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BeitragVerfasst: 21.10.2019, 17:47 
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Zitat:
In bundesweiten Umfragen haben die Grünen nach einem Hoch im Sommer zuletzt an Zustimmung verloren. So sah das Institut Allensbach die Partei im Juni bei 25, jetzt bei 23,5 Prozent. Bei Emnid gaben die Grünen in diesem Zeitraum von 27 auf 20 Prozent nach, bei Forsa von 27 auf 22 Prozent.

Treffende Anmerkungen inklusive kleinem Ausflug in die Geschichte der Grünen von Ulrich Reitz (ehemals Korrespondent bei der Welt, gehörte zur Startmannschaft von FOCUS, den er zuletzt führte, 17 Jahre lang Chefredakteur von "WAZ" und "Rheinische Post")
Zitat:
Ist der Hype ums Klima vorbei?
Geht der Klima-Hype jetzt zu Ende?
Was in den vergangenen Monaten passierte, der ganze Rummel um Greta, die Weltuntergangs-Sekte „Extinction Rebellion“, von vielen Kommentatoren mit offenbar stabilem Sendungsbewusstsein gerne aufgegriffen und zur Demonstration der eigenen, „richtigen Haltung“ gerne genutzt, hatte längst den Charakter einer Filterblase angenommen.
...
Ein medial befördertes Kunstprodukt, ein paar tausend wohlstandsverwöhnte Jung-Anarchos, Bürgerkinder mit unangenehm dick aufgetragenem Klassenbewusstsein und triefender Selbstgewissheit. Im politischen Raum gefeiert vor allem von den Grünen. (Im Londoner East-Ende bekamen sie gerade den ruppigen Charme der Arbeiterklasse zu spüren, als sie ausgerechnet die Bahn klimabewegt lahmlegen wollten.)
....
Für jene, die die Geschichte der Grünen nicht ganz vergessen haben, war das schon ein seltsames Déjà-vu. Eine Wiederkehr von Bildern im historischen Zeitraffer. In ihrer Anfangszeit als Anti-Atom- und Friedenspartei begannen die Grünen so wie die Apokalypse-Startups um Greta („I want you to panic“ - welch eine Arroganz.). Mit einem Unbedingtismus, einer in der deutschen Parteiengeschichte noch nie da gewesenen Untergangsgewissheit. Entweder die Deutschen würden am kaputten Wald ersticken oder in den Höllenfeuern einer atomaren „Rüstungsspirale“ der Supermächte verglühen. „Ein 3. Weltkrieg wird aufgrund der weltweiten Aufrüstung immer wahrscheinlicher“, hieß es in dem Aufruf zur Bonner Hofgarten-Demo Anfang der 80er Jahre.
Am Ende erwies sich die deutsche Eiche allerdings als resilienter und die Idee, die Russen einstweilen platt zu rüsten, entpuppte sich als Glücksfall der deutschen Geschichte. Das begriffen mit den Jahren auch die Grünen: sie lernten die Kunst des aufgeklärten Zweifelns an den eigenen fundamentalistischen Irrtümern entlang kennen. Es ging vergleichsweise schnell, bis sie sich von einer außerparlamentarischen Bewegung, getragen von Sitzblockierern vor Atom-Transporten und Befürwortern einer „Gewalt gegen Sachen“, wandelten zu Anhängern demokratischer Spielregeln und des Parlamentarismus.
Da stehen sie nun heute, die Grünen: In den Augen ihrer Nachfolger, die dem Parlament nicht mehr vertrauen und auch die Demokratie der „Klima-Katastrophe“ unterordnen, sind sie: Teil des Establishments. Also: nicht die Lösung des Klima-Problems, sondern ein Problem, das der Lösung im Weg steht.

