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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 02:26 
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Hej Tenda,

wie ich das so mitbekommen habe, sind die meisten die hier schreiben, ja doch schon ein bisschen länger hier, also noch zu Zeiten, als es noch etwas einfacher war, hier Fuß zu fassen. So war das auch bei uns. Trotzdem würde ich nie aufs Blaue in irgend ein Land gehen, selbst wenn da paradiesische Bedingungen herrschen würden. Zum Wohlfühlen gehört ja noch ein wenig mehr dazu, als ein Job und ein Dach über dem Kopf.

Bei mir war es das erste, dass ich mich erstmal mit Dänemark beschäftigt habe und zwar nicht aus dem Blickwinkel einer Ferienhaussiedlung. Das war für mich allerdings auch kein Problem, weil meine Tochter hier bereits seit 15 Jahren lebt. Da sie hier auch dänisch verheiratet ist und Kinder hat, habe ich auch eine ganze Menge mitbekommen, angefangen von der Sozialstruktur, Wohnungsmarkt, Gesundheitsversorgung, Job- und Ausbildungsstruktur, Verdienstmöglichkeiten, Lebensstandard u.v.m. Das hatte auch den Vorteil, dass ich nicht nur die Sonnenseiten von DK kennengelernt habe. Die Schwiegerfamilie ist riesig und da kam wirklich alles vor, was einem so passieren kann. Nun gut, so tiefen Einblick kann sicher nicht jeder haben aber es hilft schon ganz gut, um auf eine ganze Menge gefasst zu sein.

Als die Planung ernst wurde, habe ich mich erstmal zu einem Intensivkurs Dänisch in Deutschland angemeldet. Ich wollte nicht, dass wir abhängig von der Familie sind. Die haben genug eigene Sachen um die Ohren. Das hat auch gut geholfen, dass wir uns unsere Jobs auch ohne fremde Hilfe gesucht haben, alleine auf die Ämter gezogen sind und uns in der Sprachschule angemeldet haben. Die passende Wohnungsannonce hat allerdings meine Tochter gefunden. Auch das nötige "Kleingeld" war vorhanden und das war nicht wenig, was man hier am Anfang braucht, selbst wenn man sehr bescheiden startet. Ich bin kein Mensch, der hohe Ansprüche hat. Dass das VHS-Dänisch nicht reicht, war mir spätestens dann klar, als es ans telefonieren ging. Da kommt man nunmal nicht bei fehlenden Worten mit Zeichensprache weiter und Verstehen ist sowieso ein Thema für sich. Das war auch der Grund, warum ich mir auch nur einen Halbtagsjob gesucht habe und mich auf der Sprachschule im Tageskurs angemeldet habe. Nach zwei Jahren hatte ich dann meine Prøve i Danks 3 in der Tasche und komme ganz gut mit der Sprache klar. Es ist allerdings auch eine Tatsache, dass erst die Sprache der Schlüssel dazu ist, einen wirklichen Einblick in die Verhältnisse, in denen man gelandet ist, zu bekommen. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden, habe aber bei Mitschülern auf meiner Schule mitbekommen, dass eine ganze Reihe Einwanderer dann erst merken, dass sie mit sehr vielen falschen Vorstellungen hierher gekommen sind und nun bitter enttäuscht sind.

Natürlich kann man sich nicht auf alle Lebensumstände vorbereiten. Das wäre illusorisch aber man sollte nie vergessen, dass man hier der Ausländer ist und eben nicht auf der selben Stufe, wie die Einheimischen steht. Man muss also besser sein als sie, um hier etwas zu erreichen. Das heißt, man muss kämpfen können.

Als wir beschlossen hatten, nach DK auszuwandern, hatten wir die Krise auch nicht in der Planung. Mein Mann war dann leider schon nach fast einem Jahr arbeitslos, weil die Firma pleite gegangen ist. Ich hatte eine Absprache mit einer sehr großen Firma hier am Ort, dass ich bei denen anfangen kann, wenn ich die Sprachprüfung in der Tasche habe und dort die Kundenkontakte nach Deutschland übernehmen soll. Daran ist derzeit absolut nicht zu denken. Auch die fahren nur noch Minimalbetrieb. Arbeitslos sind wir aber zum Glück nicht.

