Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

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25örefan
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von 25örefan »

Es bleibt kontrovers.
Dänemarks Umweltministerin Lea Wermelin setzt sich wie bereits für Finnland, Spanien, Bulgarien, Lettland, Litauen, Estland und Polen und die Slowake seit deren EU-Beitritt gültig für eine Lockerung des strengen Schutz des Wolfes durch die Habitatrichtlinie ein.
Gemeinsam mit Frankreich, Italien, Estland und Lettland hat sich Dänemark gegenüber der Europäischen Kommission zur Notwendigkeit einer weiteren Flexibilität im Wolfsmanagements mit Regulierung des Wolfes per Jagd positioniert.
Auf der FB- Seite „ Her er ulven i Danmark“ heißt es :
>>> Miljøminister Lea Wermelin skal ved et kommende samråd i Folketingets Miljø- og Fødevareudvalg "give en status for arbejdet i EU-regi med at øge mulighederne for at regulere ulven i Danmark og redegøre for Danmarks alliancer med andre lande?".
Spørgsmålet er stillet efter ønske fra folketingsmedlemmerne Pia Kjærsgaard (DF) og Erling Bonnesen (V).
Baggrunden for spørgsmålet er fredningen af ulven gennem EU's habitatdirektiv. Danmark har sammen med Frankrig, Italien, Estland og Letland henvendt sig til EU-Kommissionen om "behov for yderligere fleksibilitet i forvaltningen af ulv", som miljøministeren formulerede det i et svar til udvalget den 6. juni.
Her oplyste ministeren også, at "Finland, Spanien, Bulgarien, Letland, Litauen, Estland, Polen og Slovakiet har i forbindelse med deres tiltræden til EU helt eller delvist fået undtaget ulven fra habitatdirektivets strenge beskyttelse, der bl.a. gør det muligt at indføre jagt. Forvaltningen af ulv, herunder jagt, skal dog fortsat ske på en måde, der ikke forhindrer arten i at opnå eller opretholde gunstig bevaringsstatus".

https://www.facebook.com/10313939070067 ... 125498253/
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Hendrik77
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von Hendrik77 »

Der Handlungsplan was Wölfe in Dänemark angeht hat sich jedenfalls seit der Erstellung nicht geändert. https://mst.dk/service/publikationer/pu ... i-danmark/ Auch auf der FB des Ministeriums ist dazu nichts Neues zu lesen.

Med venlig hilsen
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von Hendrik77 »

Junge Wölfe auf der Suche nach einem Revier überqueren wohl die Grenze und das gilt für beide Richtungen. https://www.nordschleswiger.dk/de/nords ... uedersholm Die Gesetze der EU was den Schutz der Wölfe angeht haben sich trotz der Initiative einiger Länder bisher nicht geändert. Das eine Regulierung durch Abschuss aktuell notwendig ist kann ich bei 10-12 Wölfen in Dänemark auch nicht erkennen. Somit werden die Raubtiere hier weiter so gut es geht observiert und deren Verhalten analysiert, wie übrigens schon seit Jahren.

Med venlig hilsen
Hendrik77
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Der Jäger, der wegen eines rechtswidrigen Wolfsabschusses in Dänemark rechtskräftig verurteilt worden ist, hat jetzt von dem Verein "Ulvefrit Danmark" ("Wolfsfreies Dänemark"), dessen Vorsitzender sein eigener Sohn ist, eine Medaille und eine finanzielle Zuwendung anlässlich seiner Straftat verliehen bekommen.

Herning Folkeblad, 09.09.2020: Video: Ulve-dømt får medalje https://www.herningfolkeblad.dk/artikel ... 69ef1faa7/

Zuvor hatte der Verein versucht, über Facebook und die Crowdfunding-Plattform Caremaker.dk Spenden für den verurteilten Wolfsschützen zu sammeln. Tatsächlich ist es in Dänemark rechtlich möglich, Spendengelder für einen verurteilten Straftäter zu sammeln; rechtswidrig wäre es nur, wenn man Spendengelder zu dem Zweck einsammeln würde, die Straftat zu ermöglichen, etwa für den Kauf einer Waffe oder Munition.

Facebook und Caremaker.dk haben die Spendensammelaktionen nach Bekanntwerden der Umstände jedoch geschlossen und die Inhalte entfernt.

