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BeitragVerfasst: 29.04.2018, 14:46 
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DjM:
Zitat:
Wie die wissenschaftlichen Studien aus verschiedenen Teilen der Erde belegt haben, kann die Bejagung der Wölfe keine Nutztierrisse verhindern - auch nicht in Schweden. Sie ist lediglich ein Geschenk an die Jagdlobby, die offenbar großes Vergnügen am Hobby-Schießen auf Wölfe empfindet.

Die Kritik an den o.g. Studien ist hier von mir bereits gepostet worden.
Und zudem:
Weniger Wölfe ==> weniger Nutztierisse.
Und was die Jäger anbelangt, wird mit zweierlei Maß gemessen.
Beim Wolf kritisiert, wird Ihnen zwecks Dezimierung zur Bestandsregulierung von Waschbär und Wildschwein das „Vergnügen“ gern gegönnt. :shock:

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BeitragVerfasst: 29.04.2018, 15:08 
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25örefan hat geschrieben:
Und was die Jäger anbelangt, wird mit zweierlei Maß gemessen.
Beim Wolf kritisiert, wird Ihnen zwecks Dezimierung zur Bestandsregulierung von Waschbär und Wildschwein das „Vergnügen“ gern gegönnt. :shock:

Wen meinst du mit "wird ihnen"? Hoffentlich nicht mich und eine große Zahl von Gleichgesinnten. :wink:

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BeitragVerfasst: 29.04.2018, 16:07 
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Zumal ich mal vorsichtig behaupten möchte, dass man die Population der Wölfe nicht mit der von Waschbären oder Wildschweinen vergleichen kann. :roll:

Und ich für mich möchte mich vom Wort gönnen distanzieren.
Ich gönne ausdrücklich keinem Jäger das Vergnügen (völlig gleich, um welches Tier es geht). Weil das Töten in meinen Augen kein Vergnügen sein darf und weil es inzwischen oft nur um Status und Profit geht, nicht mehr um Regulierung des Wildbestandes.


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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 00:01 
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DR hat jetzt das Video veröffentlicht, wo man sieht, wie der Wolf erschossen wurde.
In dem Artikel beschreiben die beiden Naturfotografen das Erlebnis.
https://www.dr.dk/nyheder/indland/oejenvidne-til-ulvedrab-jeg-kan-stadig-se-mig-hvordan-ulven-flyver-hen-ad-marken

Die beiden haben seit dem frühen morgen dort gefilmt und schildern den ganzen Verlauf, mit mehreren Videos hier: https://www.dr.dk/nyheder/indland/ulvedrabet-det-skete-der-i-timerne-foer-og-efter-nedskydningen

Gerüchteweise handelt es sich bei dem Mann im Traktor um einen Folketingskandidaten, der schon mehrmals als Wolfsgegner in den Medien war und bei dem Schützen um seinen Vater, den er angerufen hatte. Es gibt auch ein Video vom Traktorfahrer, wie er den Wolf mitdem Traktor über den Acker jagt.


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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 15:57 
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Danke, dina, für die Links.

Ich gehe mal davon aus, dass der Tatverdächtige ein Legalwaffenbesitzer ist, denn von Ermittlungen wegen unerlaubtem Waffenbesitzes ist ja nicht die Rede. Auch bei uns in Niedersachsen wurde Anfang April ein Wolf illegal erschossen.

Zitat:
In dem Kadaver des toten Rüden ist demnach ein Teilmantelgeschoss gefunden worden - typische Jagdmunition heißt es vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Naturschutz (NLWKN). Die Polizei in Lüchow versucht nun den Täter zu ermitteln.

NDR, 12.04.2018: Wolf wurde mit typischer Jagdmunition erschossen https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ng926.html

NDR, 06.04.2018: Wolf im Wendland erschossen https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f3416.html


Seit 1990 war allein in Deutschland in 33 Fällen tot aufgefundener Wölfe eine illegale Tötung ursächlich - wobei die Dunkelziffer wesentlich höher sein dürfte, da das berühmte "Schießen, Schaufeln, Schweigen" oder auf dänisch "skyd, grav, ti" ja ganz ungeniert in den sozialen Medien propagiert wird.

Wenn aber ausgerechnet Menschen, die sich in durchaus beachtlicher Zahl weigern, unsere Gesetzgebung anzuerkennen und Selbstjsutiz für eine Art Grundrecht halten, legal Waffen besitzen dürfen und auch deren Verbände sich nicht immer deutlich und mit Ausdruck gegen solche Taten abgrenzen, ist es überfällig, dieses Treiben gesellschaftlich, politisch und juristisch trocken zu legen.

