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 Betreff des Beitrags: MobilePay und SKAT
BeitragVerfasst: 23.02.2018, 17:35 
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Vorgeschichte:
In dem Thread „Bargeld wird vielleicht nicht mehr überall angenommen“ werden die möglichen Bezahlformen bar und unbar kontrovers diskutiert. In einem Beitrag wurde von einem User geäußert, dass er nicht jedem mitteilen wolle, wo und wann er einkaufe. Ich erwiderte daraufhin:
Zitat:
Bei Kartenzahlung teilst du doch nicht jedem mit, wo und wann du einkaufst. Der Chip auf der EC-Karte und auch der Magnetstreifen (letzterer wird in der EU nicht mehr genutzt) hat keine persönlichen Daten gespeichert. Das IT-System von Aldi oder Edeka kennt dich als Kunden nur als TAN und BIC. Wenn immer gesagt wird, dass bei Kartenzahlung Kundenprofile erstellt werden können so stimmt das nur bedingt. Kein Supermarkt kann feststellen, dass Herr Müller aus der XY-Str. jeden Monat eine 100er Packung Verhüterlies kauft.
Einzig die Kontoführende Bank könnte nachvollziehen, in welchen Unternehmen ihre Kunden ihr Geld gelassen haben.

Die Reaktion eines anderen Users:
Zitat:
Ach ja? Dann erinnere ich doch noch mal an folgendes...
http://www.nordschleswiger.dk/de/daenem ... ung-helfen

Mit dieser doch wohl kritisch gemeinten Äußerung begann eine heftige Diskussion, die letztlich etwas aus dem Ruder lief. Schade:
viewtopic.php?f=12&t=30767&start=345#p399836

Zum Thema:
Die dänische Finanzbehörde SKAT (in Deutschland das Finanzamt) beabsichtigt 2019 es dem steuerpflichtigen Bürger zu ermöglichen, Einkäufe von steuerlich absetzbaren Waren und Dienstleistungen (z.B. die über Airbnb dienstlich erforderliche Hotelübernachtung) und auch zu versteuernde Einnahmen über MobilePay direkt an SKAT zu übermitteln. Von dieser Möglichkeit verspricht sich SKAT eine enorme Erleichterung in Form von Einsparung von Personalressourcen, weil nicht mehr Berge von (online) eingereichten Rechnungen geprüft werden müssen. Die per MobilePay direkt beim Kauf übermittelte Rechnung wird vom IT-System bei SKAT automatisch übernommen (ggf. nach vorheriger ebenfalls automatischer Plausibilitätskontrolle).
Allerdings profitiert auch der steuerpflichtige Bürger von dieser geplanten Neuerung, da er mit der unmittelbar beim Kauf getätigten Übermittlung einer steuerrelevanten Rechnung dem Amt nichts mehr einreichen oder online übermitteln muss. Zwei oder drei Klicks beim Kauf und die Angelegenheit ist erledigt. Da muss am Jahresende nicht mehr groß überlegt werden, ob da noch eine Rechnung vergessen wurde.

So weit so gut. Mein „Gegenspieler“ im Bargeldthread vertritt nun aber offensichtlich die Meinung, dass SKAT mit dieser Neuerung mehr verfolgt.

Mit Aussagen wie
Zitat:
Ach ja? Dann erinnere ich doch noch mal an folgendes...
http://www.nordschleswiger.dk/de/daenem ... ung-helfen

oder
Zitat:
Natürlich sind die Finanzämter (ob nun DK oder D) grundsätzlich die Guten,
die nichts Böses wollen.
Das ist deine Aussage? Ehrlich?
Sollte das so sein, ist diesbezüglich eine weitere Diskussion überflüssig, da
Argumente und praktische Erfahrungen bei idealisiertem Blauäugismus ja sowieso
keine Rolle spielen.

betrat mein Gegenspieler gleich zu Anfang die persönliche Schiene (Beleidigung) und machte somit eine vernünftige Diskussion unmöglich.
Besagten User ging bzw. geht es einzig darum, die dänische Finanzbehörde SKAT ins schlechte Licht zu rücken (Ausspionierung des Bürgers).