Man darf gespannt sein ob und wie die Grünen aus diesem Dilemma herauskommen:
Zitat:
Für die Grünen sind die wohlversorgten Abiturienten-Rebellen mit väter- oder mütterlicher SUV-Erfahrung ein echtes Problem. Geben sie ihnen in einer Art politischer Romantik recht, verraten sie die Mitte, deren Teil sie so gerne wären, Kanzlerkandidat inklusive. Distanzieren sie sich klar diesen schwer erträglichen Zweifelsfreien, verraten sie ihr eigenes Erbe. Es ist wie beim Mühle-Spiel, wenn links wie rechts das Unheil lauert: eine unausweichliche Zwickmühle.
Wie wollen die Grünen das gewinnen? Das ist das eine. Der Talkshow-Verschleiß ihres Wohlfühl-Parteipräsidenten Habeck ist das andere.
Und da ist da auch noch die Konjunktur. Jeden Tag kann man lesen, wie viele Arbeitsplätze gerade in den deutschen Vorzeige-Unternehmen abgebaut werden. Frage: Wenn der eigene Arbeitsplatz bedroht ist, wie viele Menschen werden dann die Klima-Debatte als Luxus begreifen?
[/quote]https://www.focus.de/politik/deutschland/angespitzt/kommentar-von-ulrich-reitz-geht-fuer-die-gruenen-der-greta-hype-zu-ende_id_11255467.html

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BeitragVerfasst: 22.10.2019, 11:08 
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https://www.welt.de/politik/deutschland/article202288958/Thomas-de-Maiziere-Aktivisten-verhindern-Lesung-in-Goettingen.html


Zitat:
Aktivisten verhindern Lesung von Ex-Minister de Maizière


Vor dem EU-Gipfel im Oktober hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Fortbestehen des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei eingesetzt. Die durch Krieg und Flucht gequälten Menschen seien die Schwächsten in diesem Konflikt.
Quelle: WELT

Eine Lesung des CDU-Politikers Thomas de Maizière in Göttingen ist von linken Aktivisten blockiert worden. Sie werfen dem langjährigen Bundesminister eine Mitverantwortung für den Flüchtlingsdeal mit der Türkei vor.

Aktivisten haben am Montagabend eine Lesung des CDU-Politikers Thomas de Maizière beim Göttinger Literaturherbst verhindert. Nach Angaben der Polizei blockierten knapp 100 Demonstranten das Alte Rathaus, wo der frühere Innen- und Verteidigungsminister aus seinem Buch „Regieren“ lesen wollte.


Wenn ich lese Aktivisten haben verhindert, das ein Mensch sein Recht auf Meinungsfreiheit ausüben kann, das würde ja bedeutet das aktive Gruppen in unserem Land sich das Recht nehmen, alles
nieder zu brüllen was nicht mit der eigenen Meinung und den eigenen Idealen konform geht.

Ein Leserbrief dazu aus der Welt, unter dem Artikel.

Zitat:
Es wird Zeit, daß der Staat endlich beginnt, seine Grundaufgaben warzunehmen. Dazu gehört u.A. die Aufrechterhaltung der Öffentlichen Ordnung. Auch im universitären Bereich. Wenn ( wie hier ) marxistische Splittergruppen darüber befinden, wer öffentlich reden darf und wer nicht, müssen sich nicht nur jene Redakreure, die solche demokratiefernen Provokateure als Aktivisten bezeichen, ( wie hier ), Sorgen um ihre Zukunft machen!!


Ist dieser Leserbrief zu drastisch geschrieben, oder kann man es schon ein bisschen nachvollziehen ?
Wenn ich mir denn ganzen Artikel durchlese und betrachte was zur Zeit in unserem Land geschieht, das Menschen nieder gebrüllt werden, weil ihnen Meinungsvielfalt und freie Meinungsäußerung
noch etwas bedeuten, das Gruppen versuchen die Bevölkerung zu spalten, mit Hysterie und Horrorvisionen.

Dann könnte man, wer viele Jahre in der Geschichte zurück geht, gewisse Parallelen erkennen den da wurde die Meinung andere auch nieder gebrüllt und verhindert.
Denn wer am lautesten brüllt hat fast nie Recht, aber etwas hat er keine Argumente !