Wir überlassen den Kinder- und Jugendschutz politisch ja auch nicht den Pädophilen, weil diese sich für ausgewiesene Experten für dieses Thema halten. Auf diesem Feld, wo die Neigungen des einen die Rechte des anderen derart einschränken, ja gar zerstören, sind keine Kompromisse zu Ungunsten der Opfer denkbar.

Das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund ist zu Recht ein Straftatbestand nach dem Tierschutzgesetz, das auf jeden Normalbürger Anwendung findet, zum Schutz der Tiere. Der juristisch überhaupt nicht klar definierte Ausnahmegrund "im Namen der waidgerechten Ausübung der Jagd" schafft einen Freibrief für Tierleid und Tierqualen, für die sich jeder Normalbürger vor Gericht verantworten müsste.

Wenn dann auch noch so kaltschnäuzig zur Schau gestellt wird, dass man sich über die demokratische Gesetzgebung erhaben fühlt und nach eigenem Belieben z. B. Wölfe über den Haufen schießt, ist das Fass mehr als übergelaufen.

25örefan hat geschrieben:
Die Kritik an den o.g. Studien ist hier von mir bereits gepostet worden.


Die Kritik an einer Studie ist von Dir gepostet worden. Die anderen Studien betreffend, die zu dem gleichen Ergebnis kommen, hattest Du bislang keine Antwort. Siehe Seite 37, unser Kommentar vom 12.04.2018, 14:37 Uhr und 16:19 Uhr. Da haben wir es genau erklärt, mit Quellenangabe.

25örefan hat geschrieben:
Weniger Wölfe ==> weniger Nutztierisse.


Das ist Unfug. Die Zahl der Nutztierrisse korreliert mit Art und Qualität der Herdenschutzmaßnahmen, nicht mit der Zahl der Wölfe.
Beispiele aus Deutschland:

In den Landkreisen Diepholz und Vechta hat eine einzelne Wölfin (die sogenannte "Barnstorfer Fähe") 10 Mal so viele Nutztiere gerissen wie in Sachsen durchschnittlich ein ganzes Rudel. Die betroffenen Nutztiere waren zu 98% ungeschützt. Mit der flächendeckenden Ausweitung und Verbesserung der Herdenschutzmaßnahmen sind die Risszahlen dort deutlich zurückgegangen, obwohl "Goldie", wie die Wölfin auch genannt wird, mittlerweile ein ganzes Rudel gegründet hat.

Dass eine Bejagung die Zahl der Nutztierrisse nicht senkt, kannst Du in der niedersächsischen Rissstatstik für den Landkreis Cuxhaven nachlesen: Nachdem die Mutterfähe illegal erschossen und der Vaterrüde verschwunden wurde, ist die Zahl der Risse drastisch angestiegen - genau wie es in den wissenschaftlichen Studien beobachtet wurde. Waren zuvor pro Jahr 1 bis maximal 9 Übergriffe durch Wölfe registriert worden, waren es im Jahr nach dem Verlust der Elterntiere 36 Übergriffe (genaue Zahlen und Zeiträume siehe Seite 37, unser Kommentar vom 12.04.2018, 16:19 Uhr.

25örefan hat geschrieben:
Und was die Jäger anbelangt, wird mit zweierlei Maß gemessen.
Beim Wolf kritisiert, wird Ihnen zwecks Dezimierung zur Bestandsregulierung von Waschbär und Wildschwein das „Vergnügen“ gern gegönnt.


Wie Hinnerk schon angemerkt hat, definiere doch bitte mal, wer den Jägern das "Vergnügen" "gern gönnt", Waschbären und Wildschweine zu töten? Auch hier: Die Bejagung geschieht aus Tradition und zu Freizeitzwecken, aber nicht, weil sie nach modernen wildbiologischen Erkenntnissen geboten wäre. Der Widerspruch beginnt mit der "Hege" (u. a. dem Füttern) auch dieser Wildtiere, um sie zu "bewirtschaften" (Jägersprech) und endet mit der Unvereinbarkeit dieser Art der "Regulierung" mit den modernen wildbiologischen Erkenntnissen, nach denen beispielsweise eine verstärkte Wildschweinbejagung mit einer Erhöhung der Populationen einhergeht (Servanty-Studie) oder die generelle Waschbärenbejagung ohne Sinn und Verstand ist, da die angebliche Schadwirkung dieser Generalisten auf das Niederwild (wieder Jägersprech) wissenschaftlich überhaupt nicht haltbar und eine Dezimierung oder gar Ausrottung weder möglich noch beabsichtigt ist, womit wir wieder beim Tierschutzgesetz und dem Töten von Tieren ohne Grund wären.