Ich habe wirklich sachlich versucht darzulegen, dass SKAT nicht daran gelegen ist die Bürger auszuspionieren und keine Einkäufe oder Einkünfte von Bürgern automatisch an SKAT übermittelt werden. Vielmehr müsse der Bürger selbst aktiv werden, wenn er diesen „Service“ von SKAT in Anspruch nehmen möchte.
Aber da biss ich auf Granit, obwohl beim aufmerksamen Lesen des Artikels auf nordschleswiger.de eigentlich alles klar sein sollte.

Nun gut. Nehmen wir uns eine andere Veröffentlichung zu diesem Thema vor. Zitat (übersetzt):
„…Aber Tax hat keinen Zugriff auf Informationen, die Sie nicht melden möchten, verspricht MobilePay. Tax erhält keine persönlichen Daten oder Daten, die Benutzer von MobilePay nicht preisgeben möchten. (…) Tax greift nicht automatisch auf Informationen zu. Es sind ausschließlich die Nutzer, die entscheiden, was zu berichten ist, sagt Pressesprecher bei Mobilepay Peter Kjærgaard. (…) Wir sind nur daran interessiert, den Menschen zu ermöglichen auf einfache Weise mit SKAT zu kommunizieren. (…) Es werden keine Daten ausgetauscht, die Sie nicht zur Offenlegung freigestellt haben. Es muss immer noch win win sein, um MobilePay zu nutzen, sagt Peter Kjærgaard. Alle Beteiligten müssen einen Nutzen aus der Sache ziehen können….“

Aus diesem Artikel wird auch klar, dass SKAT einen Nutzen aus der Zusammenarbeit mit MobilePay sieht (neben der besagten Arbeitseinsparung):
[i]“… Mit Hilfe von MobilePay können Nutzer beispielsweise Einnahmen von Teilzeitdiensten einfach gemeldet werden…“ (…) Wenn Sie Ihre Wohnung über Airbnb vermieten, muss der Dienst Ihre Mieteinnahmen automatisch melden…“[i]
Quelle: https://www.fyens.dk/indland/Nyt-indber ... l/3192737#

Letzteres ist nun nichts Neues. Derartige Einnahmen mussten schon immer an SKAT gemeldet werden. Von der neuen Möglichkeit, dies zukünftig über MobilePay zu tätigen erhofft sich SKAT, dass durch diese Erleichterung weniger Meldungen als bisher untergehen.
Grundsätzlich aber bleibt diese Form der Datenübermittlung via MobilePay freiwillig. Darauf weist MobilePay immer wieder hin. Dies auch in mehreren Presseveröffentlichungen zu diesem Thema.
Ich erspare mir jetzt aber noch weitere Presseberichte zu diesem Thema vorzustellen. Im Ergebnis sind sie gleichlautend.

Fazit
Die ab 2019 geplante Zusammenarbeit von MobilePay und SKAT ist für den Bürger nicht von Nachteil. Er kann diesen neuen Dienst nutzen, muss er aber nicht. Das ist wie mit dem Bezahlen. Der Bürger kann mit Karte oder Bargeld seinen Einkauf tätigen, ganz wie er möchte.
Vielleicht ein klitzekleiner Nachteil: Da bestimmte Unternehmen verpflichtet sind, bestimmte Einnahmen von Bürgern der Finanzbehörde ohne Aufforderung zu melden (z.B. Wohnungsverwalter, die die Mieten für den Vermieter einziehen) könnte es wegen der Vereinfachung der Datenweitergabe dazu kommen, dass steuerlich relevante Daten am Jahresende nicht mehr so leicht untergehen oder vergessen werden.
Da sehe ich nun aber nichts Böses.