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BeitragVerfasst: 22.10.2019, 11:16 
Gerade auf NWZ Online (12.00 Uhr)
Zitat:
Trecker-Kolonne in Oldenburg – Krankentransporte eingeschränkt

Hunderte Traktoren fahren bereits hupend durch die Stadt.
Mehr als 1200 Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen fahren hupend durch Oldenburg und sorgen für ein Verkehrschaos. Das Polizeiaufgebot ist groß, auch ein Polizeihubschrauber ist in der Luft.

(Fettschreibung durch mich)

Ich möchte daran erinnern, dass das Leben eines Menschen mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfallverletzung nicht selten von wenigen Minuten abhängt.
Aber gut, die Demo ist ja in dieser Form genehmigt; es ist also also alles gut, nicht wahr Herr Kommissar? Kommt es infolgedessen dazu, dass ein Mensch im stehenden Rettungswagen stirbt ist das eben persönliches Pech.
Das Fazit dürfte doch nur sein:
Demos grundsätzlich verbieten oder
Demos nur noch auf der grünen Wiese oder auf einem Fußballstadion stattfinden lassen.
Dann wäre es aber aus mit unserer Demokratie.


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BeitragVerfasst: 22.10.2019, 21:50 
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hanno hat geschrieben:

Ist dieser Leserbrief zu drastisch geschrieben, oder kann man es schon ein bisschen nachvollziehen ?

Was soll die Beantwortung dieser Frage zu einem Leserbrief denn hier bringen?
Eine Buchlesung wurde verhindert, aber das Buch ist ja schon erschienen, also kann ich da keine generelle Unterdrückung der Meinungsfreiheit erkennen.
Wer hier im Thread versucht Hysterie und Horrorvisonen zu verbreiten, da soll sich jeder Leser ggf. selbst eine Meinung zu bilden, aber durch solche Meinungsäusserungen wird sich das Klima nicht ändern.

Hendrik77

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BeitragVerfasst: 22.10.2019, 23:10 
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Hendrik77 hat geschrieben:
hanno hat geschrieben:

Ist dieser Leserbrief zu drastisch geschrieben, oder kann man es schon ein bisschen nachvollziehen ?

Was soll die Beantwortung dieser Frage zu einem Leserbrief denn hier bringen?
Eine Buchlesung wurde verhindert, aber das Buch ist ja schon erschienen, also kann ich da keine generelle Unterdrückung der Meinungsfreiheit erkennen.
Wer hier im Thread versucht Hysterie und Horrorvisonen zu verbreiten, da soll sich jeder Leser ggf. selbst eine Meinung zu bilden, aber durch solche Meinungsäusserungen wird sich das Klima nicht ändern.

Hendrik77

Ich halte die Frage weder für unberechtigt und schon gar nicht verbreitet sie Hysterie und Horrorvisionen, noch hinderte sie die Leser an der Möglichkeit sich selbst ihre eine Meinung zu bilden.
Das gewaltbegleitete Geschehnis ist keine Vision, sondern Realität.
Zu der Frage
Zitat:
Was soll die Beantwortung dieser Frage zu einem Leserbrief denn hier bringen?
, kann ich nur sagen, dass Fragen gestellt werden, um Antworten zu erhalten, die u.a. dem Fragesteller dabei helfen können, seine eigenen Ansichten zu überprüfen.

Meine Antwort auf die obige Frage von hanno ist nein, der Leserbrief ist nicht zu drastisch geschrieben (unabhängig davon, ob die Zuweisung der politischen Orientierung der sogenannten Aktivisten zutrifft oder nicht) und der Leserbrief ist nicht nur ein bißchen, sondern vom Prinzip her vollständig nachzuvollziehen.
Nochmal zu dem Vorfall:
Zitat:
...de Maizière wollte beim Literaturherbst aus seinem Buch „Regieren“ lesen und anschließend mit den Zuhörern diskutieren...
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, beteiligten sich knapp 100 Demonstranten an der unangemeldeten Aktion. Rund 300 Zuhörern blieb der Zutritt zu der ausverkauften Veranstaltung verwehrt.
Der Geschäftsführer des Literaturherbstes, Johannes-Peter Herberhold, wurde nach eigenen Angaben von Demonstranten attackiert. Dabei seien Teile seiner Kleidung zerrissen worden.

