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 Betreff des Beitrags: Deutsche vs. Dänische Delikatessen
BeitragVerfasst: 18.10.2017, 20:48 
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Beiträge: 701
Hejsaa

https://www.fla.de/wp/dailys/10-sammenl ... n-favorit/


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BeitragVerfasst: 18.10.2017, 21:24 
Na, da hat aber jemand schlecht recherchiert! Laugensemmel- oder Brezel werden bei uns neben den normalen Brötchen verkauft. Das abgebildete „dänische“ Mohnbrötchen ist auch bei uns völlig normal. Laugensemmel führen zumindest in meiner Heimat Norddeutschland eher ein Schattendasein. Der Bäcker mit der größten Brötchenauswahl in meinem Heimatort bietet an die 20 verschiedenen Brötchensorten. Davon sind bestenfalls 3 Brötchen aus Laugenteig. Im Süden Deutschlands sind Laugenteigwaren zwar häufiger anzutreffen, das Frühstücksbrötchen ersetzt aber auch dort eine Laugenbretzel nicht.
Zumindest bei den Brötchen ist der Vergleich Dänemark/Deutschland so nicht richtig.


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BeitragVerfasst: 19.10.2017, 10:59 
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Beiträge: 2348
Wohnort: Vestjylland
Ja, der Vergleich hinkt, da für Deutschland nur Gerichte aus der süddeutschen Küche genommen wurden.
Deutschland ist kulinarisch regional sehr verschieden, während in DK die "Nationalgerichte" landestypisch sind und es kaum regionale Unterschiede gibt bei den traditionellen Gerichten.

Aber irgendwie ist das typisch, andere Länder setzen D oft gleich mit Bayern, was mich als Preußin immer wieder ärgert. :wink:


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BeitragVerfasst: 19.10.2017, 18:40 
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Beiträge: 32
Wohnort: Broager/ Dänemark
Ich habe ihm Rahmes des Østerfestival auf Fanø diese Woche Austern probiert und war positiv überrascht. Definitiv eine dänische Delikatesse.

_________________
Schau mal auf meinem Dänemarkblog vorbei: http://www.letshygge.com


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 09:58 
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Registriert: 13.06.2017, 09:28
Beiträge: 19
Ich glaube mittlerweile ist eh alles Multikulti.
Denke das zur Deutschen Küche auch viele andere internationale Küche Einfluss genommen haben, genau so wie andersrum.
Man bedenke nur die Entwicklung des Döners.


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 10:33 
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Registriert: 24.05.2013, 07:11
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Wohnort: Berlin
Zursalmared hat geschrieben:
(...) zur Deutschen Küche auch viele andere internationale Küche Einfluss genommen haben(...)
Man bedenke nur die Entwicklung des Döners.

Wie, gibt's den jetzt mit Eisbein- und Sauerkrautfüllung?
Dat wär mal deutsch!!!
In Dänemark heißt der dänische Döner demnach "Fransk Hotdog"! :mrgreen:
Das nenne ich mal international!


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 11:58 
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Registriert: 04.06.2008, 07:56
Beiträge: 91
Wohnort: Südniedersachsen
Ronald, sei vorsichtig, welche Geister du da rufst ... Auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt gibt es allen Ernstes einen Bayern-Döner; ich glaube, der ist mit Leberkäse und Krautsalat. (Hab ihn noch nicht probiert.)

Ich hoffe, dass die regionalen Unterschiede noch lange erhalten bleiben, und freue mich jedes Mal auf das Einkaufen in DK.


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 12:42 
Der Begriff „nationale“ Spezialitäten und Delikatessen gehört m.E. neu definiert. Von der jungen Generation kennt doch noch kaum jemand Eisbein mit Sauerkraut, Steckrüben mit Ochsenschwanz, Labskaus, Graupensuppe, Kohlroulade, Brotsuppe, Himmel und Erde mit Blutwurst und Hackgrütze und viele Leckereien mehr. Grünkohl mit Pinkel, Kochwurst und Kasseler ist zumindest im Norden der Republik noch bekannt. Aber nur, weil bei den berühmt –berüchtigten Kohlfahrten oft der Verstand weggesoffen wird.

Nun ja, Delikatessen oder kulinarische Spezialitäten in Dänemark? Mir sind da noch keine so richtig aufgefallen. Vielleicht sind die ja auch in Vergessenheit geraten? Austern zumindest sind nicht speziell dänisch. Die werden zumindest in den Anrainerstaaten vom Atlantik, der Nord- und Ostsee überall gern verzehrt. Seitdem sich die eingeschleppte pazifische Auster an Nordeuropas Küstenregionen gerade explosionsartig vermehrt ist auch dieses Schalentier keine echte Spezialität mehr. Und sonst? Wer sich in Dänemark in einem Kro, in dem gern die Einheimischen speisen überraschen lassen möchte und dem Wirt sagt, dass er etwas typisch dänisches essen möchte bekommt wahrscheinlich Rotkohl mit Rind- und Schweinbraten und Kartoffeln aufgetischt. Damit kann man sicher häufig eine Wette gewinnen.