Ein Haushaltswarenhändler, der eine Spendensammeldose in seinem Laden aufgestellt hatte, hat die öffentliche Empörung über die Spendensammelaktion ebenfalls zu spüren bekommen. Er hatte nicht weiter darüber nachgedacht, als er um die Aufstellung der Sammeldose gebeten wurde. Dann haben sich um die Hundert Menschen bei ihm beschwert; und auf Facebook ist von ehemals fünf Sternen seiner Einschätzung zufolge nicht einer übrig geblieben. In Zukunft will der Händler genau darauf achten, wer in seinem Geschäft Spenden für welche Zwecke sammelt.

Vgl. DR, 07.02.2020: Han skød ulven: Nu bliver han hyldet med medalje https://www.dr.dk/nyheder/regionale/mid ... ed-medalje

An dem Schutzstatus des Wolfes rüttelt die EU derzeit übrigens nicht:
Der EU-Umweltkommissar verneinte klar die Frage der Abgeordneten, ob der Schutzstatus des Wolfs in der FFH-Richtlinie in absehbarer Zeit geändert wird. Denn sowohl in Deutschland als auch in den meisten biogeografischen Regionen der EU sei der Erhaltungszustand weiterhin als ungünstig zu bewerten.

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, 05.08.2020: EU-Umweltkommissar bestätigt möglichen Abschuss von Problemwölfen
https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-sta ... fen-562200
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25örefan
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von 25örefan »

Trotz Elektrozaun :
Neuer mutmaßlicher Wolfsangriff in Ulfborg Am Freitagmorgen mussten 31 Schafe aufgrund eines mutmaßlichen Wolfsangriffs in Stråsø Plantage zwischen Holstebro und Ulfborg sterben.
25. September 2020, um 17:10
Morten Løvig Nielsen
Journalist
Der Hirte Peter Helén bekam einen Schock, als er am Freitagmorgen zur Arbeit ging.
Es ist eine verdammte Sache und es ist schrecklich. Es macht keinen Spaß, all diese Schamhaare zu sehen.
Peter Helén, Hirte in Storålam
Den ganzen Morgen und den größten Teil des Tages haben wir damit verbracht, tote Schafe zu sammeln und Schafe zu töten, die nach einem mutmaßlichen Wolfsangriff in Stråsø Plantage am Freitagabend gebissen wurden.
- Als wir heute Morgen dorthin fuhren, fanden wir zwei tote Tiere auf dem ersten Feld und zehn weitere, die wir töten mussten, weil sie gebissen worden waren. Auf dem anderen Feld finden wir zwei weitere Tote und 17 weitere, die wir töten mussten, sagt Peter Helén, ein Hirte in Storålam.
Der Hirte hat insgesamt 31 von der Plantage zwischen Holstebro und Ulfborg verloren, und das tut Peter Helén weh.
-Es ist ein verdammter Mist, und es ist schrecklich. Es macht keinen Spaß, all diese Schambeißer zu beobachten, und der Wolf hat die Tiere gut im Griff, sagt der Hirte.
Vermutlich ein Wolf
Man kann nicht sicher sein, dass es ein Wolf ist, der die Schafe getötet hat. Zuvor wurde festgestellt, dass sowohl Füchse als auch Hunde den gleichen Schaden anrichten können. Aber Peter Helén ist zuversichtlich, dass dies ein Wolf ist.
- Wir haben das schon mal gesehen. Ich denke, wir haben insgesamt 250 Tiere verloren und es ist sehr ähnlich zu dem, was wir zuvor gesehen haben. Jetzt muss der Spielberater seinen DNA-Test durchführen, aber er denkt auch, dass es wie ein Wolfsangriff aussieht.
Jetzt will der Hirte vermeiden, dass der Wolf nach mehr Schafen zurückkommt, und deshalb bringt er die Tiere jetzt an einen anderen Ort.
- Jetzt laden wir die überlebenden Schafe auf einen Anhänger und fahren sie zu einer anderen Falte. Der Zaun war in Ordnung und es gab 6800 Volt. Es war ein wolfssicherer Zaun, und wenn er immer noch über den Zaun springt, müssen wir ihn bewegen, sagt Peter Helén.
Dies ist nicht das erste Mal, dass das Gebiet um Stråsø Plantage von mutmaßlichen Wolfsangriffen heimgesucht wird. Es geschah auch im Juli letzten Jahres, als eine Färse von einem Wolf getötet wurde.
https://www.tvmidtvest.dk/holstebro/nyt ... 0x-yShmpE0
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Schon wieder Stråsø Plantage, schon wieder Storålam und wieder ein Medienbericht mit Protagonisten, die den Wolf verdächtigen, bevor der Fall abschließend untersucht ist.
Man kan ikke være sikker på, at det er en ulv, der har været ved at dræbe fårene. Tidligere har man set, at både ræve og hunde kan gøre samme skade. Men Peter Helén føler sig sikker på, at der er tale om en ulv.

