, werden 60 – höchstens 80,- Euro (ohne Getränke) fällig.
Mir ist klar, dass es auch dann noch eine Steigerung gibt. Die dürfte aber nur dermaßen gering ausfallen, dass dies nur noch ein Restaurant-Tester bemerkt, der für Michelin unterwegs ist. Und da frage ich mich dann, ob diese letzte klitzekleine Nuance diesen hohen Preis rechtfertigt.
In Deutschland gibt es auch Restaurants mit dem Preisniveau von Noma. Das sind dann meist 3-Sterne Restaurants.

Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden, was einem eine bestimmte Ware oder Dienstleistung wert ist. Wenn jemand meint, dass man in einem Restaurant, in dem evtl. schon mal Obama oder Bin Laden gespeist haben oder einem das gemeine Fußvolk von der Straße beim dinnieren zuschauen kann besser speist als anderswo, soll er/sie das tun. Ich würde dann als Restaurantbetreiber bei den Menüs aber nochmal 100 Euro draufhauen. Es gilt dabei, die Schmerzgrenze der merkfreien Kundschaft unserer Überflussgesellschaft auszuloten.

Ich gehe mit meiner Frau hin und wieder zum Candle Light-Dinner wobei ich für ein viergängiges Menü mit Begrüßungsgetränk (Sekt) zwischen 40 und 50 Euro zahle.

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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 14:13 
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Hinnerk hat geschrieben:
Was das Warenangebot betrifft: Es kommt ja nicht auf dessen Vielfalt an, sondern darauf, wie häufig das einzelne Produkt verkauft wird. Wenn ich in Deutschland zum Bäcker gehe und da eine Auswahl zwischen 20 verschiedenen Brötchensorten habe und in Dänemark vielleicht 5 kann ich daraus doch nicht schließen, dass der Deutsche viermal so viel Brötchen isst wie der Däne. So sieht es auch bei den Tütensuppen aus.
Wenn ich allerdings das in manchen Supermärkten geradezu gigantische Angebot an Pølser sehe (bis zu 50 in einem Pack) als Frischware, frage ich mich mitunter, ob die Dänen auch noch mal etwas anderes essen.

Aber das du aus größeren Würstelpackungen schließt, dass die Dänen wohl nur Pölser futtern ist als Schlußfolgerung zulässig? :wink:

Man kann sehr wohl daraus schließen,dass diese Produkte auch häufig verkauft werden. Der Markt in der Lebensmittelbranche ist einer der umkämpftesten und die Entwicklung und (versuchte) Markteinführung von Produkten weit lebendiger als sich der Kunde vorstellen kann. Ein Produkt, welches nicht erfolgreich läuft, fliegt gnadenlos aus dem Sortiment, denn alles andere rechnet sich nicht.
Gäbe es nicht Abnehmer für all den vielfältigen Fertigkram in D wäre das Angebot auch nicht so groß.

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Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
Gabriel Laub, poln.-dt. Schriftsteller 1928-1998

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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 14:33 
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fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Ich habe 20 Jahre gesehen, was deutsche Urlauber aus dem Auto nehmen und was sie kochen. Trotzdem komme ich nicht auf die Idee zu sagen, dass Deutsche sich überwiegend von ausgekochten Nudeln mit irgendeiner Fertigsauce und fetthaltiges Mischfleich ernähren. Oder dass die Deutschen sich auch in D ungesund ernähern, weil sie zum Hauptgang immer Pommes bestellen.

