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 Betreff des Beitrags: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 09.11.2018, 01:17 
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Hej,

bevor ich hier mal los schreibe, ich bin neu hier und grüße alle herzlich in die Runde. Ich bin mir sicher, dass es einige Threads dazu gibt, aber ich möchte einen erstellen, der auf mich persönlich zugeschnitten ist.

Zunächst ein Mal was zu mir. Ich bin 19 Jahre alt und gehe derzeit noch zur Schule. Da ich relativ gut in Englisch bin, überlege ich, ins Ausland zu gehen und dort zu studieren - ich wohne aktuell bei Darmstadt in Hessen, da wird so wie ich es verstanden habe, so oder so meistens in Englisch studiert.

Da ich viel am PC spiele und allgemein das eher meine Welt ist, habe ich irgendwann mal in einem Spiel vor Jahren ein paar Dänen kennengelernt und sind rasch Freunde geworden. Seitdem interessiere ich mich immer mehr für das Land. Ich habe eine Zeit lang probiert, "seriös" dänisch über verschiedene Sprachapps zu lernen, da mein dänisch vorher nur aus "Trash-Sätzen" wie "sut min pik" oder "din mor" oder so ein Bullshit bestand. :D Eine Bindung zur Sprache habe ich irgendwie, da ich trotz relativ weniger Vokabeln, die ich weiß, ich meine Freunde, die komplett und schnell dänisch reden (wir wissen ja alle von der Kartoffel im Hals ;) ), teilweise verstehen kann. Das hat denke ich viel mit der germanischen Sprache zu tun.

Jedenfalls, zurück zum Thema. Studieren oder allgemein Auswandern nach Dänemark. Was wären denn so grundlegende Dinge, die es zu beachten gibt?
Da ich hier in Deutschland sowieso vom Amt überall enttäuscht werde und mir keiner richtig Auskunft geben oder helfen kann (kurz gesagt: Mutter kündigt Wohnung, ich als Schüler finde hier in meiner Region nicht einfach so eine neue Wohnung, erst recht keine bezahlbare oder eine 1- bzw. 2-Zimmer-Wohnung, die das Jobcenter bezahlen könnte), überlege ich "neu aufzubauen". Wie verhält sich denn die Wohnungssuche in Dänemark, Richtung Roskilde/Taastrup/Kobenhavn? Was sind denn da "normale" Preise? Hier bei uns gibt es keine 1-Zimmer-Wohnung unter 250€ (mit Ausnahmen evtl.), die jetzige 3-Zimmer-Wohnung kostet ca. 700€ warm. Bald kostet hier alles sowieso noch mehr, die 1-Zimmer-Wohnungen werden noch unbezahlter. Beim Googlen finde ich nicht viel raus, aber generell habe ich den Eindruck, dass es viel billiger in Dänemark ist.

Woanders las ich auch, es sei Pflicht, die Sprache dort zu beherrschen. Das kann ich absolut verstehen, ich mag es ja auch, wenn ich mit jemanden rede, der wenigstens meine Sprache versucht zu lernen. Wie sieht es mit Arbeitsplatzfindungen aus? Stimmt es, dass der McDonald's sogar mehr als 2.000€ Gehalt zahlt, was ja relativ hoch ist für die?

Wie sieht es mit Studieren aus? Studienförderungen ala Bafög oder sonstige soziale Hilfen (Studentenwohnheime?)?