Für Interessierte seien hier mal die Ausführungen des Leiters des Nationalparks Müritz empfohlen. Die umfangreichen Studien finden sich z. B. auf der Website http://www.projekt-waschbaer.de.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 65662.html

Aber nochmal zurück zu dem erschossenen Wolf: Vielleicht hilft es der eigenen Empathie ja auf die Sprünge, wenn man sich anstelle des Wolfes im Todeskampf mal den eigenen Hund vorstellt, der da gerade von einem Jäger eiskalt und ungerührt erschossen wird. In dem von dina verlinkten Video ist der Todeskampf ja eindrucksvoll belegt.

Wer die drastischen Bilder nicht anschauen will, liest das Leid vielleicht lieber in einem Zitat aus "Beckmann", in dem der Todeskampf eines illegal geschossenen Wolfes im Landkreis Lüchow-Dannenberg geschildert wird:

Zitat:
"Das Tier war bereits an der Pfote verwundet, als er zum ersten Schuss ansetzte. Die Kugel zerfetzte die Wirbelsäule. Eine weitere dessen Nase. Nach vier Stunden bemerkte der Jäger, dass der Wolf noch immer lebte, erst dann tötete er das Tier mit einem Schuss ins Herz."

ARD, Beckmann, 07.09.2015 http://programm.ard.de/TV/Programm/Send ... 5436557178


Oder Landkreis Görlitz:

Zitat:
"Das Geschoss erwischte ihn nicht in Kopf oder Herz, dann wäre er sofort tot gewesen. Es traf ihn im Bauch. (...) "Und hier sieht man, wie er ins Moos gebissen hat... im Todeskampf. Da wird er sich lang gequält haben."

ZDF, Planet E., 16.08.2015


Das wünscht man sich nicht, dass sowas dem eigenen Hund widerfährt, oder? Passiert in Deutschland aber auch regelmäßig und wird gesetzlich unter dem Begriff des "Jagdschutzes" mitgetragen.


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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 17:07 
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Emotionale Ansprache kommt immer gut, aber nicht wenn mit zweierlei Maß gemessen wird.
Der Todeskampf (an z.B. herausgerissenes Gedärm langsam verendent) der gerissenen Nutztiere zählt wohl nicht.
Der Vergleich Jäger/Pädophile betreffs Expertentum ist einfach nur geschmacklos und disqualifizierend und genauso absurd wie zu bestreiten, dass weniger Wölfe nicht auch weniger (Nutztier-) Risse bedeutet bedeuten.
Es gäbe zu obigen Aussagen noch einiges zu entgegnen, aber wie soll auf dieser Ebene eine Diskussion zu etwas führen?

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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 17:55 
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Zitat:
Die Kritik an einer Studie ist von Dir gepostet worden. Die anderen Studien betreffend, die zu dem gleichen Ergebnis kommen, hattest Du bislang keine Antwort. Siehe Seite 37, unser Kommentar vom 12.04.2018, 14:37 Uhr und 16:19 Uhr. Da haben wir es genau erklärt, mit Quellenangabe.

Wenn Ihr das anders seht, warum nicht.
Jeder andere kann das ebenfalls selbst für sich entscheiden und zu der gleichen oder einer anderen Meinung gelangen. Man lese dazu meinen Beitrag vom 11.04.2018, 21:57 und entscheide selbst.

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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 18:29 
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https://web.de/magazine/panorama/bad-wildbad-40-tote-schafe-wolf-attacke-bild-grauens-32942408

Naja. Die Bilder sind auch nicht viel besser....

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Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.


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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 18:31 
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"Herausgerissenes Gedärm langsam verendend" ist jetzt ... genau was? Sachlich? Nicht emotional?

