Islamischer Anschlag in Dänemark?

Sonstiges. Dänemarkbezogene Themen, die in keine andere Kategorie passen.
galaxina
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Beitrag von galaxina »

Alle Relativierungsversuche helfen nichts. Es hat einen Angriff auf die Meinungsfreiheit gegeben, weil nicht alle bereit sind, anzuerkennen, dass in Daenemark westliche Werte gelten.
Dass in Russland nicht alles perfekt ist, dass es auch in Deutschland Moslems gibt, die ueber ein Mindestmass an Bildung verfuegen, dass die Amis Hegemonialinteressen haben - alles unbestritten. Trotzdem kann es keine Rechtfertigung dafuer sein, den Angriff auf Kurt W. und die Meinungsfreiheit schön zu reden.
g_abriele
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Beitrag von g_abriele »

Hier wird so viel Halbwahres und Fehlgedeutetes geschrieben,

Sachen aus dem Zusammenhang gerissen,

Provokative Thesen zusammengebastelt ...

also ich fuer meinen Teil komm nicht mehr nach, wenn ich versuchen will aufzuzeigen, was nicht stimmt.

a) Der Anschlag ist unentschuldbar.

b) Meinungsfreiheit muss MEINES ERACHTENS nicht mit Respektlosigkeit anderen Menschen mit anderen Werten gegenueber gleichgestellt werden

Das sind meine Hauptaussagen zu diesem Thema

Was aus der Geschichte und den Meinungen dazu hier teilweise wieder konstruiert wird, kann ich kaum noch nachvollziehen.
Wenn jemand (Auswanderer-Fragen) oder Fragen zu Fyn beantwortet haben will, versuch ich das gerne per PN (wenn ich kann !)
Dagmar P.
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Beitrag von Dagmar P. »

Ich finde den Kommentar von dieschlampeusw. auch völlig unterirdisch und reimunds Anklage gen Vorurteile gerechtfertigt.
Alle, die religiöse irre Fanatiker mit Moslem allgemein gleichsetzen, sollten vielleicht mal hier ihre Erkenntnisse etwas relativieren:
http://islam.de/1641.php
Das lässt ein Miteinanderleben durchaus zu. Es steht übrigens auch nichts von Terror gegen Karikaturzeichner dort.
Allerdings hier gehen dann die Meinungen gänzlich auseinander> Eben darum sollte es einem demokratischen Land selbstverständlich sein, sich gegen Fanatiker mit rechtsstaatlichen Mitteln zur Wehr zu setzen und eben nicht auf ihre Verfassungsrechte zu verzichten mit Hinblick auf mögliche Konsequenzen von radikalen Extremisten oder abzuwägen, ob sie benutzt werden dürfen!
reimund1012 hat geschrieben:Wenn sich der besagte Kurt Westergaard mal ein paar Gedanken gemacht hätte, BEVOR er zum Bleistift gegriffen hatte, dann müsste er auch keine Angst um sein Leben haben.
Nein musste er nicht, denn er lebt ja nach den Gesetzen seines Landes, die Meinungsfreiheit garantieren. Ich kann ja nicht bei der Ausübung meiner Rechte mich von den Gepflogenheiten anderer Kulturen leiten lassen.
reimund1012 hat geschrieben:Obwohl jeder Volltrottel wissen musste, dass dies ein wahrer Wasserfall auf die Mühlen der radikalen Rattenfänger sein würde.
Eben, der Radikalen. Und mit Rücksicht darauf, auf Publikation verzichten?Einen Kniefall vor Religionsfaschisten machen?
Das halte ich für kontraproduktiv, denn es würde bedeuten, die Problematik - und zwar die des islamistischen Terrors - mal wieder unter den Tisch zu kehren.

Gruss
Dagmar
cimberia
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Beitrag von cimberia »

Reimund, das ist dummes Zeug was du da von dir gibst!
Tja, und jetzt wird uns sogar von höchster Stelle in Deutschland aus suggeriert, dass mein türkischer Gemüsehändler möglicherweise ein potenzieller Attentäter sein könnte.
Ich werde also künftig verstärkt darauf achten ob Zünddrähte aus der Zucchini führen
.

Aber wenn du meinst dich darüber lustig machen zu müssen, Bitte sehr, dass ist dein Bier!

Und in jeder Karrikatur steckt ein Fünkchen Wahrheit. Und diese Fünkchen habe ich in der Karrikatur gesehen.
Es ist natürlich immer davon abhängig, ob man sie sehen will :!:

Ich wünsche dir im Leben alles Gute!
Sommerreifen sind für den Sommer da :-)
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Lars J. Helbo
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Beitrag von Lars J. Helbo »

http://www.berlingske.dk/kultur/susanne-bier-skaber-muslimsk-roere

Susanne Bier ist ein DK Film-Instrukteur. 2006 wurde sie für einen Oscar nominiert für den Film "Efter brylluppet". Jetzt ist sie dabei ein neuer Film zu machen. Der kommt irgendwann im Sommer. Der Titel ist "Hævnen" und in dem Film geht es unter anderem um Flüchtlinge aus Darfur.