Du sagst, dass du nicht auf die Idee kommst zu sagen, dass... und tust es dann trotzdem. :roll:
Im Übrigen solltest du nicht von dem, was die Urlauber an Lebensmitteln aus dem Wagen schleppen auf ihre Lebens- und Essgewohnheiten zuhause schließen. Auch wir wollen uns im Urlaub in erster Linie entspannen, relaxen, wandern, in der Gegend herumfahren, schwimmen... Ganz bestimmt aber wollen wir nicht den Urlaub mit kochen und Abwasch verbringen. Da essen wir dann lieber mal mehr Spagetti oder machen eine Dose auf aber gehen dafür öfters mal essen. Und ich denke, dass das viele Urlauber so machen.
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Oder, noch einfacher, akzeptiere DK wie es ist :shock:

Na klar mache ich das. Das habe ich immer gemacht! Aber wozu ist denn ein Diskusionsforum da? Um grundsätzlich deine Meinung abzunicken oder lesen zu müssen, wie ach so toll es ist, sein Feriendomiziel über ein Ferienhausportal zu buchen. Hust... :roll:

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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 14:36 
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Hej,

nachdem ich die ganzen Beiträge über die verschiedenen Warenangebote
der Völker nördlich und südlich der Geschmacksgrenze zwischen Krusa und
Sylt gelesen habe, bin ich mal kritisch an den Tiefkühltruhen bei Rewe und Edeka
vorbei gegangen und siehe da,
wenn ich daraus die gleichen Rückschlüsse über das deutsche Essverhalten ziehen würde,
wie unser Hinnerk in seinem Beitrag über das dänische Essverhalten,

ja dann ernähren wir uns nur von Pizza und Crush-Eis. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ausserdem wozu die Aufregung, NORMA war nur 3.
und wie heisst es bei Window 10,
"dass ESSEN mit der ganzen Welt teilen, normal."
die paar Kronen durch eine MillionenMitesser, das relativiert doch den Preis.

Detlef

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Wenn jeder Scheinheilige wie eine 60-Watt-Birne leuchten würde, könnte man nachts nicht mehr ohne Augenbinde schlafen.


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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 14:44 
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Hinnerk hat geschrieben:
Auch wir wollen uns im Urlaub in erster Linie entspannen, relaxen, wandern, in der Gegend herumfahren, schwimmen... Ganz bestimmt aber wollen wir nicht den Urlaub mit kochen und Abwasch verbringen. Da essen wir dann lieber mal mehr Spagetti oder machen eine Dose auf aber gehen dafür öfters mal essen. Und ich denke, dass das viele Urlauber so machen.


Ich glaube diese Angaben treffen nicht auf den typisch deutschen Ferienhausurlauber in Dänemark zu.
Das Klientel dass du beschrieben hast, ist dann besser in irgend einem Hotel mit Pool in den südlichen Gefilden
aufgehoben.

Detlef

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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 15:30 
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mieke hat geschrieben:
Aber das du aus größeren Würstelpackungen schließt, dass die Dänen wohl nur Pölser futtern ist als Schlußfolgerung zulässig? :wink:

Ja, denn schließlich sind die Pölser Frischware und im Gegensatz zu Tütensuppen nur kurz haltbar.
mieke hat geschrieben:
Man kann sehr wohl daraus schließen,dass diese Produkte auch häufig verkauft werden. Der Markt in der Lebensmittelbranche ist einer der umkämpftesten und die Entwicklung und (versuchte) Markteinführung von Produkten weit lebendiger als sich der Kunde vorstellen kann. Ein Produkt, welches nicht erfolgreich läuft, fliegt gnadenlos aus dem Sortiment, denn alles andere rechnet sich nicht.
Gäbe es nicht Abnehmer für all den vielfältigen Fertigkram in D wäre das Angebot auch nicht so groß.

Da hast du mein Beispiel mit den Brötchen nicht verstanden. Nur weil es beim deutschen Bäcker vielleicht zwanzig Brötchensorten gibt im Verhältnis zu vielleicht fünf beim dänischen Bäcker futtert doch der Deutsche nicht 4x2, also acht Brötchen zum Frühstück.
Du musst das anders sehen: In Deutschland ist die Konkurrenz auf dem Lebensmittelmarkt so groß wie in kaum einem anderen europäischen Land. Deshalb müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Letztlich versucht jeder, durch eine möglichst goße Vielfalt seines Warenangebots jeden Kundengeschmack zu treffen. Klar reicht es aus, wenn Hersteller xy nur eine Tütensuppe anbietet. Davon stehen dann beispielsweise 200 Tüten im Regal. Vom kaufmännischen Standpunkt ist es aber besser, fünf verschiedene Tütensuppen im Angebot zu haben. Von denen stehen dann jeweils 40 Tüten im Regal (ist nur ein Beispiel). Somit findet der Kunde, der einen bestimmten Hersteller bevorzugt ("die hat Mama schon gekauft") seine Lieblingssuppe und muss nicht zu einem Konkurrenzprodukt greifen.
Das ist modernes Marketing.