Es hat jeder das Recht gegen eine Veranstaltung zu demonstrieren, es kann aber nicht angehen, dass deshalb andere in ihrem Recht eingeschränkt werden, sich mit Ihrer Teilnahme für diese Veranstaltung auszusprechen oder mit der Teilnahme daran auch nur von ihrem Informationsrecht Gebrauch zu machen.
Sollten solche undemokratischen Aktionen egal von wem weiterhin ungehindert umsichgreifen, müssen wir uns alle wahrlich Sorgen um unsere demokratischen Errungenschaften wie z.B. auch unsere Meinungsfreiheit machen.
Die Verhinderung einer Buchlesung mit anschließender Diskussion bedeutet Unterdrückung der Meinungsfreiheit, und ist damit nicht zu dulden. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und auch keinen Grund zur abschwächenden Beurteilung eines solch inakzeptablen Vorganges. Deshalb ist mir die Aussage „Eine Buchlesung wurde verhindert, aber das Buch ist ja schon erschienen, also kann ich da keine generelle Unterdrückung der Meinungsfreiheit erkennen.“ mehr als unverständlich.

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 09:43 
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Sein Unverständnis zu meinem letzten Beitrag aus zu drücken ist für mich keine Berechtigung etwas in den Beitrag rein zu interpretieren was ich so nie geschrieben habe. Um den Unterschied zwischen der Realität und einer Version zu erkennen brauch ich keine Hilfe aus dem Laberthread.
Auch das jemand hier seine eigenen Ansichten überprüfen will kann ich nicht erkennen. Die Verhinderung einer Buchlesung bedeutet für mich nicht eine generelle Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Anderen hier zu erzählen um was man sich ggf. Sorgen machen muss ist für mich kein Ansatz zu einer Diskussion, sondern einfach viel Worte ohne wirkliche Aussagekraft.

Hendrik77

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 10:20 
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Ich stelle mir manchmal die Frage, worum wird der Begriff " Meinungsfreiheit " so unterschiedlich betrachtet ?

Es sollte doch jedem klar sein, der sich nur ein klein wenig politisch orientiert ist, das Das Recht auf eine eigene Meinung und ihre Äußerung ist ein hohes Gut ist.
Es knüpft an das Recht auf Selbstbestimmung. Artikel 19 der UN-Menschenrechtscharta garantiert das Recht, sich frei jede Art von Informationen zu beschaffen und erteilt damit staatlicher Zensur eine Absage. Allerdings findet dieses Recht, wie andere auch, eine Beschränkung in der Beschneidung von Rechten anderer. Wer seine Meinungsfreiheit dazu nutzt, die Würde anderer zu verletzen oder zu Gewalt gegen sie aufruft, kann sich nicht auf das Recht berufen.

Nur da sind wir schon beim Thema, die Würde anderer zu verletzen oder zu Gewalt aufruft, oder sie ausübt, kann sich nicht auf dieses Recht berufen.
Wenn ich auf meine eigenen Erfahrungen zurück greife, erlebt man es im täglichen Leben wenn man auf diese Aktivisten oder aktive Gruppen trifft, wo schwerste Beleidigungen an der Tagesordnung
sind, wo man aber darauf beruft das man ja nur seine Meinung äußert.
Nur diese Gruppen haben an einem Austausch der Meinungen überhaupt kein Interesse so sehe ich das, denn das wird fast unmöglich wenn ich mein Gegenüber auf das schlimmste beleidige und dann diskutieren möchte, wie ich das sehe sind diese Menschen einfach nur frustriert, das sie es als legitim betrachten die Würde anderer zu verletzen, zu Gewalt (mitunter durch Nötigung ) aufrufen und diese auch selbst ausüben.


https://www.morgenpost.de/berlin/article226154323/Polizeieinsatz-gegen-Linksextreme-nur-mit-Chef-Erlaubnis.html

Zitat:
Auch bei Lebensgefahr muss der Vorgesetzte entscheiden

„Grundsätzlich ist vor dem gewaltsamen Eindringen in ein linkes Szeneobjekt der Sachverhalt zunächst der Behördenleitung zur Bewertung und Entscheidung auf dem Dienstweg vorzutragen“, heißt es in dem Schreiben.

