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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 11:48 
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Hellfried hat geschrieben:
Auch als Deutscher wird man überall freundlich behandelt. Auf dem Weg zum Strand grüßen einen viele Einheimische mit einem freundlichen "Hej" und nicht selten kommt man dann locker und ungezwungen miteinander ins Gespräch.

Wäre ich jünger und gesünder würde ich nicht lange zögern und sofort nach DK auswandern.


Na, ob das man so einfach ist, wie es einem Urlaubserfahrungen suggerieren?

Zitat:
Studienergebnisse vs. Bauchgefühl
Bauchgefühl und Erfahrungsberichte schön und gut. Zum Glück gibt es dazu noch die Expat Insider Internations Survey – eine Studie, die hunderte Fragen rund um das Leben als Expat behandelt: Arbeit, Familienleben, allgemeine Lebensqualität – und wie leicht es ist, sich einzuleben („ease of settling in“). Expats in 67 Ländern, darunter Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark (und natürlich auch Deutschland) wurden befragt.

Das Gefühl, willkommen zu sein: 52. Finnland, 61. Schweden, 63. Norwegen, 64. Dänemark (Deutschland auf 49, Letzter Saudi-Arabien)

Freundlichkeit: 54. Finnland, 60. Dänemark, 62. Schweden, 63. Norwegen (Deutschland auf 55, Letzter Kuwait)

Freunde finden: 59. Finnland, 64. Schweden, 66. Norwegen, 67. und damit Letzter Dänemark (Deutschland auf 58)

Freundlichkeit: 54. Finnland, 60. Dänemark, 62. Schweden, 63. Norwegen (Deutschland auf 55, Letzter Kuwait)

Sprache: 29. Schweden, 37. Norwegen, 50. Dänemark, 63. Finnland (Deutschland auf Platz 60, Letzter Ungarn)
http://hejnorden.de/2016/11/08/freunde-finden-in-skandinavien-haerter-als-anderswo/

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
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Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 13:57 
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Hellfried hat geschrieben:

Sobald man bei Flensburg die deutsche Grenze hinter sich gelassen hat, wird das Autofahren angenehm und entspannend!


Das liegt aber wohl mehr an dem Tempolimit, welches ja laut unserem Bundesverkehrsminister gegen jeden Menschenverstand ist


Hellfried hat geschrieben:
Auch als Deutscher wird man überall freundlich behandelt.


Das habe ich aber auch schon anders erlebt. Das ist jetzt zwar schon einige Jahre her, so Anfang der 1990er, da wurde einem dann doch schon mal ab und an die Nazivergangenheit an den Kopf geworfen.

Ich kann mich noch gut an einen älteren Herrn erinnern, der eine Ferienwohnung unseres dänischen Freundes in Thy gemietet hatte. Wir haben damals kurz bei unserem Freund hereingeschaut um mit ihm etwas zu klönen. Als sein Mieter mitbekam, dass wir Deutsche waren, ist er mit der Bemerkung aufgestanden, er würde weder mit einem Deutschen reden, geschweige denn die Hand reichen und sofort gegangen. Unser damals 10-jähriger Sohn, der dem Herrn nur die Hand zur Begrüßung geben wollte, (er war halt damals schon ein höflicher Mensch :wink: ) guckte nur ganz bedröppelt. Die Frau des Dänen hatte sich dann allerdings für das Benehmen ihres Mannes entschuldigt.
Das ist mir so zwar nie mehr wieder passiert, doch sollte man nicht nur alles durch die rosarote Urlauberbrille sehen.

Um aber zum Ausgangsthread zurückzukommen, ich finde nicht, dass es allzu große Unterschiede zwischen den Dänen und den Deutschen gibt. Irgendwo sind wir ja alle Europäer und haben die gleichen Werte.

Ansonsten gibt es auch Unterschiede nur in einer Familie. Es sind halt nicht alle Menschen gleich. Gott sei Dank, kann man da nur sagen.