So, das sollte es gewesen sein. Für den Fall, dass sich aus dieser Thematik noch eine Diskussion ergeben sollte bitte ich vorsorglich darum, hier beim Thema „MobilePay und SKAT“ zu bleiben. Allgemeine Frustbeiträge zu Finanzämter und Erfahrungen mit ihnen haben hier nichts verloren.

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 Betreff des Beitrags: Re: MobilePay und SKAT
BeitragVerfasst: 23.02.2018, 18:11 
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Warum bin ich nicht überrascht, dass du nicht mal deiner eigenen Aussage treu bleiben kannst?
"Ich will diesen Thread im Gegensatz zu SteffenHH nicht durch weitere OT-Beiträge zerstören und werde zum Thema SKAT und MobilePay einen eigenen Thread aufmachen, um sachlich über die für 2019 geplante freiwillige Erfassung von bestimmten Käufen von Waren und Dienstleistungen zu informieren. Dies selbstverständlich mit seriösen Belegen." (Zitat aus besagtem anderen Thread)

Nimm doch einfach die persönlichen Anfeindungen und Animositäten aus deinen Anfangspost raus und bleibe, wie selbst angekündigt, sachlich.
Vielleicht bekommt dieses Thema dann auch einen Sinn (und dann hätte ich auch nichts dagegen, wenn dieser Post von mir entsprechend gelöscht wird).

Einzige Einlassung von mir dazu nur zu folgendem:
"Besagten User ging bzw. geht es einzig darum, die dänische Finanzbehörde SKAT ins schlechte Licht zu rücken (Ausspionierung des Bürgers)."
Schön dass du meinst so genau zu wissen, worum es mir geht/ging. Leider hast du es aber natürlich nicht verstanden und insofern ist der Satz Quatsch
(wird langsam zur Regel bei dir). So ein Unfug.
Wie in den meisten entsprechenden Themen hier, wo es um zu laxen Umgang der Dänen mit dem Datenschutz und der Privatsphäre geht, ging es mir vorrangig
um eine Sensibilisierung diesbezüglich.
Passt aber nicht in das ach so schöne "Gegenspieler"-Bild, gell? Ist aber trotzdem so.
So und nun munter weiter gebasht - ich werde mich hier nicht weiter äussern. Du hast also freie Bahn (es sei denn, es würde doch eine sachliche Diskussion
daraus, aber ich fürchte, da bleibt der Wunsch Vater des Gedankens).


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 Betreff des Beitrags: Re: MobilePay und SKAT
BeitragVerfasst: 23.02.2018, 18:56 
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SteffenHH hat geschrieben:
Nimm doch einfach die persönlichen Anfeindungen und Animositäten aus deinen Anfangspost raus und bleibe, wie selbst angekündigt, sachlich.

Oha! Wie war noch gleich deine allererste Reaktion auf meinen Beitrag zu diesem Thema, wobei ich vollkommen neutral schrieb und dich in keiner Form diskreditierte?
Zitat:
Natürlich sind die Finanzämter (ob nun DK oder D) grundsätzlich die Guten,
die nichts Böses wollen.
Das ist deine Aussage? Ehrlich?
Sollte das so sein, ist diesbezüglich eine weitere Diskussion überflüssig, da
Argumente und praktische Erfahrungen bei idealisiertem Blauäugismus ja sowieso keine Rolle spielen.

Schon nach diesem einen Beitrag von dir war eigentlich klar, dass du keine sachliche Diskussion wolltest. Stattdessen legtest du mir zweimal Dinge in den Mund, die ich nicht äußerte.
Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass es dein Anliegen ist, digitalfreudige Menschen, vielleicht insbesondere Dänen oder in Dänemark lebende Deutsche auf mögliche Gefahren der neuen Techniken und deren Möglichkeiten hinzuweisen und zu sensibilisieren. Aber dann auch bitte sachlich und ohne persönliche Anfeindungen. Das Beispiel von der geplanten Kooperation von MobilePay und SKAT zeigt, dass in diesem Fall dein geäußertes Misstrauen (vorsichtig ausgedrückt) nach den derzeit vorliegenden Informationen nicht angebracht ist.
So, jetzt will ich in dieser Angelegenheit nicht weiter mit dir streiten, was auch nie mein Bestreben war.