Der Wolf tötet nicht aus Langeweile, zu Hobbyzwecken, aus Jux, zu Kompensationszwecken anderer Defizite oder für das eigene Geltungsbedürfnis, sondern um zu überleben. Seine Optionen und Alternativen der Nahrungsauswahl betreffend sind im Gegensatz zu uns Menschen eher eingeschränkt. Und dort, wo es Nutztierhalter ihm besonders einfach machen, kann er auch nicht unterscheiden, ob es sich aus menschlicher Sicht nun schickt oder nicht, das Angebot anzunehmen.

"Herausgerissenes Gedärm langsam verendend" ist weder bei der Art der Tötung noch in der Häufigkeit die Regel (Nutztiere machen 1,1% Nahrungsanteil der Wolfsnahrung aus) - und das Risiko hierfür ließe sich durch adäquaten Herdenschutz minimieren. Wie wir in Cuxhaven sehen, führt selbst der Abschuss eines Teils des Rudels nicht zu dem gewünschten Ergebnis ("Weniger Wölfe ==> weniger Nutztierisse"), sondern sogar zum Gegenteil, ganz wie es auch wissenschaftlich beobachtet und dokumentiert wurde.
So verwundert es auch nicht, dass auf diesem Feld außer der Bezeichnung "absurd" von Deiner Seite keinerlei Argument mehr folgt.

Am 11.04.18 gibt es keinen Eintrag von Dir um 21:57. Wenn Du den um 20:57 meinst, so steht dort auch nichts anderes als die Kritik an einer einzigen Studie. Was ist mit den anderen Studien? Der Jagdfunktionär, den Du zitiert hast, propagiert: "Wo immer sich Wölfe an geschützten Nutztieren vergreifen, werden sie geschossen." Er bezeichnet das als "vernünftiges Regulativ", weil- Achtung - "die „Wolfsfamilie“ sehr wohl bemerkt, wann und wo ein Rudelmitglied auf der Strecke blieb".

Das hat in Cuxhaven auch - Achtung Ironie - super funktioniert, wo die Zahl der Risse pro Jahr nach dem Abschuss und dem Verschwundenwerden der Elterntiere von einem bis maximal 9 plötzlich sprunghaft auf 36 angestiegen ist. Man kann sich den Fakten einfach verweigern - Glaubwürdigkeit gewinnt man dadurch aber nicht.

Zurück zu den illegalen Abschüssen:
Die Gesellschaft und in Folge der Gesetzgeber haben den Legalwaffenbesitzern einen hohen Vertrauensvorschuss eingeräumt, der nicht selbstverständlich ist. Wenn jemandem jetzt ein demokratisch beschlossenes Gesetz nicht passt und er sich mittels der legalen Waffen eine Art eigenens Parallelrecht schafft, um seine Minderheiteninteressen zu verfolgen, ist das Vertrauen verspielt. Dann gehört das Jagdsystem, das solche Wildwest-Darbietungen ermöglicht, gesellschaftlich und politisch auf den Prüfstand.

Welche Vergleiche Dir jetzt genehm sind oder nicht, ist unerheblich, denn es gäbe ja Beispiele genug. Sollen geschwindigkeitsliebende Autoraser Tempolimits festlegen und über das Strafmaß von Geschwindigkeitsübertretungen entscheiden? Sollen Hersteller von Agrarchemikalien Pestizidgrenzwerte für Nahrungsmittel festlegen? Soll die Pharmabranche die Leitlinien für die medikamentöse Behandlung von Krankheiten bestimmen? Es geht immer um Interessen, die die Rechte der anderen empfindlich berühren und selten vom Wunsch zum allgemeinen Wohl von Mensch, Natur und Umwelt motiviert sind.

Den Bock zum Gärtner zu machen, dient eben nur dem Bock und nicht dem Garten.


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BeitragVerfasst: 30.04.2018, 20:02 
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Zitat:
Welche Vergleiche Dir jetzt genehm sind oder nicht, ist unerheblich, denn es gäbe ja Beispiele genug. Sollen geschwindigkeitsliebende Autoraser Tempolimits festlegen und über das Strafmaß von Geschwindigkeitsübertretungen entscheiden? Sollen Hersteller von Agrarchemikalien Pestizidgrenzwerte für Nahrungsmittel festlegen? Soll die Pharmabranche die Leitlinien für die medikamentöse Behandlung von Krankheiten bestimmen? Es geht immer um Interessen, die die Rechte der anderen empfindlich berühren und selten vom Wunsch zum allgemeinen Wohl von Mensch, Natur und Umwelt motiviert sind.