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BeitragVerfasst: 21.09.2015, 15:46 
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Tatzelwurm hat geschrieben:
Ich glaube diese Angaben treffen nicht auf den typisch deutschen Ferienhausurlauber in Dänemark zu.
Das Klientel dass du beschrieben hast, ist dann besser in irgend einem Hotel mit Pool in den südlichen Gefilden
aufgehoben.

Detlef

Glaubst du im Ernst, dass sich Ferienhausurlauber im Urlaub in die Küche stellen um genau so zu leben und vor allen Dingen zu arbeiten wie im Alltag zu Hause? In welcher Welt lebst du? Hast du eine Frau bzw. Partnerin? Frag die mal. Alle die ich kenne und Urlaub im Ferienhaus machen oder mit dem Wohnwagen bzw. Wohnmobil unterwegs sind leben Küchentechnisch am Urlaubsort auf niedrigem Niveau. Schließlich ist Urlaub. Zu dem Thema findest du oder Google für dich etliche Seiten im Netz. Auf die ganz Schnelle:

http://www.holidaycheck.de/thema-Was+ko ... 62777.html

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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 08:06 
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Wohnort: Hvergelmir
Hej,

für wie schlau hälst du dich eigentlich,
ich lebe durchaus in der realen Welt.
Anscheinend verfügst du über genug finanzielle Mittel um dir solche Dinge leisten zu können.
Und nach über 25 Jahren DK Urlaub weiß ich sehr wohl wo von ich spreche,
nicht umsonst sind die Autos von deutschen DK-Urlaubern mit Lebensmittel vollgepackt,
nicht umsonst sehe ich viele Deutsche in dänischen Lebensmittelläden einkaufen,
nicht umsonst taucht hier im Forum immer wieder die Frage auf , wo in der Nähe ist Aldi.

Vielleicht solltest du mal den Blick von deinem Smartphone und deiner Mobil Kredit Karte nehmen
und deinen Blick auf reale Welt richten. und nicht so überheblich daher schwafeln.

Ach ja, ich bin seit über dreißig Jahren verheiratet und du wirst es nicht glauben,
meine Frau kocht ziemlich gut und nach einem Urlaubstag erlauben wir uns mal, auch
in einem Ferienhaus, auf einem küchentechnisch durchaus höherem Niveau zu speisen
und den Tag abzurunden.
Und das bisschen Abwasch, macht dann unsere Waschmamsell.

Detlef

Noch was, der typisch deutsche DK-Urlauber verbringt seinen in einem Ferienhaus,
nicht in einer Ferienwohnung.

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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 08:09 
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Hej,

jetzt muss ich aber auch einmal meinen Senf dazugeben.

Ich stehe im Urlaub sehr gerne in der Küche und bereite frisches Essen zu, zumal man dann ja endlich die Zeit dazu hat.

Wenn man den ganzen Tag berufstätig ist, ist die Zeit dazu nicht wirklich immer vorhanden, obwohl ich auch da meist frisch koche.

Die Küchen in den Ferienhäusern Dänemarks sind ja zum größten Teil sehr gut ausgestattet im Gegensatz zu deutschen Ferienhäusern oder Wohnungen, also steht dem Kocherlebnis nichts im Wege.

Ich würde nie im Leben auf die Idee kommen mir im Urlaub irgendeine Konservendose zu öffnen. Das mache ich auch zuhause nur in absoluten Notsituationen.

In Dänemark bekommt man wirklich sehr gute Frischware z.T. an den Bauernläden oder auch bei den örtlichen Metzgern. Da muss man nur einmal hereinschauen, dann läuft einem ja schon das Wasser im Mund zusammen.