Jetzt hat der als Regierung getarnte Verbrecherbande in Sudan gegen diesen Film protestiert. Man behauptet, der Film sei anti-moslemisch. Laut Instrukteur und Filmgesellschaft hat der Film allerdings gar nichts mit Religion zu tun.

Ich denke, der Fall ist relativ leicht durchschaubar. Ganz offensichtlich will die Regierung von Sudan nicht, dass über ihre Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung berichtet wird - und schon gar nicht von jemanden, der dafür womöglich einen Oscar bekommen könnte.

Ich frage mich allerdings, wie Reimund das nun sehen wird? Darf man die Gefühle der Regierung des Sudans verletzen, oder sollte man lieber aufgeben so ein Film zu machen? Und wer soll entscheiden, was zugelassen werden kann und was nicht?
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flexo
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Beitrag von flexo »

Ist ja ein Unterschied zwischen eine Regierung wie diese, und was der Kulturredakteur Flemming Rose in JP sich damals als experiment und provokation ausgedacht hätte, einfach alle Muslems wie terroristen usb herstellen. "Mal sehen was da herauskommt" :roll:

"Der Zeichner" hat ja nicht die Zeichnung ohne weiteres gemacht, sondern auf auftrag.
g_abriele
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Beitrag von g_abriele »

flexo hat geschrieben:Ist ja ein Unterschied zwischen eine Regierung wie diese, und was der Kulturredakteur Flemming Rose in JP sich damals als experiment und provokation ausgedacht hätte, einfach alle Muslems wie terroristen usb herstellen. "Mal sehen was da herauskommt" :roll:

"Der Zeichner" hat ja nicht die Zeichnung ohne weiteres gemacht, sondern auf auftrag.
Weisst du das oder vermutest du das ?

Waere interessant zu wissen, weil dann ginge es nicht nur um "satirische Blauaeugigkeit" sondern um Provokation - vollkommen unnoetige
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flexo
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Beitrag von flexo »

Das war sehr diskutiert damals, faktum ist das Flemming Rose die zeichnungen bestellt habe für seinen artikel. Das er "einfach alle Muslems wie terroristen usb herstellen wollte" ist natürlich übertrieben von mir. :) Aber für diesen herr ist ein riesen reaktion und interesse für seinen artikel ja natürlich gut, das verkauft Zeitungen.
http://da.wikipedia.org/wiki/Muhammed-tegningerne
Bruno

Beitrag von Bruno »

g_abriele hat geschrieben:Weisst du das oder vermutest du das ?

Waere interessant zu wissen, weil dann ginge es nicht nur um "satirische Blauaeugigkeit" sondern um Provokation - vollkommen unnoetige
Als die betont islamkritische Zeitung Jyllands-Posten 2005 bei ihm wie bei anderen Zeichnern anfragte, ob er nicht den im Islam mit einem Abbildungsverbot versehenen Mohammed nach eigenen Vorstellungen porträtieren wolle, war das für ihn "einfach ein Auftrag wie jeder andere": "Ich hab es dann so angelegt, dass es in Dänemark funktionieren sollte." Funktioniert hat in Dänemark schon seit den 90er Jahren ein rauer Grundton gegen die "Fremden", wie Zuwanderer umgangssprachlich genannt werden.

Quelle: [url=http://www.sueddeutsche.de/politik/776/499059/text/]Süddeutsche Zeitung[/url]
galaxina
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Beitrag von galaxina »

Absurde Logik - jetzt werden von euch Opfer zu Täter gemacht.
Bin schon gespannt auf eure Kommentare, wenn der erste Bahnhof in Daenemark in die Luft gesprengt wird.
reimund1012

Beitrag von reimund1012 »

Hallo @ Galaxina,

Wenn sich schon der gute Herr Westergaard sich in seine Opferrolle gedrängt fühlt, dann sollte man korrekterweise auch bedenken das bei den Unruhen über 100 Leute gestorben und Millionenwerte vernichtet worden sind.

Natürlich war der Mann im Recht, aber er soll verdammt noch damit aufhören das Unschuldslamm zu spielen.

Als Journalist sollte er mit den angespannten Verhältnissen im Nahen Osten eigentlich bestens vertraut sein, aber er hat ganz bewusst die radikalen Kräfte dort provoziert und so die Unruhen BEWUSST in Kauf bekommen.

Das war zumindest grob fahrlässig, aber wohl eher vorsätzlich.
Also braucht er auch hinterher nicht jammern wenn die Retourkutsche kommt.