Ich bin ein großer Freund von Vergleichen, aber Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen zu unterstellen :shock: ???
Und dannn lassen wir doch lieber die Naturschutzindustrie bestimmen, bei der wird ja unbesehen und von vornherein vorausgesetzt, dass sie mit seinem Wunsch zum nur allgemeinen Wohl von Mensch, Natur und Umwelt alles richtig macht.
Da wird der Natur freien Lauf gelassen, ob das heute in unsereren Kulturlandschaften noch möglich ist oder nicht.
Wie hier:
DAS VORZEIGEPROJEKT IM NIEDERLÄNDISCHEN RESERVAT OOSTVAARDERSPLASSEN:
http://www.outfox-world.de/blog/das-horror-reservat-im-ijsselmeer.html
...und wenn‘s dann doch nicht passt, wird´s passend gemacht:
Zitat:
Zum Beispiel bei den Gänsen, die auch im Reservat Oostvaardersplassen so prächtig heranwachsen: Sie werden durch staatliche Schädlingsbekämpfer massenhaft in der Mauser vergast, seit die Tierrechtler ein weitgehendes Jagdverbot durchgesetzt haben.

Hauptsache keine Jagd und keine Jäger.
Unsere Kulturlandschaften sind von Bewirtschaftung geprägt. Ein Urzustand, in dem sich alles ohne Eingriff des Menschen reguliert, wird es solange letzterer noch existiert nicht mehr geben.
Wer sich für den Wolf einsetzt, wird auf Dauer nicht ohne Kompromisse tun können. Eine ungebremste, unregulierte Ausbreitung wird es nicht geben.
Wer nicht zu Kompromissen bereit ist und daran glaubt, dass die Gleichung weniger Wölfe=>weniger Beeinträchtigungen, weniger Nutztierrisse nicht aufgeht, wird, je nach Mehrheitsverhältnissen oder Durchsetzungskraft von Interessen in unserer Gesellschaft möglicherweise schmerzhaft erfahren müssen, dass auf alle Fälle die Gleichung keine Wölfe=>keine Beeinträchtigung aufgeht. Für mich und im Interesse der Wölfe hoffe ich, dass dies nicht geschieht.

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BeitragVerfasst: 01.05.2018, 10:42 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Danke, dina, für die Links.

Ich gehe mal davon aus, dass der Tatverdächtige ein Legalwaffenbesitzer ist, denn von Ermittlungen wegen unerlaubtem Waffenbesitzes ist ja nicht die Rede.


Nein, aber es ist verboten, mit einer geladenen Waffe rumzufahren und aus dem Auto zu schießen.
Der besagte Folketingskandidat hat sich nach der Veröffentlichung jetzt aus der Politik zurückgezogen (was für ein Verlust :mrgreen: ) aber bestreitet, seinen Vater angerufen zu haben, was sehr stark zu bezweifeln ist.
Die Ausrede Notwehr ist durch die Aufnahmen eindeutig entkräftet.
Zwei erwachsene Männer in Traktor und Auto, wohingegen die zwei Naturfotografen ganz ungeschützt,angstfrei und unbehelligt in nächster Nähe schon stundenlang die Wölfe gefilmt hatten.


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BeitragVerfasst: 01.05.2018, 12:49 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Wie Hinnerk schon angemerkt hat, definiere doch bitte mal, wer den Jägern das "Vergnügen" "gern gönnt", Waschbären und Wildschweine zu töten? Auch hier: Die Bejagung geschieht aus Tradition und zu Freizeitzwecken, aber nicht, weil sie nach modernen wildbiologischen Erkenntnissen geboten wäre. Der Widerspruch beginnt mit der "Hege" (u. a. dem Füttern) auch dieser Wildtiere, um sie zu "bewirtschaften" (Jägersprech) und endet mit der Unvereinbarkeit dieser Art der "Regulierung" mit den modernen wildbiologischen Erkenntnissen, nach denen beispielsweise eine verstärkte Wildschweinbejagung mit einer Erhöhung der Populationen einhergeht (Servanty-Studie) oder die generelle Waschbärenbejagung ohne Sinn und Verstand ist, da die angebliche Schadwirkung dieser Generalisten auf das Niederwild (wieder Jägersprech) wissenschaftlich überhaupt nicht haltbar und eine Dezimierung oder gar Ausrottung weder möglich noch beabsichtigt ist, womit wir wieder beim Tierschutzgesetz und dem Töten von Tieren ohne Grund wären.