Hilsen Herma


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 16:04 
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Und bitte nicht vergessen: Wenn ihr Urlaub in den typischen Urlauberregionen der Nord- und Ostsee macht habt ihr es viel mit Dänen zu tun, die an euch verdienen wollen (Kaufmann, Bäcker, Prengelbude…). Wenn es die Urlauber nicht gäbe sähe es für die Familien der Geschäftsleute, Kassiererinnen usw. schlecht aus. Also sind diese Menschen von Berufs wegen nett und freundlich zu ihren Gästen, selbst wenn es schwerfällt.
Bei vielen „Marotten“ deutscher Urlauber wird gute Mine zum bösen Spiel gemacht. Beispiel FKK: Ja, es ist kein Problem an der Nord- und Ostsee nackig ins Wasser zu hüpfen. Da gibt es jede Menge offizieller und inoffizieller Möglichkeiten. Aber: So freizügig wie viele Urlauber meinen sind die Dänen nicht. Nur haben sie gelernt, dass man selbst den Nackten in die Tasche greifen kann. :mrgreen:

Im Binnenland, und an Orten, zu denen sich Urlauber allenfalls verfahren sieht das denn auch völlig anders aus. An unserem „Haussee“ beispielsweise gibt es eine öffentliche Badestelle, die außer von Einheimischen allenfalls von wenigen Radwanderern aufgesucht oder besser gefunden wird. Wer es dort wagt seine Badehose abzulegen muss damit rechnen von Einheimischen angesprochen und auf sein „Fehlverhalten“ hingewiesen zu werden. Da können die Dänen stockkonservativ sein.
Selbst die öffentliche Sauna wird selbstverständlich in Badeklamotten betreten es sei denn, dass dort ausschließlich deutsche Gäste schwitzen.

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Besserwisser leben den absurden Versuch durch
die Abwertung anderer ihren eigenen Wert zu steigern.


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 16:23 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
habt ihr es viel mit Dänen zu tun, die an euch verdienen wollen (Kaufmann, Bäcker, Prengelbude…). Wenn es die Urlauber nicht gäbe sähe es für die Familien der Geschäftsleute, Kassiererinnen usw. schlecht aus. Also sind diese Menschen von Berufs wegen nett und freundlich zu ihren Gästen, selbst wenn es schwerfällt.

Da unterscheiden sich dänische Dienstleister wohl nicht von denen in anderen hochfrequentierten Tourismusgebieten. Allerdings hat diese Freundlichkeit meist angenehm wenig Aufgesetztes. Entweder sind sie allesamt gute Schauspieler oder die Freundlichkeit ist vielfach doch echt :D
Hinnerk schrieb
Zitat:
Bei vielen „Marotten“ deutscher Urlauber wird gute Mine zum bösen Spie

Diese Aussage sorgt ja mal wirklich für Sprengstoff :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 17:48 
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herma hat geschrieben:
Hellfried hat geschrieben:
Auch als Deutscher wird man überall freundlich behandelt.


Das habe ich aber auch schon anders erlebt. Das ist jetzt zwar schon einige Jahre her, so Anfang der 1990er, da wurde einem dann doch schon mal ab und an die Nazivergangenheit an den Kopf geworfen.

Ich kann mich noch gut an einen älteren Herrn erinnern, der eine Ferienwohnung unseres dänischen Freundes in Thy gemietet hatte. Wir haben damals kurz bei unserem Freund hereingeschaut um mit ihm etwas zu klönen. Als sein Mieter mitbekam, dass wir Deutsche waren, ist er mit der Bemerkung aufgestanden, er würde weder mit einem Deutschen reden, geschweige denn die Hand reichen und sofort gegangen. Unser damals 10-jähriger Sohn, der dem Herrn nur die Hand zur Begrüßung geben wollte, (er war halt damals schon ein höflicher Mensch :wink: ) guckte nur ganz bedröppelt. Die Frau des Dänen hatte sich dann allerdings für das Benehmen ihres Mannes entschuldigt.
Das ist mir so zwar nie mehr wieder passiert, doch sollte man nicht nur alles durch die rosarote Urlauberbrille sehen.

Um aber zum Ausgangsthread zurückzukommen, ich finde nicht, dass es allzu große Unterschiede zwischen den Dänen und den Deutschen gibt. Irgendwo sind wir ja alle Europäer und haben die gleichen Werte.

