Darlehensabtrag für Haus in DK nicht mehr zahlbar

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SusiStrolch
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Darlehensabtrag für Haus in DK nicht mehr zahlbar

Beitrag von SusiStrolch »

Hallo,

ich schreibe sozusagen im Auftrag und hoffe auf Hilfe.
Meine Schwiegereltern sind bei Rentenbeginn nach DK ausgewandert und haben dort ein Haus gekauft.
Dabei haben sie ein tilgungsfreies Darlehen erhalten und jetzt wo dieses Darlehen ausgelaufen ist, wird natürlich ein Darlehen mit Abtrag weitergeführt.
Die beiden Rentner haben das jetzt ein oder zwei Jahre versucht, krebsen aber einfach am Limit und kriegen das Haus auch nicht verkauft.

Hat jemand eine Idee, an wen die beiden sich zwecks Hilfe wenden können?
Sie wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Kann man eine Insolvenz beantragen, wenn das Haus noch nicht verkauft ist? Was ist mit der Zwangsversteigerung? Gibt es irgendwelche anderen Möglichkeiten?
Erschwerend kommt noch hinzu, dass die beiden kein Dänisch sprechen und die dänischen Freunde von früher keine wirklichen Freunde mehr sind, man möchte sich mit diesen Problemen nicht unbedingt an sie wenden.
Anwälte sind auch nicht wirklich scharf auf diesen Fall (das haben wir schon versucht), vermutlich, weil nix zu holen ist.

Es wäre toll, wenn jemand eine Idee hätte, an wen sich die beiden wenden können und sei es nur um zu wissen, was auf sie zukommt.

Ich bedanke mich schon mal vorab,
liebe Grüße
SusiStrolch
gerdson
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Re: Darlehensabtrag für Haus in DK nicht mehr zahlbar

Beitrag von gerdson »

Tja. Du schreibst ansonsten nicht viel, z.B. wann Deine Schwiegereltern ausgereist sind, und in welcher Region sich das Haus befindet. Zuständig ist zunächst einmal die Bank - die dürften noch das geringste Interesse an einer Insolvenz haben, weil für sie die als Pfand hinterlegte Immobilie mutmasslich auch nur schwierig verwertetbar ist. Durchaus in der Pflicht sehe ich hier übrigens auch die Kinder Deiner Schwiegereltern, sprich Deinen Ehegatten und die Geschwister. Leider (und daher hat der deutsche Gesetzgeber prinzipiell auch zu recht darauf reagiert) haben diese, wenn die Eltern z.B. zum Pflegefall werden, häufig selbst finanziell einen Engpass - die Kinder noch in der Ausbildung, die eigene Immobilie - so vorhanden - auch noch lange nicht abbezahlt, usf. Aber in der Situation Deiner Schwiegereltern helfen ja evtl. auch vergleichsweise geringe Beträge, und der Abtrag auf ein Darlehen dient ja letztlich dem Vermögensaufbau - sprich später erbt man das ja dann auch. Was bei einer Immobilie, die vielleicht weniger wert ist als die Höhe des Darlehens, und mutmasslich nur mit geringem Eigenkapital finanziert worden ist, natürlich nicht viel hilft.

Ohne Dänischkenntnisse wird es natürlich nicht leichter, vor allem wenn es im Freundes- und Bekanntenkreis niemanden mehr gibt, dem man vertrauen mag. Ich habe mal unter "gæld rådgivning" gegoogelt.

Es finden sich einige offenbar private Ratgeber, aber da ich keine Ahnung habe, wie die sich letztlich finanzieren, lassen wir sie mal außen vor. Diese Seite kommt in Betracht:

https://gaeld.taenk.dk/raadgivning-om-gaeld
(Verbraucherrat, wird vom Staat finanziert, die Beratung erfolgt teilweise durch Ehrenamtliche. Ich würde davon ausgehen, dass sich zumindest in Sudjutland auch ein deutschsprachiger Berater findet.)

Du kannst mir auch eine PN schicken, aber wenn Deine Schwiegereltern nicht in der Nähe wohnen, kann ich dann auch nicht viel machen, aber viellicht helfen den Fragebogen auf der Seite auszufüllen.
gerdson
Mitglied
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Re: Darlehensabtrag für Haus in DK nicht mehr zahlbar

Beitrag von gerdson »

P.S.
https://www.aeldresagen.dk/viden-og-raa ... sion/gaeld
Ældresagen kümmert sich in DK um die Belange von Rentnern und Pensionären.

Hier geht es konkret um Immobilienschulden:
https://www.aeldresagen.dk/viden-og-raa ... /boligaeld
Auch dort wird auf Beratung durch Freiwillige verwiesen. Einfach mal anrufen!
sea u in denmark
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Registriert: 17.02.2018, 13:29

Re: Darlehensabtrag für Haus in DK nicht mehr zahlbar

Beitrag von sea u in denmark »

Mir scheint auch, dass erster Ansprechpartner die Bank sein sollte. Die hat sich m.E. schon grob falsch verhalten, indem sie ein Darlehen angeboten hat, das nicht durch den Wert der Immobilie abgedeckt ist, und mit Zahlungsverpflichtungen, die nicht zum Einkommen der Schuldner passen.
Nach meinem Dafürhalten hat die Bank dadurch das Problem verschuldet und soll es deshalb auch lösen.

Weiterhin würde ich bis zur Klärung jedenfalls sicher stellen, dass alle vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, also alle Zahlungen geleistet werden. Wenn das Geld dafür nicht da ist, muss eben die Familie einspringen (dadurch Miteigentum am Haus erwerben).
Nach dem geschilderten Ablauf muss doch bei Vertragsabschluss klar gewesen sein, wie hoch das Einkommen durch die Renten ist, und wie hoch die Zahlungsverpflichtungen werden - deshalb sollte der monatliche Fehlbetrag eigentlich nicht unüberwindlich hoch sein.

Wenn das Haus nicht für die Familie gehalten werden soll, könnte vielleicht ein Makler sich um den Verkauf kümmern, mit vereinbarter Zahlung seiner Kosten durch den Käufer.

Viel Glück!

sea u in denmark
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