Was muss ich beim Führerschein beachten? Muss ich den neu machen in Dänemark? Wie schwer ist es dort? Mein bisheriger Eindruck ist, dass alles, was in Dänemark eine Wertung hat (Schule, Führerschein) relativ einfach ist. Wenn ich mir anschaue, was meine Freunde da in der Schule fabrizieren und die trotzdem im Vergleich bessere Noten haben als ich...
Wie sieht es aus, wenn man in Dänemark später mal bspw. Deutsch lehren möchte? Die haben das teilweise nötig, wenn ich mir die Deutschaufgaben anschaue ^^

Das wars erstmal mit meinen Fragen, ich würde mich riesig auf Antworten freuen! :)

Vi ses,
Marcel


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 10.11.2018, 10:33 
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Registriert: 17.02.2018, 13:29
Beiträge: 73
Die einzelnen Fragen kann ich auch nicht beantworten, aber wir haben uns schon mit dem Thema befasst, weil auch wir ein Studium in Dk erwogen hatten. Wir sind in unserer Freizeit sehr oft da, und auf geführten Stadtrundfahrten wurden uns märchenhafte Studienbedingungen geschildert: Kostenlose Luxus-Wohnheime, hohe Stipendien für jeden ohne Leistungsdruck, Sprache nur Englisch usw..
Leider lasen wir dann mehrmals, dass nach neueren Erkenntnissen der dänische Steuerzahler gar keine Vorteile durch so teure Geschenke an Ausländer hat, und diese deshalb zunehmend auf dänische Studenten beschränkt werden sollen.

Trotzdem haben wir noch eine Informationsveranstaltung für ausländische Studenten in Dk besucht (Bus ab Kiel auf dänische Kosten!) und waren enttäuscht: Jede Menge koole Partyszene, edle Infrastruktur mit viel teurer Technik, spielerische Bastelei als Praktikum, enger Kontakt zu exotischen Kulturen – aber nichts über fachliche Qualität. Und auf internationalen Ranglisten fanden wir keine dänische Universität mit wissenschaftlicher Spitzenleistung in den für uns interessanten Fächern. Wir haben uns dann anders orientiert.

Dass es in Dänemark mehr staatliche Hilfe, weniger Leistungsdruck und freundlichere Lebensbedingungen gibt als anderswo, scheint uns nach den eigenen Erfahrungen von vielen Freunde und Bekannten tatsächlich so zu sein. Die aktuellen Bedingungen lassen sich wohl an größeren Universitäten in englischer Sprache erfragen. Die dänische Sprache ist für uns nicht so leicht zu lernen wie Englisch, Unternehmer wie MacD haben dort auch nichts mehr zu verschenken, und beim Führerschein gibt es lange Übergangsfristen, in denen man mit dem deutschen fahren kann.

sea u in denmark


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 10.11.2018, 19:17 
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Beiträge: 2
Danke für Deine Antwort.

sea u in denmark hat geschrieben:
Die einzelnen Fragen kann ich auch nicht beantworten, aber wir haben uns schon mit dem Thema befasst, weil auch wir ein Studium in Dk erwogen hatten. Wir sind in unserer Freizeit sehr oft da, und auf geführten Stadtrundfahrten wurden uns märchenhafte Studienbedingungen geschildert: Kostenlose Luxus-Wohnheime, hohe Stipendien für jeden ohne Leistungsdruck, Sprache nur Englisch usw..
Leider lasen wir dann mehrmals, dass nach neueren Erkenntnissen der dänische Steuerzahler gar keine Vorteile durch so teure Geschenke an Ausländer hat, und diese deshalb zunehmend auf dänische Studenten beschränkt werden sollen.


Wann hast Du dich denn erkundigt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 10.11.2018, 19:49 
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Beiträge: 239
Um es kurz zu machen - nach allem was ich gehoert habe ist die Situation fuer Studierende in Kopenhagen auch sehr angespannt. Es gibt aber auch "auf dem Lande" Universitaeten, da kann es eigentlich nicht so dramatisch sein.