Ansonsten gibt es auch Unterschiede nur in einer Familie. Es sind halt nicht alle Menschen gleich. Gott sei Dank, kann man da nur sagen.

Hilsen Herma


Auch wenn es hier im Forum wiederholt bestritten wird aber für die Mehrzahl der Dänen macht es einen enormen Unterschied ob sie es mit Westdeutschen oder Ostdeutschen zu tun haben.

Über die eine Kategorie Mensch, die mit Fahrrädern auf dem Dach und der Kühlbox im Auto vorfährt und nur allzuoft wegen der Fliege an der Wand in der Schlüsselbude reklamiert, rümpft man die Nase und tritt solchen Zeitgenossen eher reserviert bis teilweise unfreundlich gegenüber.

Mit der anderen Sorte Mensch, aus Neufünfland, die mental den Dänen viel näher steht als den "Brüdern und Schwestern" im Westen, passt hingegen die Chemie in der Regel sofort.

Die Annahme der Westdeutschen, dass die Dänen allen Landsleuten so reserviert gegenübertreten, wie ihnen selbst, ist daher falsch.

Die Mentalität der Ostdeutschen kenne ich persönlich sehr gut, denn seit 10 Jahren bin ich mit einer Leipzigerin verheiratet. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall hat sich da gottlob nur wenig zum negativen verändert. :D


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 18:05 
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herma hat geschrieben:
Hellfried hat geschrieben:

Sobald man bei Flensburg die deutsche Grenze hinter sich gelassen hat, wird das Autofahren angenehm und entspannend!


Das liegt aber wohl mehr an dem Tempolimit, welches ja laut unserem Bundesverkehrsminister gegen jeden Menschenverstand ist


Hilsen Herma


Mit dem Tempolimit hat der eher entspannte Fahrstil der Dänen nichts zu tun, denn auch bei Euch, in Deutschland, sind die meisten Autobahkilometer im Tempo limitiert.

Nee, die Dänen sind einfach anders drauf.

Auf den DE-Autobahnen nerven auch eher die Protz-Wessis mit ihren Sportwagen und Nobelkarossen. :shock:


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 19:28 
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25örefan hat geschrieben:
Hinnerk schrieb
Zitat:
Bei vielen „Marotten“ deutscher Urlauber wird gute Mine zum bösen Spie

Diese Aussage sorgt ja mal wirklich für Sprengstoff :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Was, hundertmal? Na gut:
Gute Miene, gute Miene, gute Miene, gute Miene, gute Miene, gute Miene... :?

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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 19:44 
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Sandwurm hat geschrieben:
Auch wenn es hier im Forum wiederholt bestritten wird aber für die Mehrzahl der Dänen macht es einen enormen Unterschied ob sie es mit Westdeutschen oder Ostdeutschen zu tun haben.

Das glaube ich allerdings nicht.
Wie sollten "die Dänen" auf Anhieb erkennen, woher "der Deutsche" kommt? (Okay, Sachsen die Ausnahme :wink: )

Ich denke es ruht wie fast überall auf dem Prinzip "Wie man in den Wald ruft..." und ich bin als "Wessi" bisher immer nett und freundlich behandelt worden.
Ansonsten erkenne ich kaum Unterschiede zwischen Dänen und Deutschen.
Es wird wohl aber etwas anders sein ob so wie ich als Urlauber es empfinde, oder jemand der tatsächlich viel mit Dänen zu tun hat oder gar dorthin ausgewandert ist.

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Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 19:50 
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Vielleicht ist es einfacher die Unterschiede zwischen Ossis und Wessis herauszuarbeiten? Da muss ja geradezu eine tiefe Kluft sein. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 19:51 
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Sandwurm hat geschrieben:
herma hat geschrieben:
Hellfried hat geschrieben:

Sobald man bei Flensburg die deutsche Grenze hinter sich gelassen hat, wird das Autofahren angenehm und entspannend!