Das Fleisch ist zwar meist etwas teurer als bei uns, dafür aber den Preis allemal wert und frischen Fisch kann man ja wohl auch gut zubereiten.

Das ganze hat ja jetzt nichts mit dem Noma zu tun. Ich denke nicht, dass ich bereit wäre für ein Essen derart viel Geld auszugeben, dafür fahre ich dann liebe eine Woche länger in den Urlaub.

Aber wenn man das Geld über hat, warum nicht?

Hilsen Herma


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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 10:29 
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LG Tina


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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 11:02 
Auf der einen Seite
Hinnerk hat geschrieben:
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Ich finde übrigens auch das Noma sein Geld wert ist.

Das sagt einer, der wahrscheinlich mit seiner Ferienhausvermittlung ein Vermögen macht und bei Noma einen festen Tisch hat.

Der gute alte Neid, dafür braucht man weder Wissen noch Beleg.

Hinnerk hat geschrieben:
Eine Ware oder Dienstleistung ist dann sein Geld wert, wenn ich für den Kaufpreis einen Gegenwert erhalte, der der Gegenleistung tatsächlich angemessen ist. Aber ist er das im Fall Noma? Wenn ich 1.700 DK für ein Menü (ohne Getränke) zahlen muss (mit Wein und Was-ser eher 3.000 DK), zweifle ich doch sehr die Angemessenheit des Preises an.

Nur, was interessieren andere was du für angemessen hälst?

Hinnerk hat geschrieben:
Mir ist klar, dass es auch dann noch eine Steigerung gibt. Die dürfte aber nur dermaßen gering ausfallen, dass dies nur noch ein Restaurant-Tester bemerkt, der für Michelin unterwegs ist. Und da frage ich mich dann, ob diese letzte klitzekleine Nuance diesen hohen Preis rechtfertigt.

Und wissen wer was bemerken kann willst du auch, auch wenn du weder in Noma noch in anderen Sternerestaurants warst?

Auf der anderen Seite
Hinnerk hat geschrieben:
Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden, was einem eine bestimmte Ware oder Dienstleistung wert ist.

Tatsächlich, glaube ich dir einfach nicht :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 14:02 
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@ Hinnerk
Am Ende des Tages geht es der Lebensmittelindustrie um Profit, modernes Marketing nützt nix, wenn ich den Markt nicht generieren kann, ergo muss hinter der Fertigfutterauswahl in D auch die entsprechende Anzahl kaufwilliger Kunden stehen.
Und glaubst du ernsthaft, dass eine Firma wie bspw. Knorr, wenn sie in DK mehr verkaufen könnte als nur die bei Dänen so beliebte Sauce Bernaise, dass nicht längst tun würde :wink:

Convenience mag in DK auf dem Vormarsch aber so schön (aus Sicht der Lebensmittelindustrie) wie in anderen Ländern läuft das nicht.
”Convenience-fødevareprodukter har i mange år været et stort hit blandt forbrugerne i USA og Europa. I Danmark har vi talt om convenience i de seneste 20 år uden, at der er sket ret meget. Det er først indenfor de seneste par år, at forbrugerne er begyndt at få øjnene op for convenience”, fortæller Esben Meier."
http://www.foodculture.dk/Marked/Detail ... gFMolJr6Wg
Da hat das Marketing bisher wohl noch nicht richtig gegriffen. :wink:

@herma und detlef
kann euch nur zustimmen.
Ich kenne nur wenige Menschen, die daheim aus Überzeugung selber udn frisch kochen und das im Ferienhausurlaub aus Bequemlichkeit nicht mehr tun,

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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 16:53 
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Wohnort: Midtjylland/Ammerland
Tatzelwurm hat geschrieben:
Hej,
nicht umsonst sind die Autos von deutschen DK-Urlaubern mit Lebensmittel vollgepackt,
nicht umsonst sehe ich viele Deutsche in dänischen Lebensmittelläden einkaufen,
nicht umsonst taucht hier im Forum immer wieder die Frage auf , wo in der Nähe ist Aldi.[/b]