Genau das ist es, was ich bei der „Jägerei“ kritisiere. Das Wild braucht keine Jäger. Aber Jäger wollen etwas für ihre Kühltruhe haben. Deshalb wird das Wild in ihren Revieren „gehegt“. Selbstregulierung ist nicht erwünscht, weil das den Wildbestand auf natürliche Art begrenzen würde. Da würde die Jagdflinte ja einrosten. Also muss das Wild auf vollkommen unnatürliche Weise im Winter durchgefüttert werden, damit die Jägersfamilie nicht verhungert oder sich bei der Fleischtheke des Supermarktes bedienen muss.
Selbstregulierung heißt ja nicht, dass unser Wild durch Nichtfütterung im Winter elendig verhungert. Nein, es findet eine Selbstregulierung dadurch statt, indem sich das Wild nicht mehr so stark vermehrt. So funktioniert Natur.
Im Grunde wird unser heimisches Wild gezüchtet und aufgezogen wie die Schweine im Maststall. Es hat eben nur etwas mehr vom Leben als das Schwein in seiner Box, zumindest bis zu seinem Abschuss.

Und um ja keines der gezählten Wildtiere im Jagdgebiet mit vierbeinigen Jägern teilen zu müssen werden diese Feinde erbarmungslos bejagt. So z.B. der Fuchs. Der galt lange Zeit als Überträger der Tollwut. Nur ist es so, dass ganz West-Europa und auch den meisten östlichen Anrainerstaaten vom Robert-Koch-Institut seit 2006 als Tollwutfrei erklärt wurde. Dies lässt aber kaum ein Jäger gelten. „Das sind alles Lügen“. Wenn dann von Tollwutfällen berichtet wird hat es sich stets um die Fledermaustollwut gehandelt deren Unterschied zur echten Tollwut kaum ein Jäger zu kennen scheint. Bei der Fledermaustollwut handelt es sich um ein anderes Virus. Da aber auch an Tollwut erkrankte Fledermäuse keine Wildtiere angreifen ist auch kein einziger Fall von Fledermaustollwut bei einem Wolf oder eines seiner gerissenen Opfer bekannt geworden.

Selbst Raub- bzw. Greifvögel werden immer wieder unerlaubt von Jägern geschossen, vergiftet bzw. ihre Gelege zerstört. Auch sie sind eine für Jäger nicht zu akzeptierende Konkurrenz = Wilderer. Jedes Jahr sind entsprechende Meldungen in den Medien zu lesen.

Und nun auch noch der Wolf als Mitesser? Das geht ja gar nicht!

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BeitragVerfasst: 01.05.2018, 13:07 
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@ 25örefan

Woran erkennt man, dass dem Meiningskontrahenten die Argumente ausgehen? Er weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als in eine überaus unfaire Argumentation überzuwechseln, in dem er dem Gegenüber in zunehmendem Maße und in bis zur Unkenntlichkeit auswachsender Verzerrung Aussagen unterstellt, die der Betreffende in der Form überhaupt nicht getätigt hat.

Erst behauptest Du, wir hätten "Jäger/Pädophile betreffs Expertentum" verglichen und im folgenden Post wir hätten "Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen" unterstellt. Tipp für Dich: Lies unseren Beitrag vom 30.04.2018 um 17:07 doch noch mal ganz genau durch und verstehe unsere Kritik an einem System, das Lobbyisten und kleinen Interessengruppen die eigenmächtige Gestaltung ihrer eigenen Politik und ihrem eigenen Rechtsraum auf Kosten der Rechte Dritter ermöglicht und nicht dem Gemeinwohl und schon gar nicht den Opfern dient.

Falls Du das bis dahin noch nicht verstanden hast, lies unsere weiteren 4 Beispiele von 18:31 Uhr. Die Behauptung, wir hätten "Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen" (Kindesmissbrauch?) unterstellt, ist mehr als eine haltlose Frechheit.

Wenn Du Dich in der Diskussion jetzt auf diesen unfairen Modus beschränken willst, sagt das vor allem etwas über Dich aus.

Eine Karte hast Du dann ja doch noch aus dem Ärmel gezogen - das Naturschutzprojekt Oostvaardersplassen und die Gänsevergasung in Holland als Argument gegen Wölfe im Thread "Wolfshysterie bekommt neue Nahrung?" in einem dänisch-deutschen Forum. Nun ja.