Das liegt aber wohl mehr an dem Tempolimit, welches ja laut unserem Bundesverkehrsminister gegen jeden Menschenverstand ist


Hilsen Herma


Mit dem Tempolimit hat der eher entspannte Fahrstil der Dänen nichts zu tun, denn auch bei Euch, in Deutschland, sind die meisten Autobahkilometer im Tempo limitiert.

Nee, die Dänen sind einfach anders drauf.

Auf den DE-Autobahnen nerven auch eher die Protz-Wessis mit ihren Sportwagen und Nobelkarossen. :shock:


Protz - Wessis?
Bin zwar selber ein "Ossi" aber diese Titel sollten doch nun wirklich langsam in die Mottenkiste. :roll:
Wir haben doch inzwischen ganz andere "Probleme". :mrgreen:

Sorry für das kurze OT.

Und die einzigen, die uns auf dänischen Straßen permanent schieben und überholen sind die Dänen. :mrgreen:
Aber Fakt. Und obwohl mein mir angetrauter Lieblingsfahrer immer schon etwas schneller fährt. Natürlich unserem Geldbeutel und den Gegebenheiten angemessen. 8)

Nö, das ist definitiv eine falsche Beobachtung, dass Dänen beschaulich fahren.


Zitat:
Es ist nur eben so, dass diese Dinge im Urlaub einfach weniger auffallen


Sehe ich auch so und ist es OT wenn ich meine Meinung mit einer Ehe vergleiche?
So lange alles neu und aufregend und spannend ist, ist alles super entspannt und so mancher Pups wird voller Leidenschaft übergangen und blumig ausgemalt.
Mit der Routine kommt die gegenseitige Gängelei und im Alltag stört dann auch tatsächlich mitunter ein Pups.

Meine ehemalige Schwiegermutter hat ein Hotel betrieben und oft gesaft:"Es ist nicht gut, wenn die gleichen Gäste zu oft kommen. Sie werden fordernd und unzufrieden.". Ich finde, da ist was dran.

Natürlich sind Verkäufer freundlich. Wie alle, die in jedem Touri potentielle Geldgeber sehen, sind sie natürlich freundlich!
Ist hier nicht anders.
Aber überschwengliches Entgegenkommen oder bedingungslose Freudensbekundungen haben wir noch nicht selber erlebt oder beobachtet.


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BeitragVerfasst: 02.04.2019, 14:04 
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thedann hat geschrieben:
Wir deanen sind geduldiger als die Deutschen.

Das stimmt allerdings :D


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BeitragVerfasst: 03.04.2019, 18:43 
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Sandwurm hat geschrieben:

Auch wenn es hier im Forum wiederholt bestritten wird aber für die Mehrzahl der Dänen macht es einen enormen Unterschied ob sie es mit Westdeutschen oder Ostdeutschen zu tun haben.

Über die eine Kategorie Mensch, die mit Fahrrädern auf dem Dach und der Kühlbox im Auto vorfährt und nur allzuoft wegen der Fliege an der Wand in der Schlüsselbude reklamiert, rümpft man die Nase und tritt solchen Zeitgenossen eher reserviert bis teilweise unfreundlich gegenüber.

Mit der anderen Sorte Mensch, aus Neufünfland, die mental den Dänen viel näher steht als den "Brüdern und Schwestern" im Westen, passt hingegen die Chemie in der Regel sofort.

Die Annahme der Westdeutschen, dass die Dänen allen Landsleuten so reserviert gegenübertreten, wie ihnen selbst, ist daher falsch.

Die Mentalität der Ostdeutschen kenne ich persönlich sehr gut, denn seit 10 Jahren bin ich mit einer Leipzigerin verheiratet. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall hat sich da gottlob nur wenig zum negativen verändert. :D


Hej Sandwurm,

die Legende, dass Menschen, die in der DDR sozialisiert wurden, besser, edler und anständiger sind, hält sich leider hartnäckig!

Persönlich habe ich da, während meiner Schul - und besonders der Lehrzeit, ganz andere Erfahrungen gemacht.

Was ich damals an menschlichen Abgründen erlebte, hat mein ganzes weiteres Leben geprägt und die Wurzeln der seelischen Probleme, mit denen ich heute zu kämpfen habe, gehen großteils auf diese traumatischen Erlebnisse zurück.