Was soll das denn jetzt? Habe ich behauptet, dass der deutsche Urlauber das Essen beim dänischen Ferienhausurlaub einstellt? Unsinn! Ich habe lediglich gesagt, dass die meisten Urlauber im Urlaub nicht wie zuhause stundenlang in der Küche stehen wollen um zu kochen und der Hausarbeit nachzugehen. Ich habe auch einen Link mit vielen Meinungen zu diesem Thema genannt, die mich in meiner Meinung bestätigen. Wir als auch sehr viele andere Urlauber legen eben sehr viel Wert darauf, im Urlaub eben nicht so viel Hausarbeit, und dazu gehört eben auch das Kochen, machen zu müssen. Unser Schwerpunkt liegt da im familiären Miteinander (mit den Kindern am Strand toben und Burgen bauen, angeln, Gesellschaftsspiele, wandern, Radfahren, Drachen steigen lassen, Märkte und Museen besuchen, Kontakte zu Einheimischen knüpfen (Bauernhofurlaub) etc.
Natürlich wird trotzdem gut gegessen, aber eben nicht so aufwendig wie zuhause. Und dazu muss natürlich eingekauft werden. Deshalb siehst du dann desöfteren deutsche Urlauber mit vielen mitgebrachten Lebensmitteln oder als Kunde im dänischen Aldi. :)
Und noch etwas: Da wir hauptsächlich in den Sommerferien Urlaub in Dänemark machen und mit dem Wetter meisten Glück hatten sind wir dort viel unterwegs und mittags häufig gar nicht in der Hütte. Da gibt’s dann das Mittagessen aus dem Rucksack. Hast du da immer ein vorgekochtes Vier-Gänge-Menü dabei? :wink:
Tatzelwurm hat geschrieben:
Vielleicht solltest du mal den Blick von deinem Smartphone und deiner Mobil Kredit Karte nehmen
und deinen Blick auf reale Welt richten. und nicht so überheblich daher schwafeln.

Du liest meine Beiträge nicht richtig. Ich habe Mobile Pay nur ein paarmal probiert und für mich nicht für sinnvoll erachtet.
Tatzelwurm hat geschrieben:
Ach ja, ich bin seit über dreißig Jahren verheiratet und du wirst es nicht glauben,
meine Frau kocht ziemlich gut und nach einem Urlaubstag erlauben wir uns mal, auch
in einem Ferienhaus, auf einem küchentechnisch durchaus höherem Niveau zu speisen
und den Tag abzurunden.
Und das bisschen Abwasch, macht dann unsere Waschmamsell.

Ich weiß zwar nicht, warum du mir das erzählst. aber gut. Ich bin übrigen 40 Jahre verheiratet. Meine Frau kocht sehr gut und gern. Nur im Urlaub machen wir es uns etwas einfacher, verzichten aber trotzdem nicht auf gutes und gesundes Essen.
Tatzelwurm hat geschrieben:
Noch was, der typisch deutsche DK-Urlauber verbringt seinen in einem Ferienhaus,
nicht in einer Ferienwohnung.

Habe ich Ferienwohnung gesagt? Mein Gott, wie kleinlich. Nun gut, ich meinte Ferienhaus. Der Vollständigkeit halber: Wir kennen drei Formen des Urlaubs in Dänemark, die wir stets genossen haben, sowohl mit als später auch ohne Kinder: Ferienhaus, Bauernhof, Wohnwagen (eigener).
herma hat geschrieben:
Hej,
... Ich stehe im Urlaub sehr gerne in der Küche und bereite frisches Essen zu, zumal man dann ja endlich die Zeit dazu hat. (...) Ich würde nie im Leben auf die Idee kommen mir im Urlaub irgendeine Konservendose zu öffnen. Das mache ich auch zuhause nur in absoluten Notsituationen. (...) In Dänemark bekommt man wirklich sehr gute Frischware z.T. an den Bauernläden oder auch bei den örtlichen Metzgern.