Hoffentlich erlauben uns die OT-Wächter dieses Forums trotzdem zwei kurze Anmerkungen dazu.

1. Warum sind die Verhältnisse der Nutztiere im Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen nicht mit den von selbst eingewanderten Wölfen in Deutschland und Dänemarrk vergleichbar?

Weil die Koniks (Robustpferde), Heckrinder und Rothirsche auf einem begrenzten Areal künstlich angesiedelt worden sind, um die verbuschte Landschaft frei zu gestalten und somit Lebensräume für natürliche Arten zu schaffen. Die Tiere vermehren sich solange, bis das Nahrungsangebot erschöpft ist und die natürliche Selektion eintritt. Die überzähligen Tiere können nicht abwandern, sich ungehindert in den Niederlanden ausbreiten und neue Lebensräume suchen. Weil der natürliche Tod durch Schwäche oder Verhungern mit anschließender Verwertung des Kadavers durch Aasfresser, Greifvögel und kleinere Beutegreifer ein natürlicher, aber für manche Menschen nur schwer zu ertragender Anblick ist, wird sogar der Ruf laut, Wölfe dort anzusiedeln, um die künstliche Population der Nutztiere zu begrenzen und schwache und kranke Tiere frühzeitig zu "erlösen". Die Verantwortlichen erwarten, dass sich Wölfe von selbst einfinden. Hier wären Wölfe also durchaus erwünscht.

vgl.
taz, 19.08.2017: Menschengemachte Wildnis im Polder - Wie viel Ökosystem darf’s denn sein?
http://www.taz.de/!5419122/
Wikipedia: Oostvaardersplassen, https://de.wikipedia.org/wiki/Oostvaardersplassen[/size]

2. Was die auch bei Tierschützern umstrittene Gänsevergasung in den Niederlanden mit den Wölfen in Deutschland und Dänemark zu tun haben soll, erschließt sich ebenso wenig. Erstens sind Wölfe keine Zugvögel, die sich jahreszeitenabhängig in großen Formationen über die Kontinente hinweg bewegen und in großen Ansammlungen rasten. Zweitens stellen wildlebende Wölfe keine Gefährdung für die Flugsicherheit der Menschen dar, Tausende Gänse um den Flughafen Schiphol, dem drittgrößten in Europa, aber schon. Drittens werden die Gänse in den Niederlanden der Lebensmittelgewinnung zugeführt. In Deutschland werden jährlich rund 40 Mio. Schweine vor dem Schlachten in Schächten mit CO2-Begasung betäubt, ohne dass man sich hier über diese Methode echauffiert - obwohl auch sie bei dem Tier für ein paar Minuten Atemnot und Abwehrsymptome erzeugt. In Dänemark wird ebenfalls mit CO2 betäubt. Viertens tötet die niederländische Methode die Gänse immerhin zuverlässig, während der Abschuss von Tausenden von Tieren nicht nur einen enormen Eintrag von Bleischrot in die Umwelt zur Folge hat, sondern auch massenhaft Vögel verletzt, aber nicht tötet:

Zitat:
Bis zu 30 % aller Stockenten und 60 % aller Wildgänse treten den Rückweg aus den Winterquartieren in ihre Brutgebiete mit Bleischrot im Körper an. Die meisten Tiere sterben früher oder später qualvoll an den Verletzungen oder an Bleivergiftung.

Komitee gegen den Vogelmord e.V.: Endstation Deutschland - Zugvogeljagd zwischen Ostsee und Alpen http://www.komitee.de/content/aktionen- ... gvogeljagd


vgl.
Der Westen, 28.07.2015: Niederländer wollen Gänse vergasen
https://www.derwesten.de/panorama/niede ... 27125.html
RTL, 16.06.2015: Niederlande: Vergasung von Wildgänsen treibt Tierschützer auf die Barrikaden https://www.rtl.de/cms/niederlande-verg ... 47452.html
FAZ, 11.04.2016: Die Ohnmacht vor dem Tod http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 69503.html
Landbrug af fødevarer: Slagtning af grise http://lf.dk/viden-om/foedevareprodukti ... neslagteri

Wenn man seine Informationsquellen überwiegend auf Jagdmagazine beschränkt, kann man also schon einmal ein verzerrtes Bild der Realität erhalten.

Zurück zu den Wölfen:
25örefan hat geschrieben:
Eine ungebremste, unregulierte Ausbreitung wird es nicht geben.