Was bleibt ist der Hot Dog. Aber was ist daran so dänisch? Die unnatürlich rot gefärbten Pølser kommen jedenfalls zum größten Teil von Danish Crown bzw. Tulip in Oldenburg (Niedersachsen), nachdem die dafür verarbeiteten Schweine einen letzten Ausflug im Viehtransporter von DK nach D. unternahmen. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass in den weltweiten Filialen von Ikea mehr von diesen Dingern verzehrt werden als in ganz Dänemark. Also ist der Hot Dog auch nur die Kopie einer schwedischen Spezialität.

Fazit: Vielleicht sollte wir nicht immer so nationalistisch denken, zumal ja auch die rustikalen braunen Eichentische, die im Jagdhausstil gefertigte Lampe über dem Tisch und der ausgestopfte Eberkopf an der Wand in unseren Restaurants längst verschwunden sind und häufig ungemütlichen Bistrotischen Platz machen, damit die Gäste nicht so lange in der Gaststätte abhängen währenddessen sie zuhause aus Kostengründen die Heizung runter gestellt haben.
Essen wir doch einfach europäisch. Grünkohl mit Döner, Bifteki und Spaghetti, wahlweise Pommes beispielsweise.


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 15:34 
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Registriert: 04.06.2008, 07:56
Beiträge: 91
Wohnort: Südniedersachsen
Die Formulierung "Vielleicht sollte[n] wir nicht immer so nationalistisch denken" finde ich seltsam. Ich esse gern abwechslungsreich und freue mich, wenn etwas gut zubereitet ist. Wenn ich ihn DK bin, möchte ich keine (evtl. nur mittelmäßige) Pizza essen. Natürlich kann man sich über den Begriff "Delikatessen" streiten, wenn man denn unbedingt möchte, aber mir ist auch nicht klar, was daran verwerflich ist, wenn die regionale Spezialität aus Schweinefleisch und Rotkohl besteht.

Ich habe an einer unscheinbaren Imbissbude in Sorø vor Jahren mal ein traumhaftes Ribbensandwich gegessen (das Fleisch kam gerade aus dem Ofen), das smørbrød im Museumscafe der Ny Carlsberg Glyptotek ist sehr zu empfehlen, in Tønder gibt's einen Bäcker, der wahnsinnig gute Kekse/Plätzchen macht, der Hornhecht, den's im Mai in Slagelse direkt am Hafen gibt, war super (und alles andere dort auch) - vor allem, wenn's dann auch noch nye kartoffler dazu gibt - und auch die Flødeboller können mich immer wieder locken. Ja, das ist alles rustikal, alles keine Haute Cuisine, aber wenn es gut gemacht ist, ein Gedicht.

Ich finde es auch spannend, dass einige Dinge trotz ähnlicher Zutaten anders schmecken, einen anderen Stil haben. Manchmal trifft es meinen Geschmack gar nicht (der dän. Grünkohl mit Sahne und Zucker ist mir ein Graus!), aber häufig finde ich die Kombination von süß und herzhaft sehr reizvoll und die Ernsthaftigkeit, mit der das richtige "tilbehør" und die richtige Reihenfolge festgelegt werden, sehr charmant. (Zu den dänischen Spezialitäten, die ich in mein Repertoire aufgenommen habe, gehören übrigens Brune Kager, eingelegte rote Beete aus einem Weihnachtskochbuch, ein sehr besonderer, recht süßer Rotkohlsalat und süß-sauer-scharf eingelegter Rhabarber (isst man zu kaltem Braten oder zu Käse) - und alle Rezepte musste ich schon x-mal weitergeben ...)


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 18:05 
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Registriert: 05.06.2011, 13:43
Beiträge: 3978
Wohnort: Hvergelmir
Mal wieder OT.

Also ich kenne keinen, der aus Heizkostengründen in einer
Gaststätte oder Restaurant "abhängt".
Mag sein, dass diese Erfahrungswerte mehr den eigenen Gepflogenheiten
geschuldet sind.
Ende OT.

Ich glaube das Möpkenbrot und Panhas sind so Spezialitäten aus dem Ruhrgebiet.
Habe ich auf Speisekarten ausserhalb Westfalens noch nie entdeckt.

Detlef

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Schmeichler sind wie Katzen,
vorne lecken, hinten kratzen.

Wenn jeder Scheinheilige wie eine 60-Watt-Birne leuchten würde, könnte man nachts nicht mehr ohne Augenbinde schlafen.