Ein Selbstgaenger wird das hier auch nicht gerade. Die Annahme, man muesse sich in Daenemark weniger anstrengen, ist jedenfalls irrefuehrend. Zur SU findest Du hier mehr:

http://www.su.dk/english/su-as-a-foreign-citizen/

Dann noch das folgende, wenn Du Dich für's Lehramt interessierst (in DK werden Lehrer auch händeringend gesucht):

https://www.ucsyd.dk/laerer


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 10.11.2018, 22:22 
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Beiträge: 73
[quote="MarcelSVD"
Wann hast Du dich denn erkundigt?[/quote]

Die Informationsveranstaltung mit anschließender Entscheidung über den Studienort unseres Kindes war nach meiner Erinnerung im Sommer 2017.
Ansonsten habe ich mich gar nicht erkundigt, sondern nur Zeitungsnotizen und persönliche Berichte von Bekannten aufgeschnappt. Wir lesen "Der Nordschleswiger" im Internet ziemlich regelmäßig, manche Artikel auch mal in dänischen Zeitungen (wir finden lesen viel einfacher als sprechen). Wir haben Freunde, die für Studium bzw. Arbeit nach Dänemark gezogen sind, und kommen in Yachthäfen oder Ferienorten auch mal mit Dänen ins Gespräch. Auf deutsch oder englisch.


sea u in denmark


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 11.11.2018, 12:43 
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Das man in Dänemark als Student Luxuswohnheime und entspanntes Studieren ohne Leistungsdruck vorfindet halte ich für ein Gerücht. :wink: Dafür sind dänische Universitäten in einigen Bereichen durchaus forschungsmässig ganz vorn dabei.

In Odense suchen ständig ausländische Studenten Unterkünfte, weil es eben nicht genug Wohnheime für alle gibt. Der Wohnungsmarkt ist gerade für kleine Wohnungen sehr angespannt und die Mieten sind verglichen mit den meisten deutschen Städten sehr hoch (jedenfalls wenn man in Deutschland nicht gerade in München wohnt).

Das meine Studenten keinen Leistungsdruck haben stimmt ganz sicher nicht. Sie haben sehr volle Wochenpläne und teilweise eine Menge Pendelei. Manchmal werden die gewünschten Wahlfächer nur in anderen Städten angeboten, ich unterrichte zum Beispiel auch Studenten aus Aarhus und Kopenhagen.
Außerdem versuchen wir schon eine gute Ausbildung anzubieten, ohne gute Vor- und Nachbereitung wird das Examen auch hier nicht gelingen. Meine Studenten haben dann ja auch noch das Problem von einer Deutschen unterrichtet zu werden. :mrgreen: Ich glaube, ich bin tatsächlich etwas strenger als meine dänischen Kollegen. Dafür bin ich die Einzige, die auf Englisch unterrichtet, wobei die Studenten Dänisch mit mir sprechen. Also braucht man als ausländischer Student auch gute Dänischkenntnisse - Stichwort Studieprøven. Viele englischsprachige Studiengänge werden gerade abgeschafft.

Die Mär vom einfachen und finanziell gut ausgestatteten Studentenleben in Dänemark würde ich nicht glauben. Die Realität sieht doch deutlich weniger rosig aus. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 11.11.2018, 18:22 
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Ganz so „easy“ ist das Studieren in DK nach der Studienbeschleunigungsreform (fremdriftsreformen) von 2014. nicht ( mehr?), die Zahl der Studienabbrecher spricht eine deutliche Sprache.
https://www.nordschleswiger.dk/de/apenrade-daenemark-politik-gesellschaft/mehr-studienabbrecher-nach-studienreform

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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 11.11.2018, 18:36 
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Ansonsten gibt es u.a. bei studis- online erste Infos in einem Überblick zu den relevanten Themen mit weiterführenden Links:
https://www.studis-online.de/Studieren/Auslandsstudium/daenemark.php