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 Betreff des Beitrags: Re: MobilePay und SKAT
BeitragVerfasst: 23.02.2018, 20:34 
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Junge Junge.
Dafür nen eigenen Thread aufmachen...
Alle Achtung.
Dein persönlicher Disput interessiert hier doch niemand wirklich.

Nimm doch einfach de PN Funktion. Dafür ist sie da.

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Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: MobilePay und SKAT
BeitragVerfasst: 24.02.2018, 00:55 
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Ich habe hier keinen Disput mit niemanden. Anders herum wird ein Schuh draus. Schließlich wurde ich scharf angegriffen, weil ich in der Zusammenarbeit von SKAT und MobilePay in der beschriebenen Form nichts Böses sehe.
Ist schon bemerkenswert, dass niemand meiner Argumentation etwas entgegen zu setzen vermag.

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 Betreff des Beitrags: Re: MobilePay und SKAT
BeitragVerfasst: 24.02.2018, 13:33 
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Die Kooperation von MobilePay und SKAT ist vergleichbar mit dem Elster-System in Deutschland. Bereits seit einigen Jahren ist es in D. möglich, die Steuererklärung papierlos per Elster an das Finanzamt zu übermitteln. Dabei müssen immer mehr Einträge gar nicht mehr getätigt werden wie z.B. zu versteuerndes Einkommen, Kapitalerträge, gesetzliche Rente, Zusatzrenten, Einkünfte aus Versicherungen, Einzahlungen/Leistungen aus Riesterverträgen, Arbeitslosen- und Insolvensgeld, Bezug von Kranken- und Mutterschaftsgeld. Diese und weitere Erträge werden den Finanzämtern automatisch übermittelt. Eigentlich muss der Otto Normalverbraucher nur noch seine Werbungskosten und Sonderausgaben eintragen. Hier geniest der deutsche Steuerzahler sogar noch einen Vorteil gegenüber dem Dänen. Während der Däne seine steuerrelevanten Ein- und Ausgaben gegenüber SKAT belegen muss (beispielsweise via MobilePay) reicht den deutschen Finanzämtern schlicht die Angabe beispielsweise der bestehenden Haftpflichtversicherungen oder von Handwerkerrechnungen (z.B. neuer Heizkessel). Die Angaben werden über Elster vollautomatisch vom IT-System der Finanzverwaltung übernommen und auf Plausibilität überprüft. Erst wenn da etwas nicht plausibel erscheint landet die Steuererklärung bei einem Sachbearbeiter auf dem Schreibtisch.

Vorteile des Verfahrens: Gegenüber früheren Jahren müssen nicht alljährlich teils dutzende von Rechnungen und Belegen zu einen Päckchen gebündelt und im Finanzamt eingereicht werden. Den größten Vorteil dabei hat aber das Finanzamt, weil sich da kein Finanzbeamter mehr durch riesige Papierberge arbeiten muss.
Der steuerpflichtige Bürger muss nur noch den vereinfachten Elster-Antrag ans Finanzamt schicken. Und wer sich auch diese Mühe noch ersparen will kann sich bei Elster registrieren und ein elektronisches Zertifikat anfordern. Dann spart man sogar noch das Geld für eine Briefmarke. :wink:

Sowohl MobilePay/SKAT als Finanzamt/Elster sind für Bürger und Finanzverwaltung ein „win win“-Interessenausgleich. Beide Seiten profitieren von den Systemen. Was aber entscheidend ist: Sowohl SKAT als auch die deutsche Finanzverwaltung bauen derzeit noch auf Freiwilligkeit der Bürger. Niemand wird gezwungen, irgendwelche Daten per MobilePay oder Elster an die Finanzverwaltung zu übermitteln.

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