Übrigens, das Alter ist vielleicht das kleinste Übel beim Auswandern. Ich gehe auf die 50, mein Mann ist schon längst drüber. Beide hatten wir die beste Sprachprüfung, obwohl alle anderen in unserer Klasse wesentlich jünger waren und teilweise auch länger auf der Schule waren. Auch auf dem Arbeitsmarkt läuft das hier ein wenig anders als in DE. Um die 50 zählt hier noch als gutes Alter, auch für eine Ausbildung.

Hilsen Hina


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 02:33 
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Danke für diesen -für mich- durchweg positiven Beitrag. Es gibt also doch einige realitische Deutsche in Dänemark :)


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 08:34 
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Mega hat geschrieben:
Danke für diesen -für mich- durchweg positiven Beitrag. Es gibt also doch einige realitische Deutsche in Dänemark :)


Was erwartest Du? Sollen wir jetzt alle positiv aus alten Zeiten plaudern?
Ich kann auch positiv von 2007 erzählen, als ich ohne ein Wort dänisch zu können per Zeitarbeitsfirma nach DK gekommen bin. Und ja, damals war man als Arbeitnehmer in der besseren Lage, weil man sich den Arbeitgeber aussuchen konnte, bei dem man arbeiten wollte.

Aber das wäre doch absoluter Dünnpfiff, den Leuten die JETZT auswandern wollen, Hoffnung zu vermitteln, die es für 99,99% der Leute nicht gibt.

Vielleicht sollte ich ja von früher in Deutschland erzählen. Wieviel Geld ich dort früher verdient habe, dass ich mir ein schönes Haus gebaut habe, was für Autos ich gefahren habe. Dann überdenken sich die potentiellen Auswanderer vielleich nochmal ihr Vorhaben, wenn das in Deutschland früher auch so gut war.

Fakt ist und bleibt:
- Wer die Sprache nicht einigermassen beherrscht
- keine Ausbildung hat, die hier vielleicht doch gesucht wir
- und über keine Finanzen verfügt, die mindesten 3 Monate ohne Job überbrücken

... der soll die Sache wirklich erstmal auf Eis legen. Den Gedanken kann man ja im Kopf behalten, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Aber nutzt dann auch die Zeit zur Vorbereitung.


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 09:05 
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Nee, nicht nur positiv. Das hat auch keiner nachgefragt :wink:
Aber auch nicht nur negativ....


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 09:54 
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Mega hat geschrieben:
Nee, nicht nur positiv. Das hat auch keiner nachgefragt :wink:
Aber auch nicht nur negativ....


Aber LEIDER ist Deine Geschichte doch wirklich eine absolute Ausnahme. Darauf kann man sich doch auch nicht stützen.

Wir berichten doch nur ganz realistisch von den aktuellen Zuständen, nicht mehr. Und die sind zur Zeit nun mal negativ. Ich kann es doch nicht ändern.

Ich war gestern den ganzen Tag unterwegs und bin von Autohaus zu Autohaus gefahren um NUR EINEN PRAKTIKUMSPLATZ als Verkäufer für 4 Wochen zu bekommen. Das letzte Autohaus war 70 km von meinem Wohnort entfernt!!! Ich habe nichts bekommen!!!

Dabei bin ich:
- gelernter Kfz-Mechaniker
- mit Meisterbrief
- zertifizierter Autoverkäufer
- Verkaufsleiterausbildung
- habe in D bis zu 250 Neuwagen pro Jahr verkauft
- war die Nr. 1 von Deutschland im Verkauf von Finanzdienstleistungen der Skoda-Bank
- habe bei BMW beim Mystery-Shopping 99,9% erreicht
- habe im Sommer Examensprüfung der Dansk3 Ausbildung

... und dann erwartest Du positive Berichte...