Im Grunde stimmen wir überein Herma. Wir legen grundsätzlich Wert auf gutes und gesundes Essen, insbesondere, als unsere Kinder noch mit in den Urlaub fuhren. Schließlich wollen wir ihnen ja ein gutes Vorbild sein und sie nicht zu Fast Food Konsumenten erziehen (was uns auch gelungen ist). Wie bereits gesagt, nur im Urlaub machen wir es uns da ein wenig einfacher. Wenn wir dann mal Spagetti machen oder eine Dose Mockturtle oder Labskaus (norddeutsche Spezialitäten) aufmachen gibts natürlich immer einen frischen Salat dazu. Aber wir lassen uns auch ganz gern in einem Lokal landestypisch verwöhnen.
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Nur, was interessieren andere was du für angemessen hälst?

Dich vielleicht nicht. Aber vielleicht andere. Thema ist das Restaurant Noma. Und da darf doch wohl über Preise und Angemessenheit diskutiert werden oder? Wenn dir das nicht passt bewerbe dich doch beim Forenbetreiber um den Job als Moderator. Dann kannst du alles, was dir nicht in den Kram passt, löschen. :roll:
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Und wissen wer was bemerken kann willst du auch, auch wenn du weder in Noma noch in anderen Sternerestaurants warst?

Du willst mich besser kennen als ich mich selbst? Da muss ich dich enttäuschen. Zugegeben, in einem 3-Sterne Restaurant war ich noch nicht. Bei zwei Sternen war bisher Schluss. Und das insgesamt zweimal, jeweils auf Einladung zu einem Geschäftsessen. Das Essen war jeweils hervorragend, keine Frage. Nur würde ich persönlich nicht derartige Summen für ein Essen ausgeben. Aber jeder so wie er mag.
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden, was einem eine bestimmte Ware oder Dienstleistung wert ist.

Tatsächlich, glaube ich dir einfach nicht :mrgreen:

Diese Aussage solltest du vielleicht noch einmal präzisieren, damit ich sie verstehe. Was glaubst du nicht?
mieke hat geschrieben:
Und glaubst du ernsthaft, dass eine Firma wie bspw. Knorr, wenn sie in DK mehr verkaufen könnte als nur die bei Dänen so beliebte Sauce Bernaise, dass nicht längst tun würde :wink:

So einfach ist das nicht zu beantworten. Die Essgewohnheiten der Menschen sind nun mal von Land zu Land verschieden. Wenn dänische oder deutsche Lebensmittelketten aus dem Ausland Lebensmittel importieren richten sie sich dabei nach den landestypischen Essgewohnheiten. So wären beispielsweise eure rote Salami (brrrrr) oder der Makrelensalat, der mehr Majonäse als Fisch enthält (nochmals brrrrr) bei uns warsch. so gut wie unverkäuflich und würden in den Verkaufsregalen Blauschimmel ansetzen. Und umgekehrt ist es genauso. Ihr könnt warsch. mit vielen deutschen Lebensmitteln wenig anfangen. Aber es erscheint müßig, jetzt darüber zu diskutieren, ob der Däne oder Deutsche mehr Tütensuppen futtert. Wir haben keine einzige im Haus. :)
Einen Hang zur ungesunden Ernährung scheint es in allen Industrienationen zu geben. Da schließe ich uns, aber auch die Dänen nicht aus. Und wie du selbst mit deinem Link darauf hindeutest werden auch bei euch „bequeme Lebensmittel“ immer beliebter.
Aber egal, jeder lebt ungesund auf seine Art. :wink:

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BeitragVerfasst: 22.09.2015, 18:34 
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Registriert: 30.07.2013, 22:31
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dina hat geschrieben:
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LG Tina

In diesem Fall sehe ich das genauso.
Ich koche gerne und in den Jahrzehten DK-Ferienhausurlaub waren wir nicht eine handvoll Male im Restaurant.
Ich kann aber auch diejenigen verstehen, die sagen, sie wollen im Urlaub mal keine alltägliche Verpflichtung wie Hausarbeit und Essenkochen haben. Aber diejenigen sind wohl keine typischen Ferienhausurlauber.

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