Ja, man konnte in der DDR auch relativ gut und sozial abgesichert leben aber wehe, man war dort ein Individualist und funktionierte nicht so wie es die roten Schablonen verlangten. Dann konnte es sehr unangenehm und stressig werden!

Nein, dieser Spitzel - und Denunzianten-Staat hat nun sicher nicht den besseren "sozialistischen Menschen" hervorgebracht, sondern eher schlechte menschliche Eigenschaften gefördert.

Dem gesellschaftlichen Druck konnte man sich dort nur entziehen, wenn man sich in seine private Nische zurückgezogen hat. Aus diesem Grund habe ich auch bereits 1988 meinen recht gut bezahlten Job gekündigt und mich mit einem Ladengeschäft am Hohenwarte-Stausee selbständig gemacht.

Heute wohnen wir übrigens in Oberfranken, beim ehemaligen "Klassenfeind" und es gibt mit den Leuten und Nachbarn hier bisher keinerlei zwischenmenschliche Probleme.

Für die meisten Dänen, die ich persönlich kenne, spielt es ohnehin keine Rolle aus welchem Teil Deutschlands jemand kommt und die Aussage, dass die Ostdeutschen den Dänen mental näher stehen würden, ist einfach nur Unsinn.

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Viele Grüße
Hellfried - Forum-Sponsor

Der Ölschnitzsee in Oberfranken


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BeitragVerfasst: 03.04.2019, 22:37 
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Hellfried hat geschrieben:
Sandwurm hat geschrieben:

Für die meisten Dänen, die ich persönlich kenne, spielt es ohnehin keine Rolle aus welchem Teil Deutschlands jemand kommt und die Aussage, dass die Ostdeutschen den Dänen mental näher stehen würden, ist einfach nur Unsinn.

Genau so ist es. Die Dänen, die vom Tourismus leben ist es völlig Banane, ob ihre Gäste aus Westdeutschland, Ostdeutschland oder von der Osterinsel kommen. Hauptsache sie verwüsten nicht das Ferienhaus und kaufen alles, was sie zum Leben im Urlaub brauchen beim dänischen Krämer. Dann machen die Dänen in aller Regel gute Mine sogar zum manchmal bösen Spiel. :)

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BeitragVerfasst: 06.04.2019, 03:14 
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Hinnerk hat geschrieben:
Hellfried hat geschrieben:
Sandwurm hat geschrieben:

Für die meisten Dänen, die ich persönlich kenne, spielt es ohnehin keine Rolle aus welchem Teil Deutschlands jemand kommt und die Aussage, dass die Ostdeutschen den Dänen mental näher stehen würden, ist einfach nur Unsinn.

Genau so ist es. Die Dänen, die vom Tourismus leben ist es völlig Banane, ob ihre Gäste aus Westdeutschland, Ostdeutschland oder von der Osterinsel kommen. Hauptsache sie verwüsten nicht das Ferienhaus und kaufen alles, was sie zum Leben im Urlaub brauchen beim dänischen Krämer. Dann machen die Dänen in aller Regel gute Mine sogar zum manchmal bösen Spiel. :)


Die Dänen, die ich in der Region Albaek kenne, leben überwiegend nicht vom Tourismus!

Albaek ist übrigens auch keine Touristen-Hochburg.

Wenn die Leute einen dort freundlich gegenübertreten erfogt dies sicher nicht aus Berechnung.

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BeitragVerfasst: 06.04.2019, 12:58 
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Verstehe mich bitte nicht falsch Hellfried. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Dänen im allgemeinen genau so nett und freundlich gegenüber den Touristen sind als untereinander und da keinen Unterschied machen zwischen Urlauber aus den alten und den neuen Bundesländern.
Und wo der Bäcker, Pølser- oder Eisbudenbesitzer besonders von Touristen profitiert sind die zu Touris eben besonders freundlich. Schließlich sollen die ja wieder kommen.
Also, in diesem Punkt (Freundlichkeit, Zuvorkommenheit) unterscheiden sich die meisten Dänen wohl nicht von den meisten Deutschen.

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