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 10:50 
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Vielleicht sollte ich dann auch mal von meiner deutschen Freundin schreiben, die genau ein halbes Jahr nach mir kam, also mitten rein in die Krise. Sie hat sich mit mir zusammen genau in gleicher Weise auf die Auswanderung vorbereitet, konnte also auch vorher schon etwas Dänisch, ist auch sofort in DK auf die Sprachschule. Als sie her kam, ging einfach gar nichts mehr. Sie hatte nur das große Glück, dass ihr Mann bereits über ein halbes Jahr in DK war und noch einen Job ergattert hatte, sonst hätte sie recht schnell wieder umkehren müssen. Sie hat sich auf so ziemlich jeden Job beworben, der ausgeschrieben war und ist Klinkenputzen gegangen, zudem hat der Chef ihres Mannes bei der Suche geholfen, indem er überall bei seinen Geschäftspartnern rumgefragt hat. Obwohl sie zwei Ausbildungen hat, die hier in DK sogar noch ab und an gesucht werden aber auch bereit war, wirklich jeden anderen Job zu machen, hat es gut ein Jahr gedauert, bis sie endlich "irgendeinen" Job gefunden hat - mit 9 Stunden die Woche. Mehr war erstmal nicht drin. Nach und nach hat ihr dann der Chef ein paar Stunden mehr gegeben, d.h. sie arbeitet als Springerin, fährt am Tag mal locker so 2 Stunden durch die Gegend und verdient dabei einen Hungerlohn. Sowohl sie als auch mein Mann und ich versuchen seit vielen Monaten in andere Jobs zu kommen. Wir machen nämlich alle Drei richtige Knochenarbeit und das ist kein Zuckerlecken. Obwohl wir alle einige Qualifikationen haben, haben wir keine Chance, uns jobmäßig zu verändern. Wir wohnen nicht in der selben Gegen. Es ist also kein Problem, dass sich nur hier auf diese Gegend bezieht.
Hilsen Hina


Zuletzt geändert von Hina am 11.02.2011, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 11:03 
@Biggi und Joerg

Ich stimme euch 100% zu,es ist wirklich nicht einfach zur Zeit in DK. Die Deutschen die noch einen Job haben ,wissen wie hart der Wind momentan weht!

Joerg dich wollte ich noch was fragen ,du schreibst

Dabei bin ich:
- gelernter Kfz-Mechaniker
- mit Meisterbrief
- zertifizierter Autoverkäufer
- Verkaufsleiterausbildung
- habe in D bis zu 250 Neuwagen pro Jahr verkauft
- war die Nr. 1 von Deutschland im Verkauf von Finanzdienstleistungen der Skoda-Bank
- habe bei BMW beim Mystery-Shopping 99,9% erreicht
- habe im Sommer Examensprüfung der Dansk3 Ausbildung

Hast du schon mal darüber nachgedacht wieder nach Deutschland zurück zu gehen ,bei deiner Qualifikation nehmen sie dich in Deutschland doch mit Handkuss ?

Silvio


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 11:17 
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silvio67 hat geschrieben:
Hast du schon mal darüber nachgedacht wieder nach Deutschland zurück zu gehen ,bei deiner Qualifikation nehmen sie dich in Deutschland doch mit Handkuss ?

Silvio


Ich gehe nicht wieder nach Deutschland. Das Thema ist abgeschlossen. Ich habe mich entschlossen auszuwandern, ich habe es getan, also muss ich hier sehen, dass ich mit dem A.... an die Wand komme.

Ich könnte sicherlich in Flensburg einen Job bekommen, gerade weil ich dänisch kann, aber das wirft mich sprachtechnisch wieder zurück, wenn ich den ganzen Tag deutsch reden soll.

Also: Deutschland? Nein Danke!