TV Midtvest, 25.09.2020: Nyt formodet ulveangreb ved Ulfborg https://www.tvmidtvest.dk/holstebro/nyt ... ed-ulfborg
Man weiß also aus früheren Fällen, dass sowohl Füchse als auch Hunde dasselbe Schadensbild verursachen können, aber der Mitarbeiter ist sich sicher, dass es ein Wolf gewesen sein muss. Das Vorgehen, in solchen Fällen schnellstens die Presse für einen "Sensationsbericht" einzuschalten, bevor alle Fakten verlässlich verfügbar sind, kritisiert der Verein "Ulvetid", Link siehe weiter unten.

Bei den vorhergehenden Fällen gab es Löcher im Zaun, die groß genug waren, einen Wolf hindurch zu lassen:

TV Midtvest, 04.04.2019: I chok efter muligt ulveangreb: - Der var klippet et stort hul i hegnet https://www.tvmidtvest.dk/holstebro/i-c ... l-i-hegnet

Dagbladet Holstebro-Struer, 01.05.2019: Ulveangreb: Igen er der klippet hul i hegnet ved Storålam https://dagbladet-holstebro-struer.dk/a ... r%C3%A5lam

Keine Rede mehr dagegen ist von den "Pferderissen" vom vorigen Jahr desselben Betriebs im selben Gebiet, die auch sofort nach dem Übergriff reich bebildert in Medienberichten auftauchten. "Jeg kender ikke til andre dyr i den danske natur, der angriber heste på den måde, siger han til TV MIDTVEST."

TV Midtvest, 28.09.2019: Formodet ulveangreb: Flere ponyer bidt ihjel https://www.tvmidtvest.dk/holstebro/for ... bidt-ihjel

Der Besitzer musste nach einer Anzeige durch den Verein "Ulvetid" allerdings einräumen, dass er die "Pferde", wie sie zunächst genannt wurden, bewusst auf einer nicht wolfsabweisend eingezäunten Weide mitten im Wolfsgebiet untergebracht hatte, weil er davon ausgegangen sei, dass Wölfe keine Ponys angreifen würden. Schaut man sich das Bildmaterial an, ist die "Größe" der Ponys allerdings gut zu erkennen - sie sind nicht größer als Schafe.

TV2 Nyheder zeigt in seinem Artikel auch Videosequenzen, auf denen ein komplett sauber abgenagtes Ponyskelett auf der Weide zu sehen ist. Diese Aufnahmen haben den Verein "Ulvetid" zur Anzeige bewogen, da ein derart vollständig sauber abgenagtes Skelett belegen würde, dass der gesetzlich verordneten Verpflichtung, alle 24 Stunden nach den Equiden zu sehen, nicht nachgekommen worden sei.

TV2, 22.10.2019: Ulve-venner melder pony-ejer til politiet https://nyheder.tv2.dk/lokalt/2019-10-2 ... l-politiet

Die Sicht des Vereins "Ulvetid" wird auf deren Website ausführlicher dargestellt. Ein Wildsachverständiger habe festgestellt, dass der Ponykadaver mindestens eine Woche lang gelegen haben muss, bis er so sauber abgenagt entdeckt worden ist. Die zuvor in dem Medien angegebenen "verschwundenen" Ponys hätten die ganze Zeit auf der Weide gelegen, auf der später auch die drei anderen Ponys von Wölfen getöteten Ponys gefunden worden seien. Am 28.09.19 berichtete u.a. TV Midtvest von den drei getöteten Ponys; als Ulvetid am 09.10.19 von der Anzeige berichete, sollen sich imselben Areal immer noch weitere Ponys befunden haben, die den Wölfen vollkommen ungeschützt ausgesetzt seien. Die Wölfe hätten leichten Zugang über den Lilleå, wo das Gebiet über eine Länge von 150-200 m völlig offen stünde.