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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 11.11.2018, 21:43 
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MarcelSVD hat geschrieben:
Jedenfalls, zurück zum Thema. Studieren oder allgemein Auswandern nach Dänemark. Was wären denn so grundlegende Dinge, die es zu beachten gibt?
Da ich hier in Deutschland sowieso vom Amt überall enttäuscht werde und mir keiner richtig Auskunft geben oder helfen kann (kurz gesagt: Mutter kündigt Wohnung, ich als Schüler finde hier in meiner Region nicht einfach so eine neue Wohnung, erst recht keine bezahlbare oder eine 1- bzw. 2-Zimmer-Wohnung, die das Jobcenter bezahlen könnte), überlege ich "neu aufzubauen". Wie verhält sich denn die Wohnungssuche in Dänemark, Richtung Roskilde/Taastrup/Kobenhavn? Was sind denn da "normale" Preise? Hier bei uns gibt es keine 1-Zimmer-Wohnung unter 250€ (mit Ausnahmen evtl.), die jetzige 3-Zimmer-Wohnung kostet ca. 700€ warm. Bald kostet hier alles sowieso noch mehr, die 1-Zimmer-Wohnungen werden noch unbezahlter. Beim Googlen finde ich nicht viel raus, aber generell habe ich den Eindruck, dass es viel billiger in Dänemark ist.

Woanders las ich auch, es sei Pflicht, die Sprache dort zu beherrschen. Das kann ich absolut verstehen, ich mag es ja auch, wenn ich mit jemanden rede, der wenigstens meine Sprache versucht zu lernen. Wie sieht es mit Arbeitsplatzfindungen aus? Stimmt es, dass der McDonald's sogar mehr als 2.000€ Gehalt zahlt, was ja relativ hoch ist für die?

Wie sieht es mit Studieren aus? Studienförderungen ala Bafög oder sonstige soziale Hilfen (Studentenwohnheime?)?

Was muss ich beim Führerschein beachten? Muss ich den neu machen in Dänemark? Wie schwer ist es dort? Mein bisheriger Eindruck ist, dass alles, was in Dänemark eine Wertung hat (Schule, Führerschein) relativ einfach ist. Wenn ich mir anschaue, was meine Freunde da in der Schule fabrizieren und die trotzdem im Vergleich bessere Noten haben als ich...
Wie sieht es aus, wenn man in Dänemark später mal bspw. Deutsch lehren möchte? Die haben das teilweise nötig, wenn ich mir die Deutschaufgaben anschaue ^^

Ich studiere in Dänemark und habe mal, um nicht alles separat zu zitieren, deine Frage eingefärbt und die Antwort ist dann in der gleiche Farbe.

Eine ganze Menge, an welches Studium hast du genau gedacht und vor allem an welche Hochschule(Hochschulart)? Außerdem denke rechtzeitig dran die wichtige Unterlagen zu haben um weiterhin Kindergeld zu bekommen und natürlich um weiterhin bei deinen Eltern krankenversichert zu sein (wegen Zahnarzt)

Ja haha, also das mit der Bürokratie ist hier so eine Sache. :mrgreen: Grundsätzlich kann man sagen, dass wenn dir eine Antwort nicht gefällt, du einfach einen anderen Tag wiederkommen kannst und dann eine/n andere/n Mitarbeiter/in fragen kannst und dann sehr wahrscheinlich eine andere Antwort erhalten wirst. Zu den Wohnungspreisen: Eine 1-Zimmer-Wohnung für 250€ in Kopenhagen oder Roskilde bekommen ist nahezu utopisch. Ich wohne in einer verhältnismäßig billigen Stadt und zahle 350€ für ein 12m²-Zimmer, wobei ich mir Küche und Toilette teilen muss. Und ich wohne schon gut 5 km außerhalb der "City". An eine Wohnung an sich zu kommen ist nicht so schwer, da dir als Student eine Wohnung garantiert wird. ICh würde mich aber früh drum kümmern, es hat bei mir circa 2 Monate gedauert. Wie teuer, groß und in welcher Lage diese dann ist, ist allerdings offen. Checke auch boligsurf, etc. und melde dich wenn möglich auf der Warteliste einer Boligselskab an.

Es ist vorteilhaft die Sprache zu können, aber du bekommst auch so Jobs. Die Bezahlung liegt nahe am Mindestlohn, wenn du nicht schon einen Bachelor hast und im entsprechenden Feld arbeitest. Du musst ca. 44h pro Monat arbeiten um SU zu erhalten.