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 13:19 
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Hej Tenda,
ich glaube, es gibt kein allgemeingültiges Vorbereitungskonzept, dafür sind wir Menschen einfach zu individuell. Der eine kommt trotz ausgezeichneter Sprachkenntnisse und gutem Job hier nicht klar, andere fühlen sich sauwohl, obwohl sie fast kein Dänisch können und es auch jobmässig nicht so läuft.
Einen packt das Heimweh,für andere ist das ein Fremdwort.
Als eine wichtige Voraussetzung sehe ich eine sehr gute Selbsterkenntnis,man muss wissen, wie man tickt,realistisch sein.
Für mich war es wichtig,schon vorher so gut wie nur möglich die Sprache zu beherrschen, weil ich die Dinge gern in der Hand habe und mich ungern auf andere verlasse, dadurch konnte ich mich auch schon im Vorfeld mit dem ganzen bürokratischen Kram vertraut machen und habe bis jetzt noch keine unliebsamen Überrraschungen erlebt, bin halt Kontrollfreak durch und durch :mrgreen:
Die Sprachkenntnisse reichten auch aus, gleich wieder in der Pflege zu arbeiten, obwohl ich schon auf Putzen eingestellt war.
Sprachschule von Anfang an, allerdings nur 1-2 mal/Wo.nach 6 Monaten Dansk 3, dann 6 Monate Sosu-Schule, in rein dänischer Klasse, dann Studieprøven mit 1xWo. Abendunterricht, alles mit sehr guten Noten abgeschlossen. Ich weiss, Eigenlob stinkt, aber ich war einfach so froh, in meinem Alter nocheinmal diese Chancen geboten zu bekommen mich weiterzuentwickeln, es hat einfach Spass gemacht, und macht weiterhin Spass, da ja auch durch die Arbeit immer wieder Kurse angeboten werden.
Ich bin ein sehr selbstgenügsamer Mensch und sehr anpassungsfähig mit ziemlich langer Lunte, daher bringen mich viele Dinge nicht so auf die Palme, wie ich das oft bei Landsleuten erlebe, wenn die deutsche Mentalität mit der dänischen kollidiert.
Aber jeder ist halt anders gestrickt, jeder kann, oder will sich nicht ändern,warum auch, und wenn man merkt, dass es hier nicht passt, ist es doch nur konsequent, wieder zurück oder ganz woanders hinzugehen.
Jeder hat eine andere Fähigkeit, Sprachen zu lernen, mir fällt es leicht, dafür bin ich in anderen Bereichen ei kompletter Versager :oops:

Vielleicht hilfte es mir auch, dass ich mich in D nie so verwurzelt gefühlt habe, und der Berliner hat ja auch nicht so ein spezielles Brauchtum oder regionale Spezialitäten, die mir unbedingt fehlen.

Dazu kommt natürlich eine grosse Portion Glück, dass wir beide unseren Arbeitsplatz noch haben und generell alles geklappt hat ohne Probleme.
Trotzdem könnte ich jederzeit wieder nach Berlin zurück, ohne es als Niederlage zu sehen, denn es ist meine Heimat und wird es immer bleiben :) .
Wenn ich ca. zehn Jahre jünger wäre, würde ich vielleicht nach Norwegen weiterziehen, so bleibt es halt beim Urlaub dort, ist doch auch schön.

LG Tina


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 13:25 
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Joerg hat geschrieben:
Ich gehe nicht wieder nach Deutschland. Das Thema ist abgeschlossen. Ich habe mich entschlossen auszuwandern, ich habe es getan, also muss ich hier sehen, dass ich mit dem A.... an die Wand komme.

Ich könnte sicherlich in Flensburg einen Job bekommen, gerade weil ich dänisch kann, aber das wirft mich sprachtechnisch wieder zurück, wenn ich den ganzen Tag deutsch reden soll.

Also: Deutschland? Nein Danke!


Das nenne ich konsequent.
Du mußt gute Gründe für diese Ansicht haben.
Trotz der Probleme mit der Jobsuche und allem was dazu gehört.
(So hab ich es jetzt verstanden)

Gruß
Kaleu


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 13:50 
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Kaleu hat geschrieben:
Joerg hat geschrieben:
Ich gehe nicht wieder nach Deutschland. Das Thema ist abgeschlossen. Ich habe mich entschlossen auszuwandern, ich habe es getan, also muss ich hier sehen, dass ich mit dem A.... an die Wand komme.

Ich könnte sicherlich in Flensburg einen Job bekommen, gerade weil ich dänisch kann, aber das wirft mich sprachtechnisch wieder zurück, wenn ich den ganzen Tag deutsch reden soll.

Also: Deutschland? Nein Danke!