Auch bei Gefahr für Leib und Leben oder bei Verfolgung auf frischer Tat müssen Beamte erst zum Funkgerät oder Telefonhörer greifen. Wenn eine Eilbedürftigkeit vorliegt, „obliegt die Entscheidung einer durch die örtlich zuständige Direktionsleitung festgelegten Dienstkraft des höheren Dienstes“, schreibt Slowik.
FDP kritisiert „Sonderrechte zur gemütlichen Flucht“

Der FDP-Abgeordnete Marcel Luthe warft dem Senat vor, Linksextremisten „Sonderrechte zur gemütlichen Flucht“ einzuräumen. „Weshalb dies ausgerechnet für linke Hochburgen gelten soll, ist angesichts der gleichzeitigen Verharmlosung linker Gewalt nicht nachvollziehbar“, sagte Luthe.


Um es noch mal klar zu betonen wie ich es sehe, der Staat ( Polizei ) muss das Recht haben gegen jegliche Art von Gewalt vorzugehen, egal aus welche politischen oder sonstigen Lager sie kommt, denn der Staat hat die Pflicht seine Bürger zu schützen.

P.S. Um nochmal darauf hinzuweisen, wir befinden uns im "Allgemeiner" Laberthread" über Dänen, Deutsche und die Welt"! :wink:

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 10:25 
25örefan hat geschrieben:
Es hat jeder das Recht gegen eine Veranstaltung zu demonstrieren, es kann aber nicht angehen, dass deshalb andere in ihrem Recht eingeschränkt werden, sich mit Ihrer Teilnahme für diese Veranstaltung auszusprechen oder mit der Teilnahme daran auch nur von ihrem Informationsrecht Gebrauch zu machen.
Sollten solche undemokratischen Aktionen egal von wem weiterhin ungehindert umsichgreifen, müssen wir uns alle wahrlich Sorgen um unsere demokratischen Errungenschaften wie z.B. auch unsere Meinungsfreiheit machen.
Die Verhinderung einer Buchlesung mit anschließender Diskussion bedeutet Unterdrückung der Meinungsfreiheit, und ist damit nicht zu dulden. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und auch keinen Grund zur abschwächenden Beurteilung eines solch inakzeptablen Vorganges.

Deinem Verständnis nach dürften dann auch nicht anläßlich einer angemeldeten Demonstration wie gestern in mehreren deutschen Großstädten (Bauerndemo) völlig unbeteiligte Menschen über Stunden daran gehindert werden, mit ihrem Auto in die Stadt zu fahren oder wieder hinaus und auch der ÖPNV zum Erliegen gebracht und dabei bewusst die notärztliche Versorgung sabotiert wird.


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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 10:27 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Die Verhinderung einer Buchlesung bedeutet für mich nicht eine generelle Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

Ob nun „ generell“ oder nicht, es gibt für die unsäglich undemokratische Handlungsweise keine Rechtfertigung.
Zum Glück beurteilen und kritisieren das andere demokratische Kräfte genau als das, was es ist, nämlich u.a. einen Angriff auf das verbriefte Recht der Meinungsfreiheit.
Zitat:
Scharfe Kritik übte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). „Aktionen, die ein gegenseitiges Zuhören und einen Austausch verhindern, sind ihrem Wesen nach undemokratisch“, sagte er der HAZ. Dirk Toepffer, CDU-Fraktionschef im Landtag, erklärte: „Wer Buchlesungen verhindert, begeht damit einen Rückfall in Zeiten von Willkür und Unterdrückung der Meinungsfreiheit.“
https://www.pressreader.com/germany/hannoversche-allgemeine/20191023/281522227868588
Hendrik77 schrieb

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 10:41 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Deinem Verständnis nach dürften dann auch nicht anläßlich einer angemeldeten Demonstration wie gestern in mehreren deutschen Großstädten (Bauerndemo) völlig unbeteiligte Menschen über Stunden daran gehindert werden, mit ihrem Auto in die Stadt zu fahren oder wieder hinaus und auch der ÖPNV zum Erliegen gebracht und dabei bewusst die notärztliche Versorgung sabotiert wird.

