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BeitragVerfasst: 06.09.2017, 14:48 
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Liebes Forum,

so ich habe mich jetzt angemeldet, da bei uns höchstwahrscheinlich in 1-2 Monaten ein Umzug nach Dänemark ansteht.

Eine der vielen Fragen ist natürlich die nach dem Auto: aus dem Ausland mitnehmen oder dänischen Gebrauchtwagen kaufen.

Zu den Preisen ist schon genug gesagt worden; ob sich eine Mitnahme von unserem Auto für uns lohnt wissen wir erst, wenn wir eine genaue Ermittlung des Gebrauchtwagenpreises hinter uns haben- unser Auto wurde wohl in Dänemark nie als Neuwagen verkauft, daher gibt es keine Vergleichswerte...

Nun meine Frage: in Dänemark gibt es ja ziemlich viele Autos, die für ihr Alter sehr viele Kilometer auf dem Buckel haben. Ergibt es Sinn, sich sagen wir mal einen "jungen" Wagen mit 200 000 km drauf zu holen, und dann entsprechend Verschleissteile auszutauschen, z.B. Austauschmotor oder Getriebe wechseln?
Und: macht man das besser (günstiger) in Dänemark, oder in Deutschland? Gibt es da Papierkram/Steuer, falls solche Reparaturen im Ausland ausgeführt wurden?

Ich würde mich über eure Einsichten freuen.

Viele Grüsse,

usenix


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BeitragVerfasst: 06.09.2017, 15:59 
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Meine Erfahrung: Die Gebrauchtwagenpreise liegen in Dänemark im Schnitt höher als in Deutschland.
Reparaturen: Im Jahr 2014 hatte sich in Dänemark bei meinem damaligen Ford Mondeo der Anlasser verabschiedet. Nach vorherigem Preisvergleich ließ ich in einer freien Werkstatt einen neuen Anlasser einbauen. Kosten: 602 Euro. Beim autorisierten Ford-Händler in Viborg wäre es 150 Euro teurer gekommen. Bemerkenswert: Im Gegensatz zu freien Werkstätten in Deutschland scheint es in Dänemark schwierig zu sein eine zu finden, die Ersatzteile von Drittherstellern einbaut oder generalüberholte Austauschteile die wesentlich preisgünstiger sind als originale Neuteile. In Deutschland wäre ich mit 400 Euro davon gekommen.

Nicht dass ich mich jetzt darüber aufrege. Das ist eben Dänemark. Hier ist alles „ein wenig“ teurer. Deshalb erreicht da "Hygge" auch nicht jeden. :wink:

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BeitragVerfasst: 06.09.2017, 20:46 
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Beiträge: 150
Genau. Hätte ich meine Werkstatt "mitnehmen können", hätte ich das getan. Bin aber mit den Preisen hier beim "Dorfschrauber" auch ganz zufrieden. Autoimport wird umso günstiger, je älter und abgenutzter das Auto. Also - 200.000 km auf dem Tacho mit einkalkuliertem Austausmotor ist unterm Strich ggf. günstiger als 120.000 km Laufleistung, bei ansonsten identischen Baujahren / Ausstattung. Nur pauschal würde ich es nicht so sagen, die Autos haben mittlerweilen soviele Komponenten, die kaputt gehen können, und nervig ist vor Allem die Elektrik.

Ein Beispiel: Ich fahre hier einen 1,8 Tdci Ford C-Max, aus 2006. Der hat jetzt 240.000 km runter. Angeboten werden solche Fahrzeuge durchaus mit Laufleistungen über 400.000 km (in D undenkbar...) - der Motor selbst macht das sicherlich mit. Aber - ich habe bald alle Radlager durchgetauscht, Ärger mit den ABS-Sensoren und der Ladedruckregelung. Ein Scheinwerfer ist "matt". Die Kiste "stottert" auch gelegentlich - Ursache unbekannt. Einmal musste ich mich abschleppen lassen, weil die blöde elektronische Feststellbremse sich nicht löste (Ursache war allerdings die Mechanik).


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BeitragVerfasst: 07.09.2017, 08:02 
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Registriert: 06.09.2017, 13:31
Beiträge: 2
Ich dachte das ja eher so herum: Gebrauchtwagen nicht importieren, sondern in Dänemark kaufen, wegen weniger Papierkram. Dann Austauschmotor je nachdem wo das günstiger ist machen lassen, als in Deutschland oder Dänemark-- da ich sowieso ca. alle 1-2 Monate nach Deutschland fahren werde, könnte ich das ja auch dort machen lassen.
Ich fragte mich nur, ob dann z.B. auf den Motor nicht auch Importsteuern fällig werden, analog zum Auto(neu)kauf.

Gruss usenix


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BeitragVerfasst: 07.09.2017, 09:29 
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Gehen wir mal davon aus, dass ein von dir in Dänemark günstig erworbener PKW einen neuen bzw. AT-Motor benötigt und du noch die Möglichkeit hast, mit diesem PKW eine deutsche Werkstatt zu erreichen, die dir den Motor austauscht. Welche dänische Behörde soll diese Reparaturmaßnahme denn kontrollieren?
Aber einmal davon abgesehen: Innerhalb der EU fallen da keine Steuern für erbrachte Reparaturleistungen und auch nicht für Ersatzteile an. Aus diesem Grund lassen ja viele Bundesbürger die beispielsweise im Grenzgebiet von Tchechien wohnen völlig legal Inspektionen und Reparaturen im Nachbarland ausführen, weil die Werkstätten dort und insbesondere in ländlichen Bereichen wesentlich niedrigere Stundensätze haben. Der ADAC berichtete in der Motorwelt mal darüber. Anders sieht es aus, wenn Bürger aus Drittländern wie der Schweiz ihren PKW in Deutschland reparieren lassen. Da müssen die Reparaturen verzollt werden.
Alles in einem Satz ausgedrückt: "Der Warenverkehr innerhalb der EU ist grundsätzlich frei."

https://www.zoll.de/DE/Unternehmen/Ware ... _node.html

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BeitragVerfasst: 07.09.2017, 10:25 
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Registriert: 24.01.2007, 22:23
Beiträge: 1372
Wohnort: Nordjylland
Habe mir vor kurzem ein gebrauchtes Automatic Auto
mit defektem Automaticgetriebe in DE gekauft. Habe
dann hier das Getriebe ausbauen lassen und habe es wiederum in
DE reparieren lassen und somit 1000€ gespart. Nun wird das Auto
wieder hergerichtet und einregistriert. Alles kein Problem.

Hilsen Peter

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Der Teufel ist nicht so schwarz, wie man ihn malt


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BeitragVerfasst: 08.09.2017, 08:14 
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Registriert: 16.01.2016, 17:00
Beiträge: 150
Kann man so machen. Der Papierkram ist allerdings bei "Standardfahrzeugen" unproblematisch, es gibt auch Dienstleister die ihn für relativ wenig Geld für Dich erledigen. Ich würde mir trotzdem Autos in DK ansehen - die sind häufig besser gepflegt (z.B. Rostvorsorge), weil die Dänen sie einfach länger am Leben erhalten wollen.

Solange ein Auto nach dänischem Recht nicht "verschrottet" worden ist, kannst Du es auch von Grund an neu aufbauen, ohne steuerliche Nachteile. Das kann durchaus lohnend sein!


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