Die Anzeige lautete deshalb auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (Dyreværnsloven §1), Verstoß gegen die Verordnung zur Pferdehaltung (Verpflichtung, täglich nach den Pferden zu sehen - Bekendtgørelse af lov om hold af heste § 23), Verstoß gegen die Tierkörperbeseitigungsverordnung (Kadaver müssen bis zur Abholung vor dem Zugriff von Aasfressern geschützt werden - Bekendtgørelse om opbevaring m.m. af døde produktionsdyr § 3 und § 9 - Kadaver müssen innerhalb von 24 Std zur Abholung angemeldet werden).

Ulvetid, 09.10.2019: Foreningen Ulvetid har politianmeldt Storålam https://www.ulvetid.nu/news-posts/foren ... storaalam/
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25örefan
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von 25örefan »

Ähnlich wie Dänemarks Umweltministerin Lea Wermelin*** (Sozialdemokraten) positioniert sich der EU- Abgeordnete, Asger Christensen (Venstre)

für eine erweiterte Flexibilität im Wolfsmanagements mit Regulierung des Wolfes per Jagd.
Auf seiner FB- Seite heißt es am 26.09.2020:
„Dreimal in einer Woche haben Wölfe in Westjütland zugeschlagen. Zuletzt haben Raubtiere fast 30 Schafe getötet, obwohl sie in einer wolfsicheren Falte mit hoher Zaunspannung eingezäunt wurden.

Die Angriffe betonen einmal mehr, dass wir die Wolfsbevölkerung regulieren müssen. Wölfe, die Angst erzeugen und immer wieder Haustiere töten, müssen erschossen werden.

Dafür arbeite ich im Europäischen Parlament!

Ps. Ps. Offensichtlich ermutige ich niemanden, einen Wolf zu erschießen oder Selbstjustiz zu begehen. Ich möchte das Gesetz ändern, damit du den Wolf erschießen kannst, wenn es ein Problem ist“
https://www.facebook.com/groups/6215631 ... 168368427/
***siehe Beitrag hier 02.09.2020, 22:45
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von BLAVANDS HUK »

Mit dieser Äußerung ermutigt Er zum Illegalen Abschuss ! Das ist geradezu ein Schulterklapp für den Schützen ; fragt sich nur ob Er selbst die Überzeugung teilt oder nur auf ,, Wahlfang" ist!
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von 25örefan »

BLAVANDS HUK hat geschrieben:Mit dieser Äußerung ermutigt Er zum Illegalen Abschuss ! Das ist geradezu ein Schulterklapp für den Schützen ; fragt sich nur ob Er selbst die Überzeugung teilt oder nur auf ,,Wahlfang" ist!
Wie kannst Du das aus der offiziellen Aussage des Venstre EU- Abgeordneten Asger Christensen herauslesen:
Offensichtlich ermutige ich niemanden, einen Wolf zu erschießen oder Selbstjustiz zu begehen. Ich möchte das Gesetz ändern, damit du den Wolf erschießen kannst, wenn es ein Problem ist“
Und in wie fern denn „Wahlfang“.?
Es wurde hier schon des Öfteren vermittelt, dass das Gros der dänischen Wähler eine pro Wolf Einstellung hat. In welchem politischen Revier will er also seine Netze auswerfen?
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von BLAVANDS HUK »

Asger ist selbst ein Landwirt und hat seinen Betrieb gar nicht sooooo weit weg von hier.
Seine Berufskollegen unter den Landwirten und Viehzüchtern aller Art möchte er schon geschlossen hinter sich haben.
Leider stehen ein überwiegender Anteil diese Berufskollegen nicht auf seiner Wählerliste darunter auch die Wolfsgegner ; besonders die EU Kritischen tendieren da eher in eine andere um nicht zu sagen radikalere Richtung!!! Was ist da naheliegender als eine Äußerung die seine Nichtwähler / Befürworter in seine Richtung locken sollen! Besonders die Fraktion Wolfsgegner!
Man kann es nicht jedem recht machen … aber versprechen kann man sehr wohl viel!
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von 25örefan »