Ich glaube du musst den Führerschein nicht umtauschen, da du keinen unbegrenzt gültigen hast. Aber eigentlich ist es auch egal, da du sowieso kein Auto in Dänemark fahren wirst. Es ist viel zu teuer als Student. Und es ist auch einigermaßen nervig eine neue Versicherung etc. zu finden, abzuschließen. Ich finde der Anspruch ist höher bei einen gleichzeitig etwas niedrigeren akademischen Niveau. So ist man quasi dazu genötigt sich selbst eine Menge Stoff reinzuhämmern, der dann nicht mehr praktisch vertieft wird.

Ganz nett sind Tandem-Projekte, bei denen du Dänisch mit einen/r Dänen/in sprichst und er/sie mit dir Deutsch.


@Fischgrete Darf man fragen in welcher Fakultät du tätig bist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 14.11.2018, 09:43 
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Vielen Dank für die ausführlichen Antworten!
Zum Thema sprang mir noch dieser Zeitungsartikel ins Auge:
https://www.thelocal.dk/20180823/denmar ... programmes

sea u in denmark


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 14.11.2018, 13:21 
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Tja. Es hatte sich vielleicht zu weit herumgesprochen ;-).


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 14.11.2018, 15:36 
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Nicht gerade integrationsfördernd:
Zitat:
Seit Juli müssen Studenten und Arbeitnehmer den Dänischkurs aus eigener Tasche zahlen. Die 2.000 Kronen pro Modul schrecken ganz offensichtlich ab, Sprachschulen im Land erleben eine teils drastische Entwicklung.
„50 Prozent bis zwei Drittel weniger Teilnehmer.“ Gerhard Korbo muss als Chef der Sprachschule Lærdansk einer harten Realität ins Auge blicken: Seitdem Sprachunterricht von Ausländern aus eigener Tasche bezahlt werden muss, brechen den Sprachschulen im Land die Teilnehmer weg. 2.000 Kronen pro Modul kostet der Unterricht seit dem 1. Juli.
https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-daenemark-politik-gesellschaft/sprachkurs-kostet-teilnehmerzahl-bricht

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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 11:32 
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Beiträge: 10
Tscha. Nun muss sich Lærdansk tatsächlich überlegen anständigen Unterricht anzubieten, statt sich wie bisher für wirklich grottenschlechten Service vom Staat alimentieren zu lassen. Tatsächlich Leistung bringen, statt einfach nur Geld fürs Nichtstun einzustreichen. Diese Ankunft in der Realität muss für die Leitung wirklich schrecklich sein. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 17:26 
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Registriert: 16.01.2016, 17:00
Beiträge: 239
:mrgreen:
Ich habe den Unterricht nie genossen, allerdings von Arbeitskollegen gehört, dass er ihnen nicht viel gebracht hat. Allerdings hängt es ja auch am einzelnen. Meine Frau hat zunächst drei Intensivkurse am Nord-Kolleg in Rendburg gemacht, und danach Unterricht an der dänischen Bibliothek in Flenburg. Haben wir alles selbst bezahlt (aber das muss man ja auch erstmal können).

Ich sehe hier auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Warum soll dafür nur die Kommune und damit die Allgemeinheit aufkommen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Studieren in Dänemark & mehr
BeitragVerfasst: 16.11.2018, 08:57 
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Registriert: 17.02.2018, 13:29
Beiträge: 73
Den Kurs in Rendsburg haben wir auch mal genutzt und bezahlt - der beste Sprachunterricht, den wir je erlebt haben. Dass wir jetzt kein Dänisch sprechen können, liegt nur an uns selbst, und an dem Umstand, dass fast alle von uns angetroffenen Dänen sehr gut Deutsch und/oder Englisch sprachen.

Dass der Steuerzahler nur zahlt, was ihm wirklich nützt, finde ich vorbildlich. Und wenn er manche Kosten nicht vermeiden kann, dann muss natürlich bei anderen gespart werden.

sea u in denmark


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