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 19:27 
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Hinnerk hat geschrieben:
Der Begriff „nationale“ Spezialitäten und Delikatessen gehört m.E. neu definiert. Von der jungen Generation kennt doch noch kaum jemand Eisbein mit Sauerkraut, Steckrüben mit Ochsenschwanz, Labskaus, Graupensuppe, Kohlroulade, Brotsuppe, Himmel und Erde mit Blutwurst und Hackgrütze und viele Leckereien mehr. Grünkohl mit Pinkel, Kochwurst und Kasseler ist zumindest im Norden der Republik noch bekannt. Aber nur, weil bei den berühmt –berüchtigten Kohlfahrten oft der Verstand weggesoffen wird.

Einiges von dem was du aufzählst sind regionale dt. Spezialitäten, z.B Labskau oder Grünkohl mit Pinkel & Co, beides hat in Süddeutschland noch nie Tradtion. Himmel und Erde ist ein traditionelles rhein., westfäl niedersächs., und schlesisches Gericht, da pauschal zu behaupten, dass sei in Vergessenheit geraten nur weil es nicht in ganz D bekannt ist, halte ich für falsch.

Und der Trend zu veget. und veganer Ernährung hat auch die Graupe wieder aus der Versenkung geholt und die Kohlrouladen, wenn auch nicht zwingend mit klass. Füllung auf die Teller zurück gebracht.

Ich halte die Verwendung des Begriffes nationale Spezialität insofern für problematisch, weil es sich meistens um regionale Spezialitäten handelt. Manches wird halt nur von außen gern als bspw. typisch deutsch betrachtet und dann wird es fälschlicherweise als nationale Spezialität betrachtet.

_________________
Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
Gabriel Laub, poln.-dt. Schriftsteller 1928-1998

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.
Franz Grillparzer, öster. Dramatiker 1791-1872


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BeitragVerfasst: 21.11.2017, 19:58 
mieke hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
Einiges von dem was du aufzählst sind regionale dt. Spezialitäten, z.B Labskau oder Grünkohl mit Pinkel & Co, beides hat in Süddeutschland noch nie Tradtion. Himmel und Erde ist ein traditionelles rhein., westfäl niedersächs., und schlesisches Gericht, da pauschal zu behaupten, dass sei in Vergessenheit geraten nur weil es nicht in ganz D bekannt ist, halte ich für falsch.

Das habe ich so auch nicht gesagt sondern:
Zitat:
Von der jungen Generation kennt doch noch kaum jemand Eisbein mit Sauerkraut, Steckrüben mit Ochsenschwanz, Labskaus, Graupensuppe, Kohlroulade, Brotsuppe, Himmel und Erde mit Blutwurst und Hackgrütze und viele Leckereien mehr.

Ich denke, das ist ein Unterschied. Ja, die genannten Gerichte sind teils regionale Gerichte, die nicht überall in Deutschland bekannt sind. So gesehen ist es tatsächlich nicht richtig, von nationalen Gerichten zu sprechen. Also sprechen wir besser von regionalen Delikatessen oder Spezialitäten. Und da meine ich, dass da diese alten Gerichte, die Oma noch kochte langsam von immer mehr Tellern verschwinden da sie zunehmend unbekannt werden. Ich nannte da ja als Beispiel Steckrüben mit Ochsenschwanz. In meiner Kindheit und auch noch als junger Erwachsener war es kein Problem, beim Schlachter um die ecke einen Ochsenschwanz zu bekommen. Und heute: Da muss der bestellt werden und kommt dann am nächsten oder übernächsten Tag.
Das mag jetzt ein etwas exotisches Beispiel sein, zeigt aber doch auch, dass sich die Geschmäcker und Vorlieben im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.


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BeitragVerfasst: 22.11.2017, 02:00 
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Das dänische Nationalgericht ist "Stegt flæsk med persillesauce" Stegt flæsk ist man u.a. traditionell am Wahlabend, dann wird es "valgflæsk" genannt. So auch heute wieder.(laut Uhrzeit schon gestern)

Varm leverpostej ist auch typisch dansk.

Meine Oma hat früher oft Lungenhaschee gekocht, ich fands lecker, wie alle Innereien, heute kennt das kaum noch jemand.


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BeitragVerfasst: 22.11.2017, 10:31 
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Kathrine hat geschrieben:
... der Hornhecht, den's im Mai in Slagelse direkt am Hafen gibt, war super ...


Da hab ich Mist geschrieben - in Korsør natürlich, Slagelse wurde nicht ans Wasser verlegt. :wink:


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BeitragVerfasst: 22.11.2017, 14:46 
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@Hinnerk
Wenn man den Satz für sich nimmt, hast du zweifelsohne recht, im Zusammenhabg des gesamten Absatze in dem er steht, ensteht für den Leser meiner Meinung nach eine andere Aussage, daher meine Reaktion.imho

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