DjM schrieb:
Man weiß also aus früheren Fällen, dass sowohl Füchse als auch Hunde dasselbe Schadensbild verursachen können,
Dass ein Fuchs als Verursacher in Frage kommt werdet doch wohl auch Ihr nicht ernsthaft glauben, es sei denn es gibt einen bisher unentdeckt gebliebenen Vulpes giganticus danmarcus....
Das wohl eher nicht, also bleibt der Fuchs nur als Nachnutzer.
Aber als Nachnutzer wessen. Da kommen Wolf oder Hund in Frage.
Für Wolf spricht die Anzahl von 31 bei einem einzigen Übergriff getöteten Schafen. Von einem derartigen Surplus Killing habe durch Hunde habe bisher noch nichts nachlesen können. Ihr vielleicht?Zudem ist dies nicht der erste Wolfsangriff auf Weidetiere in diesem Gebiet und auch der Wildsachverständige (vildtkonsulenten) geht zunächst einmal, wenn auch ohne DNA-Analyse von Wolf aus:
Jetzt muss der Wildsachverständige seinen DNA-Test durchführen, aber er denkt auch, dass es wie ein Wolfsangriff aussieht.
diese Einschätzung des Wildsachverständige habt Ihr aus dem von mir und Euch verlinkten Zeitungsartikel*** doch glatt „vergessen“ zu zitieren ebenso, dass der von Euch als „Sensationsbericht“ verurteilte Artikel eher zurückhaltend von einem „vermutetem Wolfsangriff“ („formodet ulveangreb“) schreibt und darauf hinweist, dass der DNA-Test noch fehlt.
Honi soit qui mal y pense...

Aber was spricht für Hund? Fällt Euch was ein?
Warten wir ab, was die DNA- Analyse ergibt.

PS
Und was im Allgemeinen das Thema Hund als Verursacher von Weide- und Wildtierrissen anbelangt:
Die diesbezüglichen Verhältnisse in DK kenne ich nicht, aber möglicherweise lassen sie sich mit denen in D vergleichen und da läßt doch aufhorchen, dass Berichte und Zahlen zu Weidetierrissen durch Hunde mit einer derartigen Brisanz in keiner Statistik aus Zeiten zu finden ist, als der Wolf (in Deutschland) noch nicht die Verbreitung wie mittlerweile gefunden hatte.
Ich hätte gerne mal eine Umfrage bei den Verbänden von Weidetierhaltern, wie deren Erfahrungen dazu aus Zeiten sind, als man Wölfe noch nicht für Angriffe auf Weidetiere machen konnte, weil es nur sehr wenig oder gar keine Wölfe in Deutschland gab.
Von wildernden Hunden wurde schon immer berichtet, aber nicht in solcher Anzahl und nur seltenst wenn überhaupt von Weidetierrissen.
Für jedes und alles gibt es Statistiken, um solche zu Rissen von Wild- und Weidetiere durch Hunde hat sich zu Zeiten, als der Wolf hierzulande noch keine Verbreitung gefunden hatte, offensichtlich keiner bemüht.
Warum wohl ?
Weil Möglicherweise zu vernachlässigen...


***https://www.tvmidtvest.dk/holstebro/nyt ... 0x-yShmpE0
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Die jungen Mitteleuropäer
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Hier ein paar beliebige Beispiele aus Deutschland und Dänemark von (Mehrfach-)Schafsrissen durch Hunde:
Ein 38-jähriger Landwirt erstattete Anzeige, weil der Hund eines 20-Jährigen mehrfach Schafe auf einer Wiese des 38-jährigen Landwirts gerissen haben soll. Nach Angaben des Landwirts sind bereits drei Schafe verendet und andere Schafe wurden so stark verletzt, dass sie nicht mehr in der Lage sind, trächtig zu werden.

Fränkischer, 23.09.20: Ansbach: Hund reißt Schafe https://fraenkischer.de/ansbach-hund-reisst-schafe/
Hund reißt bei Mössingen zehn Schafe - Ein oder mehrere Hunde haben an zwei Tagen bei Mössingen zehn Schafe gerissen. Ein Gentest hat den Wolf als Täter ausgeschlossen.

SWP, 09.03.2019: Hund reißt bei Mössingen zehn Schafe https://www.swp.de/suedwesten/hund-reis ... 51111.html
In Altastenberg sind vier Schafe gerissen worden. Schäfer Justin Huptas glaubt zunächst an einen Wolf, dann sieht er Fußspuren des Hundehalters.