Die Demo war lange angemeldet, Hinweise zur bevorstehenden Problemen in der Verkehrssituation sind vorher bekannt gemacht worden, jeder konnte sich darauf vorbereiten und es wurde keine Gewalt angewendet. Es blieb also alles im Rahmen der demokratischen Spielregeln und die Oldenburger haben es auch nach meinen Beobachtungen vor Ort mehrheitlich gelassen hingenommen.
Die notärztliche Versorgung wurde keineswegs bewußt sabotiert, es wurden lediglich nicht notwendige Krankentransporte abgesagt.
Zitat:
Die Großleitstelle teilte mit, dass „nicht dringliche“ Krankentransporte bis zur „Entspannung der Lage“ nicht durchgeführt wurden.
NWZ, 23.Okt. 2019

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 11:32 
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Was alles durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist zeigt ja u.a. das Urteil im Fall Renate Künast. Ich sehe hier durch meine Meinungsäußerung auch keine Rechtfertigung für Straftaten und / oder Verletzung der Würde anderer Menschen. Wer sich auf welches Recht berufen kann wird im allgemeinen oder Einzelfall jedenfalls nicht hier entschieden.

Hendrik77

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 12:39 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Was alles durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist zeigt ja u.a. das Urteil im Fall Renate Künast.
Hendrik77

Du willst damit doch nicht im Ernst andeuten, dass derartige Anfeindungen ( s.u.) durch das Recht auf freie Meinungsäüßerung gedeckt sind, nur weil ein Gericht bisher so geurteilt hat, wobei dagegen inzwischen zudem rechtliche Schritte eingeleitet sind.
Ich möchte doch mal behaupten, dass dieser „ großzügige“ Maßstab des Gerichts selbst hier im Forum bei derartigen Kommentaren zu recht nicht angelegt werden würde.
Darum ging es:
Zitat:
Unbekannte hatten Künast unter anderem als „Stück Scheisse“ und „altes grünes Dreckschwein“ bezeichnet und noch drastischere und auch sexistische Posts geschrieben.
...Der Kommentar ,Drecks Fotze‘ bewegt sich haarscharf an der Grenze des von der Antragstellerin noch Hinnehmbaren.“ Künasts Anwalt Severin Riemenschneider zeigte sich nach der Gerichtsentscheidung fassungslos. „Für mich ist das eine klare Formalbeleidigung“, sagte er [Anwalt Künast] der „Berliner Morgenpost“.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umstrittene-entscheidung-urteil-gegen-kuenast-anwaelte-zeigen-berliner-richter-an/25062430.html?ticket=ST-47369663-W11ohO0Prf6ChgiaaZaK-ap4

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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 14:41 
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Solche Beleidigungen wie gegen Künast sind nach meiner Meinung nicht akzeptabel.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/gericht-haelt-vulgaere-poebelei-fuer-rechtmaessig-kuenast-will-gegen-urteil-zu-facebook-beleidigung-vorgehen/25031946.html

Zitat:
Kommentare durch Posting eines rechten Aktivisten ausgelöst

Auslöser der Kommentare, die zum Prozess führten, war ein mittlerweile gelöschter Post des rechten Netzaktivisten Sven Liebich vom 27. März, der sich auf einen „Welt“-Artikel beruft. Darin nahm er Bezug auf eine Debatte im Berliner Abgeordnetenhaus im Mai 1986.

Eine grüne Fraktionskollegin von Künast sprach damals zum Thema häusliche Gewalt, als ein CDU-Abgeordneter die Zwischenfrage stellte, wie sie zum Beschluss der nordrhein-westfälischen Grünen stehe, Geschlechtsverkehr mit Kindern zu entkriminalisieren.