Bei mir im Garten habe ich fast jedes Jahr das "Vergnügen" das irgendwo ein Wespennest gebaut wird.
Solange ich die Wespen in Ruhe lasse, haben diese gar kein Interesse mir zu schaden und wir kommen spannungsfrei miteinander aus.
Dabei habe ich das RECHT das Wespennest jederzeit zu entfernen.
Aber ich bin nicht so blöd das zu tun, denn wenn ich diese an sich völlig friedlichen Tiere reize, dann darf ich mich auch nicht beschweren wenn der wütende Schwarm über mich herfällt.
Wem Wespen zu "aggessiv" sind, dem sei gesagt das friedliche Honigbienen genauso handeln.

Und GENAU das ist es was den latent fremdenfeindlichen Boulevard-Journalismus in Dänemark von dem verantwortungsbewussten Journalismus in anderen Ländern unterscheidet.
Nicht einmal die vielgescholtene BLÖD-Zeitung oder die reisserischen britischen Hetzblätter "Daily Mirror" und "Sun" hätten so leichtfertig gehandelt.

Vielleicht sollte man in DK öfters mal den "Zauberlehrling" lesen, anstatt immer uneinsichtig auf seinen Grundrechten zu beharren.
Geister die ich erst gar nicht rufe, die muss ich auch hinterher nicht loswerden.

Gruß

Reimund
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Lars J. Helbo
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Beitrag von Lars J. Helbo »

flexo hat geschrieben:Das war sehr diskutiert damals, faktum ist das Flemming Rose die zeichnungen bestellt habe für seinen artikel. Das er "einfach alle Muslems wie terroristen usb herstellen wollte" ist natürlich übertrieben von mir. :) Aber für diesen herr ist ein riesen reaktion und interesse für seinen artikel ja natürlich gut, das verkauft Zeitungen.
http://da.wikipedia.org/wiki/Muhammed-tegningerne
Deine Dänischkenntnisse sind wohl nicht so besonders ? :roll:

Der Auftrag war "Derfor har Morgenavisen Jyllands-Posten opfordret medlemmer af danske bladtegneres forening til at tegne Muhammed, som de ser ham." Also die Zeichner sollte Muhammed so zeichnen, wie sie ihm sehen.
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Beitrag von galaxina »

@ Reimund
Deine Sichtweise bedeutet aber auch, dass man der Gewalt nachgibt.
Zu Deiner Medienschelte muss man natuerlich bemerken, dass es in Dänemark nicht usus ist, sich permanent fuer die Vergangenheit zu entschuldigen. In Deutschland hingegen wabert permanent die Vergangenheit. Ist vielen ja auch durch die "68'er-Generation" eingetrichtert worden. Mich wuerde es nicht wundern, wenn es auch in Deutschland in den naechsten Jahren mehr Mut zu Tabubruechen geben wuerde. Das wuerde ich als Backlash zu der (uebertriebenen) 68'er-Erziehung sehen.
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Lars J. Helbo
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Beitrag von Lars J. Helbo »

reimund1012 hat geschrieben:Wenn sich schon der gute Herr Westergaard sich in seine Opferrolle gedrängt fühlt, dann sollte man korrekterweise auch bedenken das bei den Unruhen über 100 Leute gestorben und Millionenwerte vernichtet worden sind.
Diese 100 Leute wurden allerdings von friedliebenden Moslems getötet, oder?
reimund1012 hat geschrieben:Bei mir im Garten habe ich fast jedes Jahr das "Vergnügen" das irgendwo ein Wespennest gebaut wird.
Solange ich die Wespen in Ruhe lasse, haben diese gar kein Interesse mir zu schaden und wir kommen spannungsfrei miteinander aus.
Dann bist Du ja bestimmt auch der Meinung Susanne Bier soll sofort die Aufnahmen zu ihr Film einstellen, um nicht die Regierungswespen in Karthoum zu provozieren. Ist doch bestimmt besser ihnen ihr Völkermord in Ruhe begehen zu lassen.

Nach Deiner Logik war es wohl auch Winston Churchill, der für den zweiten Weltkrieg verantwortlich war, weil er einfach nicht die deutschen Wespen in Ruhe lassen konnte.

Ich bin inzwischen ehrlich über Dich entsetzt! :shock:
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Beitrag von cimberia »

Ist den Westergaard mit seiner Karrikatur in der arabischen Welt hausieren gegangen?

Was war denn der Beweggrund fuer diese Karrikatur?

War es Hass? Hass auf andersglæubige?

So ein Hass wie er oft in den Nachrichten zu sehen ist, wenn Muslime "nur" bei Familien oder Strassenfesten Fahnen von Israel oder den USA anzuenden?
Sommerreifen sind für den Sommer da :-)
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