Westfalenpost, 25.12.2017: Hund reißt Schafe in Altlastenberg: Halter kümmert sich nicht https://www.wp.de/staedte/altkreis-bril ... 30803.html
Erneut hat ein Hund auf einer Weide gewildert. Im Blutrausch biss er insgesamt 22 Tiere tot oder verletzte sie so schwer, dass sie anschließend getötet werden mussten. Es ist nicht der erste Vorfall an dieser Stelle.

Stuttgarter Nachrichten, 25.04.2019: Hund beißt 22 Schafe auf einer Weide tot https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... b324c.html
Søndag gik to herreløse schæferhunde i blodrus til angreb på Tippens fåreflok, det endte med tre døde og et såret får. Episoden er blot den seneste i en lang række af skambidte får.

Valby liv 08.06.2016: Vilde hunde dræber tre får https://ugeavisen.dk/valby/artikel/vild ... e-f%C3%A5r
De 10 får, der gik til i et angreb ved Storåen for 3 uger siden blev ikke dræbt af ulve. Det viser de DNA-prøver, som Naturstyrelsen fik svar på torsdag morgen. Prøverne viste, at det var hunde, der havde jagtet fårene på landmand Peter Helens mark.

TV Midtvest, 24.09.2015: Hund større dræber end ulv https://www.tvmidtvest.dk/ulven-er-tilb ... er-end-ulv
Und allgemein:
Wildernde Hunde reißen in Schleswig-Holstein mehr Schafe, als der Wolf. Das belegen Zahlen des Kieler Umweltministeriums.

SHZ, 29.01.2017: Wildernde Hunde sind gefährlicher als Wölfe https://www.shz.de/regionales/schleswig ... 60831.html
Hund større dræber end ulv

DNA-resultater viser, at det var hunde, der stod bag et stort angreb på en flok får ved Holstebro. En opgørelse Naturstyrelsen har lavet for TV MIDTVEST afslører, at løse hunde dræber langt flere får end ulvene.


TV Midtvest, 24.09.2015: Hund større dræber end ulv https://www.tvmidtvest.dk/ulven-er-tilb ... er-end-ulv
Und hier noch der Fuchs:
Aufregung im Landkreis Ebersberg: Ein Fuchs hat mehrmals einen Schafstall heimgesucht – er riss Lämmer und sogar Mutterschafe. (...) Seit Wochen dringt immer wieder ein Fuchs in seinen offenen Schafstall in Sensau bei Steinhöring (Kreis Ebersberg) ein. Beim ersten Mal riss er ein Lamm und verletzte ein Mutterschaf daneben schwer. Es lebte zwar noch, als Huber morgens in den Schafstall kam. Aber aufgrund schwerer Bisswunden musste er es töten. Noch ein weiteres Mal kam der Rotrock in den Unterstand – und wieder wurde ein Lamm gefressen, ein zweites, 80 Kilo schweres Mutterschaf tot gebissen. (...) „Ausgewachsene Rehe als Beute kommen vor, Angriffe auf ausgewachsene Schafe sind weniger bekannt“, erklärt das Landesamt für Umwelt. Füchse hätten relativ lange und spitze Eckzähne und seien gute Jäger.
Landwirt Huber hat mit einer installierten Videokamera festgehalten, wie der Fuchs vorging.


OVB online, 24.02.2015: Ein Fuchs reißt Schafe https://www.ovb-online.de/weltspiegel/b ... 60796.html
Die jungen Mitteleuropäer
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Re: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

25örefan hat geschrieben:(...) dass der von Euch als „Sensationsbericht“ verurteilte Artikel (...)
Bitte noch einmal genau lesen:
Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:Das Vorgehen, in solchen Fällen schnellstens die Presse für einen "Sensationsbericht" einzuschalten, bevor alle Fakten verlässlich verfügbar sind, kritisiert der Verein "Ulvetid", Link siehe weiter unten.
Der Verein kritisiert, dass sich der Tierhalter gegenüber der Presse in der Opferrolle inszeniert und als Mitglied des Vereins Ulvefrit Danmark (Wolfsfreies Dänemark) "pflichtgemäss" die Medien herbeiruft, welche wohlwollend die Story vom "mutmaßlichen Wolfsangriff" auf höchstmöglich dramatisierende Weise veröffentlichen.
(...) som medlem af foreningen Ulvefrit Danmark ”gør han sin pligt” at tilkalde medierne, som villigt bringer historien om ”formodet ulveangreb” på den mest mulige dramatiserede måde.

