Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

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25örefan
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von 25örefan »

Hendrik77 hat geschrieben:Hej !
Die aktuelle Bedrohung durch eine Tierseuche heisst wohl afrikanische Schweinepest.
http://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-daenemark-politik/df-und-regierung-beschliessen-70-kilometer-langen-zaun-grenze
http://www.nordschleswiger.dk/index.php/de/nordschleswig-daenemark-wirtschaft/zaun-als-schutz-es-ist-gut-vorbereitet-zu-sein
Wie prioritiert ihr solche Meldungen bezüglich einer Tierseuche?
Venlig hilsen
Hendrik77
Und wie ist Deine Meinung dazu?
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H. C. Andersen
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Hinnerk

Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hinnerk »

Sich mit einem Zaun vor der afrikanischen Schweinepest schützen zu wollen ist eine Farce! Es mag ja sein, dass die aus Deutschland stammenden einreisewilligen Schwarzkittel von solch einem Bollwerk von ihrem Vorhaben abgehalten werden. Aber dann sollte die dänische Regierung auch Nägel mit Köpfen machen: Was das bedeutet?
Jeder Import von Fleisch- und Wurstwaren wird verboten. Fernfahrer und vor allem Touristen werden an den Grenzübergängen strengstens gefilzt und zwar ohne Ausnahme! Da hat noch jemand eine angebissene Stulle in einem Tuppertopf? Weg damit in den Sondermüllcontainer der Grenzbehörden bevor die evtl. neben dem Mülleimer auf einem Autobahnrastplatz landet und dort von einem tier aufgenomen wird.

Besonders schlimm würde es natürlich die Dänen betreffen, die nicht auf ihr Nationalgericht, dem Hot Dog mit der ekligen roten Wurst, verzichten wollen (wobei ich nur die rote Farbe eklig finde). Hintergrund: Fast jede dänische Pølser ist eine deutsche. Vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen kleinen Fleischer, der die Wurst noch selbst fabriziert. Die großen Handelsketten beziehen die aber von den großen industriellen Fleischverarbeitungsbetrieben wie z.B. Tulip, einem Tochterunternehmen von Danish Crown, einem internationalen Verwurster. Und Tulip fertigt in mehreren europäischen Ländern. Für den dänischen Markt stellt Tulip sehr viel in Oldenburg, Niedersachsen, her, u.a. die rote Pølser.
Auch die rote Salami wird bei Tulip in riesigen Mengen hergestellt, speziell für den dänischen Gourmet, der so gern dänisch isst.

Und dabei ist nicht gesagt, dass für diese dänischen Wursterzeugnisse „Made in Germany“ dänische Schweine ihr Leben lassen müssen. Danish Crown und Tulip bedienen den Massenmarkt, der überwiegend billig will und jedem Sonderangebot hinterher läuft. Und wenn man dann in Oldenburg-Tweelbäke auf die Kennzeichen der Schweinetransporter schaut, die da tagtäglich anrollen… Slovenien, Tchechien, Bulgarien…

Fazit: Dänemark macht sich mit seinem Aktionismus nicht nur lächerlich sondern auch einsam.
BLAVANDS HUK
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von BLAVANDS HUK »

Bravo Hinnerk, der war gut :D wäre nur schade wenn das jetzt so zensiert wird wie mein ....im Keller ko.....en! :mrgreen:
Hendrik77
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hendrik77 »

25örefan hat geschrieben: Und wie ist Deine Meinung dazu?
Hejsa !
Diese Art von Schweinepest stellt zumindest keine akute Bedrohung von Menschen dar. Das Schweinehalter in Sorge sind und ihre Bestände nicht verlieren wollen kann ich auch nachvollziehen. Ob der Zaun die ultimative Lösung ist kann ich nicht beurteilen, aber irgendwie bin ich skeptisch ob die Kosten im in einem ausgeglichenen Verhältnis zum möglichen Effekt stehen. Wichtig wäre ja wenn möglich alle Übertragungswege zu unterbinden und da wird ein Zaun alleine keine Lösung sein.
Venlig hilsen
Hendrik77
Hinnerk

Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hinnerk »

Hendrik77 hat geschrieben:Wichtig wäre ja wenn möglich alle Übertragungswege zu unterbinden und da wird ein Zaun alleine keine Lösung sein.
Genau! Die Möglichkeiten nannte ich ja bereits. :)
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25örefan
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von 25örefan »

Hinnerk hat geschrieben:
Hendrik77 hat geschrieben:Wichtig wäre ja wenn möglich alle Übertragungswege zu unterbinden und da wird ein Zaun alleine keine Lösung sein.
Genau! Die Möglichkeiten nannte ich ja bereits. :)
Der Importstopp für Pølser scheidet als notwendige Möglichkeit allerdings aus.
Von dem Fertigprodukt Pølser in D z.B. in OL/ Tweelbäke für DK hergestellt, geht direkt keine Gefahr aus, da das Fertigprodukt im Autoklaven thermisch*** behandelt wird.
Ein Importstopp für osteuropäisch-deutsch-dänischer Pølser ist daher nicht erforderlich und die Ernährungslage von pølserliebenden Dänen und Touristen muß allein deshalb nicht dramatisch eingeschränkt werden :mrgreen:
***https://www.tierseucheninfo.niedersachs ... 21709.html
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Hinnerk

Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hinnerk »