Das entscheiden letztlich rund 62 Mio. Wahlberechtigte in Deutschland, rund 4 Mio. in Dänemark und ingesamt rund 500 Mio. Unionsbürger in Europa - und nicht Du. :wink:


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BeitragVerfasst: 01.05.2018, 15:49 
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DjM
Zitat:
Erst behauptest Du, wir hätten "Jäger/Pädophile betreffs Expertentum" verglichen und im folgenden Post wir hätten "Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen" unterstellt. Tipp für Dich: Lies unseren Beitrag vom 30.04.2018 um 17:07 doch noch mal ganz genau durch und verstehe...
Allein die vermeintlich publikumswirksame beifallsheischende und provokante Nennung in einem Beitrag/ Atemzug reicht.
Wer mit seinen Worten für Verständnis werben will, sollte diese bedachter wählen, zumal wenn es sich um eine schriftliche Diskussion handelt.
Diesbezüglich solltet Ihr Euch an Eure eigene Kritik halten:
Zitat:
Wenn Du Dich in der Diskussion jetzt auf diesen unfairen Modus beschränken willst, sagt das vor allem etwas über Dich aus.
zumal ich mich nicht darauf „beschränkt“ habe.
DjM
Zitat:
...und verstehe unsere Kritik an einem System, das Lobbyisten und kleinen Interessengruppen die eigenmächtige Gestaltung ihrer eigenen Politik und ihrem eigenen Rechtsraum auf Kosten der Rechte Dritter ermöglicht und nicht dem Gemeinwohl und schon gar nicht den Opfern dient.

Diese Kritik habe ich wohl herausgehört und bin auch in der Lage sie ( trotz der Provokation) nachzuvollziehen. Allerdings wird in Bezug auf „die“ Jagd und „die“ Jäger auch hier unberechtigt pauschalisiert. Jagd und Jäger sind ein Teil unserer Gesellschaft, der in sich genauso inhomogen ist wie auch andere Teile derselben.
Solange sich eine eine Interessengruppe etc. an bestehende Gesetze hält, verhält sie sich in dem betreffenden Rechtsraum nicht eigenmächtig. Wer meint, das dieser Rechtsraum auf Kosten der Rechte Dritter besteht, dem Gemeinwohl widerspricht und Opfer fordert, der kann dem entgegenwirken, indem er versucht Einfluß auf diese Gesetze zu nehmen.
Zudem könnte jeder Nutztierhalter in gleicher Weise und damit allerdings genauso unkorrekt argumentieren.
DJM
Zitat:
Wenn man seine Informationsquellen überwiegend auf Jagdmagazine beschränkt, kann man also schon einmal ein verzerrtes Bild der Realität erhalten.

Zum einen beziehe ich meine Informationen nicht ausschließlich von dort, sondern finde u.a. dort meine eigene (vor allen Dingen ja auf die Nelange des Wolfes bezogen nicht kompromißlose) Meinung eher repräsentiert und zum anderen spricht es ja auch nicht gerade von unverzerrtem Realitätsinn, wenn man einem nicht genehme Quellen von vornherein ausschließt.

DjM
Zitat:
25örefan hat geschrieben:
„Eine ungebremste, unregulierte Ausbreitung wird es nicht geben.“


Das entscheiden letztlich rund 62 Mio. Wahlberechtigte in Deutschland, rund 4 Mio. in Dänemark und ingesamt rund 500 Mio. Unionsbürger in Europa - und nicht Du. :wink:

Einer solchen Entscheidung wird man sich in einer Demokratie beugen müssen.
Allerdings ist die Entscheidung, was eine Regulierung anbelangt bereits ansatzweise mit der Diskussion um Untergrenzen, Obergrenzen, günstiger Erhaltungszustand, Kapazitätsgrenzen etc. getroffen, auch wenn über Begriffsinterpretationen, Zahlen etc. (noch) keine Einigkeit besteht.
In diesem Zusammenhang plädiere ich für eine an unsere Kulturlandschaften angepasste Populationsuntergrenze markiert durch das Erreichen eines korrekt nach den bestehenden Richtlinien definierten günstigen Erhaltungszustandes.
Näheres (mit Quellenangaben) zum Thema Untergrenzen, Obergrenzen, günstiger Erhaltungszustand und welchen Spielraum die Gesetzesgrundlagen hergeben hier:
http://www.wolfszone.de/000main/texte/untergrenze.pdf

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BeitragVerfasst: 01.05.2018, 16:28 
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