Das nenne ich konsequent.
Du mußt gute Gründe für diese Ansicht haben.
Trotz der Probleme mit der Jobsuche und allem was dazu gehört.
(So hab ich es jetzt verstanden)

Gruß
Kaleu


Wir sind erst 3 Jahre hier, wir haben uns hier ein Haus gekauft, ca. 2 Jahre daran gearbeitet und keine Zeit für andere Sachen gehabt. So langsam hat man auch hier und da ein bisschen Freizeit, wo man sich auch mit der Integration beschäftigen kann. So habe ich mich im Frivillig-Center angemeldet um ab und zu bei ehrenamtlichen Tätigkeit mit zu wirken. Im Fitness-Center bin ich jetzt schon seit fast 3 Wochen und als nächstes kommt der Eintritt in den Mountainbikerverein. Und ein Job kommt auch wieder, da bin ich ganz sicher!

Und damit habe ich hier schon mehr, als ich in Deutschland hatte. Dort war bei 240-280 Stunden/Monat im Autohaus keine Zeit mehr für irgendwelche Freizeitaktivitäten. Man hat einfach nur gearbeitet um alles bezahlen zu können, und selbst das klappte nicht immer.

Gruss

Jørg


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 14:04 
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@ Jørg
Das sind gute Gründe!
So kann man die Aussagen nachvollziehen.

Danke und Gruß
Kaleu


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 15:40 
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Hej hej,

es gibt ja tatsächlich auch Menschen, die das Ganze ein bisschen positiver sehen. Ich bin begeistert.
Ich habe Verständnis für Leute, die selbst gescheitert sind und von miserablen Arbeitsmarktverhältnissen aus persönlicher Erfahrung berichten können, aber was habt ihr erwartet?
Um mal die allseitsbeliebte Floskel "im Zeitalter der Globalisierung" zu bemühen: In Zeiten, in denen jedes industrialisierte Land vernetzt ist, kannst du nunmal nicht erwarten, dass du aus Deutschland, in dem wirtschaftlich nicht alles glatt läuft, in ein anderes, zudem benachbartes Land gehst, und alles ist palleddi. Das ist doch absolut normal und DAS ist realistisch.

Was allerdings nicht realistisch ist, ist sich von einer gesamtwirtschaftlich schlechten Situation so geistig vereinnahmen zu lassen und anzunehmen, das plötzlich alles schlecht sei: Der Arbeitsmarkt, die Menschen, die Bäume und was weiß ich.
Es gibt Phasen, in denen alles so erscheint, und die sind wichtig, denn das sind wichtige Erfahrungen (Erfahrungen für die ich auch bereit bin, ein bisschen Geld zu verlieren). Das hat Mega übrigens sehr schön formuliert: Das metaphorische "Tal der Tränen" durch das du gehst. Das gehört dazu.
Aber wenn sich dieser Zustand nach Jahren immer noch hält, dann zeigt sich daran ganz deutlich: Hier gibt es Leute, die sind in genau das gleiche Land gegangen mit genau den gleichen Problemen, von denen sie hier ja auch schreiben, allerdings schlicht und ergreifend lockerer. Es ist also vorrangig eine Frage der Aufnahme, und nur zum Teil eine Frage der Probleme selbst, meine Damen und Herren.


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 16:27 
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Es hat niemand gesagt, dass hier alles schlecht ist.

Das einzige was extrem schlecht ist, ist der Arbeitsmarkt. Das reicht aber schon, denn ohne Arbeit kein Geld. Ohne Geld keine Wohnung, nix essen, nix trinken, nix Fahrkarte nach Hause und kein Geld vom Staate Dänemark.

So wird ein Schuh draus, mein Herr!

Aber wenn Du das alles ignorieren möchtest und meinst, alle warten hier auf einen weiteren Deutschen ohne Ausbildung, der sich hier nicht in der Landessprache verständigen kann, dann komm.

Übrigens: Hej hej heisst Tschüss. Sollte man also nicht gerade am Anfang benutzen.


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BeitragVerfasst: 11.02.2011, 17:50 
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Beiträge: 2
Mir wird langsam Angst und bang... hat Dänemark die Krise wirklich so viel härter getroffen als andere Länder, bzw. erholt sich das Land so viel schlechter? Bei uns in der Firma brummt derzeit das Geschäft, aber wer weiss...


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