Da für mich der Grenzzaun gegen Wildschweine ein Witz ist habe ich meinen Beitrag auch eher als Satire gedacht. Vielleicht hätte ich einen entsprechenden Smilie setzen sollen? Egal, nun ist es dafür zu spät. Andererseits ist eine Übertragung der afrikanischen Schweinepest auf deutsche oder dänische Wildschweine durch z.B. weggeworfene Lebensmittel (angebissene und in der Walachei "entsorgte" Pølser aus dänisch-slovenisch-deutscher Produktion :mrgreen: nicht grundsätzlich auszuschließen:

https://www.landkreis-landshut.de/Landk ... d436db49c2
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25örefan
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von 25örefan »

Hinnerk hat geschrieben:Da für mich der Grenzzaun gegen Wildschweine ein Witz ist habe ich meinen Beitrag auch eher als Satire gedacht. Vielleicht hätte ich einen entsprechenden Smilie setzen sollen? Egal, nun ist es dafür zu spät. Andererseits ist eine Übertragung der afrikanischen Schweinepest auf deutsche oder dänische Wildschweine durch z.B. weggeworfene Lebensmittel (angebissene und in der Walachei "entsorgte" Pølser aus dänisch-slovenisch-deutscher Produktion :mrgreen: nicht grundsätzlich auszuschließen:

https://www.landkreis-landshut.de/Landk ... d436db49c2
Nee, die weggeworfenen Pølser dürfen die Wildschweine genauso gerne fressen wie sie Dänen und Touristen geniessen. Bezüglich der afrikanischen Schweinpest schadet das nicht. Dänen und Touristen kann das Virus eh nichts anhaben, den Wildschweinen obwohl ansich für sie tödlich auch nicht, da die Viren die thermische Behandlung der Pølser während des Produktionsprozesses (wie von mir bereits inkl. Linknachweis :wink: geschildert) nicht überleben.
PS
Welch negative Folgen der Pølserverzehr auf Schwein oder Mensch ansonsten haben mag, wer weiß?
Mir hat der Verzehr dieser dänischen Kulinarität bisher allerdings auch nach Jahrzehnten scheinbar noch nicht geschadet. :mrgreen:
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Zuelli
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Zuelli »

Hinnerk hat geschrieben: und in der Walachei "entsorgte" Pølser aus dänisch-slovenisch-deutscher Produktion :mrgreen:
Wenn die da entsorgt wurden, glaube ich kaum, das die Schweine bis nach Dänemark kommen... :mrgreen:
Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.
BLAVANDS HUK
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von BLAVANDS HUK »

@ Zülli,unter vielen Anderen gehört die Wallachei mit Sicherheit auch zu den Gebieten in denen noch nach guter alter Art der Hausschlachtung Nutztiere aller Art ,,verwurstet" werden.Ob da nach dem Schlachten der gute alte Trichienenbeschauer nach dem Rechten sieht?Andere Länder,andere Sitten,andere oder keine Nahrungsmittelhygienischen Kontrollen!Woher stammen die billigen Arbeitskräfte westeuropäischer Großschlachereien? Nein,weiter werde ich hier nicht ausholen;aber ganz sicher sind Gleichgültigkeit ,Sorglosigkeit/Gedankenlosigkeit Gründe für ungebremste Verbreitung von Krankheiten aller Art.Selbst wenn man es auf die Spitze treiben würde und an den EU Aussengrenzen Kontrollen im Stil von Zollkontrollen der Flughäfen durchführen würde, sprich Lebensmittelkontrolle,könnte man sich nicht 100& sicher sein das irgendwie,irgendwann und irgendwo doch etwas unbewusst eingeschleppt wird denn eines ist ganz sicher:irgendwann,irgendwie,irgendwo ......muss jeder mal aufs Klo! :mrgreen:
Hinnerk

Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hinnerk »

Aus Wikipedia:
„Der Begriff Walachei wird umgangssprachlich auch als Umschreibung für abgelegene, zivilisationsarme Gegenden verwendet.“

Im Übrigen werden Fleischwarenerzeugnisse nicht nur in abgekochter Form (Pølser) nach Dänemark eingeführt sondern auch in Form von Frischfleisch (Schweine- und Rinderhälften, Tonnenweise abgepacktes Frischfleisch oder auch als Gefriergut).
Hinnerk

Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hinnerk »

Und wer den Dänen nicht gut gesonnen ist karrt ein infiziertes Wildschwein über die Grenze und lässt es irgendwo in einer netten, waldreichen Gegend laufen. Das ist nur momentan wegen der Grenzkontrollen nicht ganz leicht. Aber vielleicht geht ein Frischling ja als Hund durch. Schließlich wissen warscheinlich die meisten Dänen gar nicht, wie ein Wildschwein aussieht. :mrgreen:
Zuletzt geändert von Hinnerk am 24.03.2018, 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
Kairos
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Kairos »

Mich stört so eon Zaun nicht - aber ich soll den ja auch nicht bezahlen :D
Hinnerk

Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von Hinnerk »

Wer weiß? Vielleicht erhofft sich Esben Lunde Larsen ja EU-Gelder für den Zaunbau. :mrgreen:
BLAVANDS HUK
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Re: Drohende Schweinepest und der Versuch der Gefahrenabwehr

Beitrag von BLAVANDS HUK »

Hat der sich wirklich einen Besuchstermin bei Viktor Orban zwecks ,,Zaunbeschau" gemacht? :mrgreen:
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