Foreningen Ulvetid, 09.10.2019: Foreningen Ulvetid har politianmeldt Storålam https://www.ulvetid.nu/news-posts/foren ... storaalam/
Der Verein Ulvefrit Danmark (Wolfsfreies Dänemark), dessen Vorsitzender ein Mitglied der konservativ-liberalen Partei Venstre ist, hat den Jäger, der illegal einen Wolf erschossen hat und dafür rechtskräftig verurteilt worden ist, anlässlich genau dieser Straftat mit einer Medaille und einem Geldgeschenk geehrt. Der verurteilte Schütze ist zudem der Vater des Vorsitzenden und Venstre-Politikers (siehe vorheriger Kommentar vom 22.09.2020, 11:50 Uhr).

Der Verein Ulvetid steht mit der Kritik an der medialen einseitigen Berichterstattung über Wölfe nicht allein da. Autoren wie Bjørn Holmskjold oder die Umweltjournalistin und Autorin Jonna Odgaard aus Ringkøbing z. B. kritisieren die unsachlichen Meldungen ebenso.

Sowohl die Zeitungen im Allgemeinen als auch die Lokalblätter im Besonderen würden hohe Auflagen und Reichweiten anstreben, die man vor allem mit Dramatik statt mit seriösen Fakten gewinne. Die meisten Leser überflögen heutzutage nur die Überschriften - seien diese aber genügend dramatisch und ins Auge fallend, würden sie vielleicht auch zum Lesen des Artikels verleiten, der mit Werbung prall gefüllt ist.
Fælles for dem er de skal sælge aviser, og det gøres bedst ved at fremme dramaet, og ikke ved seriøsitet. De fleste læsere i dag overkomme lige overskriften, og er den dramatisk og iøjnefaldende nok, måske også selve artiklen, der er pyntet op med reklamer.

Holmskjold.net, 02.04.2018: Landmændene går amok – Medierne bakker op….. om ulvehysteriet https://holmskjold.net/landmaendene-gaa ... hysteriet/
Jonna Odgaard sagt:
Wenn man den Umfang der Wolfsberichterstattung und die Wolfsdebatten in gedruckten und elektronischen Medien bedenkt, müsste man meinen, dass Dänemark von ganzen Horden von Wölfen überrannt sein müsste. Tatsache ist, dass nach Aussage der Wolfsforscher neun Wölfe in Jütland leben. (...) Neun Wölfe! Die Medien, insbesondere in Westjütland, sind voller Berichte und Aussagen von Schaf- und anderen Tierhaltern, die behaupten, dass ihre Tiere von Wölfen angegriffen worden seien.
Bei jedem einzelnen Vorkommnis ruft der Halter "Wolf!". Und jedes Mal halten die Medien brav das Mikrofon dafür.
Fakt ist aber, dass 2017 von 95 Fällen, in denen Tierhalter behaupteten, dass ihre Tiere von Wölfen angegriffen worden seien, seitens der Umweltbehörde in nur 24 Fällen Wölfe als Verursacher festgestellt werden konnten.


Når man ser omfanget af mediedækningen og debatten om ulve i Danmark i trykte og elektroniske medier og på de sociale medier, skulle man tro, at landet var blevet rendt over ende af horder af ulve. Men kendsgerningen er, at vi ifølge ulveforskerne har ni ulve i Jylland (...). Ni ulve! Medierne, især i Vestjylland, er fyldt med artikler om og debatindlæg fra fåreholdere og andre husdyrejere, der fortæller, at ulve har angrebet deres dyr.
For hver eneste gang et husdyr er blevet angrebet, råber ejeren ‘Ulv!’ Og medierne holder villigt mikrofon for ejeren.
Kendsgerningen er, at Miljøstyrelsen i 2017 blev kaldt ud 95 gange til husdyrejere, der mente, at deres husdyr var dræbt af ulv, men DNA-undersøgelser viste, at det kun var en ulv i 24 af tilfældene.

Holmskjold.net, 02.04.2018: Landmændene går amok – Medierne bakker op….. om ulvehysteriet https://holmskjold.net/landmaendene-gaa ... hysteriet/
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