Laut Bericht rief Künast dann dazwischen: „Komma, wenn keine Gewalt im Spiel ist.“ In seinem Facebook-Post hatte Liebich hat diese Aussage um „...ist Sex mit Kindern doch ganz ok“ ergänzt. Nach Auffassung des Berliner Landgerichts war dies zulässig: Da sich Künasts Zwischenruf ebenfalls im sexuellen Bereich befinde und erhebliches Empörungspotenzial berge, „ist die Kammer der Ansicht, dass die Antragstellerin als Politikerin sich auch sehr weit überzogene Kritik gefallen lassen muss“.


Auch die Begründung des Berliner Landgerichts, ist nach meiner Auffassung von Rechtsempfinden nicht akzeptabel.
Aber wie schon erwähnt wurde, hat Künast bereits Beschwerde gegen dieses Urteil eingereicht, nun wird man abwarten wie über die Beschwerde entschieden wird, denn wir leben ja so wie ich das sehe in einem Rechtsstaat.

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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 06:23 
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Ich habe hier aufgeräumt und weise darauf hin, dass persönliche Anfeindungen, Sticheleien und/oder Beleidigungen das nächste Mal mit einem Forumsurlaub belegt werden.
Buschchaot


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 11:20 
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https://fridaysforfuture.de/streiktermine/

Wer am Wochenende mit dem Auto unterwegs ist, der sollte vielleicht mal einen Blick auf den Link werfen, damit er nicht Freitags eine Überraschung erlebt, denn die Mädchen und Jungs von
Fridays for Future, werden auch an diesem Freitag ihre Streikaktionen fortsetzen, wie in der Liste zu erkennen ist, sind Abends auch Laternenumzüge geplant, was zu Straßensperrungen führen
wird.

Mit ein klein bisschen Planung, wird man wenn man die Streiktermine beachtet, bestimmt nicht im Stau stehen oder längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Zu einem anderen Thema.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article202404208/Wolfgang-Schaeuble-kritisiert-Stoerung-von-Bernd-Luckes-Vorlesung.html

Zitat:
„Meinungsfreiheit sichert nur, wer sie konsequent anwendet“


Immer öfter werden Politiker am freien Sprechen gehindert. Eine Lesung des Abgeordneten de Maizière wurde von vermummten Linken blockiert. Die Vorlesung von Ex-AfD-Chef Bernd Lucke musste wegen Protesten bereits zum zweiten Mal abgebrochen werden.

Quelle: WELT

Erst wurde Bernd Luckes Vorlesung in Hamburg gestört, dann Thomas de Maizières‘ Lesung in Göttingen verhindert. Politiker wie Wolfgang Schäuble kritisieren das scharf – und fordern einen fairen Umgang mit anderen Meinungen.

Nach gestörten Auftritten von Politikern hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble einen fairen Umgang mit anderen Meinungen gefordert. „Die Redefreiheit wird unter Verweis auf die Political Correctness eingeschränkt, wenn ein selbsternannter demokratischer Mainstream darüber befindet, was diskutiert werden darf und was nicht“, sagte Schäuble der „Bild“.

Er erklärte weiter: „Meinungsfreiheit sichert nur, wer sie konsequent anwendet, das heißt: andere, womöglich sogar abwegige Meinungen auszuhalten, mit ihnen fair umzugehen und in einen sachorientierten, produktiven Streit zu treten.“


Den Worten von Wolfgang Schäuble braucht man kaum etwas hinzu zufügen, denn was geschehen kann wenn man die Meinungsfreiheit versucht zu unterdrücken, zeigt uns unsere eigene
Vergangenheit, das sollte meiner Meinung niemals jemand vergessen.


Aber etwas zum Nachdenken, oder wer darüber schmunzeln möchte, habe ich noch.

http://debeste.de/100954/Kinder-sind-wie-Boote-Sie-m-ssen-weg-gehen-und-ihre

Wenn man die Worte dieses Links beherzigt, gibt es meiner Meinung überhaupt keinen Generationenkonflikt, denn es gibt den Respekt untereinander, der in einer Familie sehr wichtig ist.

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