Qualität von Leitungswasser

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princess78
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Qualität von Leitungswasser

Beitrag von princess78 »

Hallo!

In genau 17 Tagen geht es los!!! Das erste Mal nach DK, Fanö!! :D :D :D

Kann mir jemand sagen wie die Qualität vom Leitungswasser auf Fanö ist? Wir haben ein Baby dabei und ich muß Fläschchen zubereiten. Klar koche ich das Wasser ab, aber ist das Leitungswasser dort für die Zubereitung von Babynahrung geeignet? Da unser Kofferraum schon voll ist, bzw. sein wird, paßt nicht noch Babywasser für 2 Wochen rein.

Lieben Dank für eure Antworten
Yvonne
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Lars J. Helbo
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Beitrag von Lars J. Helbo »

Ja, das ist es prinzipiel überall in DK.
[url=http://www.helbo.org]www.helbo.org[/url] - [url=http://www.sallnet.dk]www.sallnet.dk[/url] - [url=http://www.salldata.dk]www.salldata.dk[/url] - [url=http://friskole.netau.net]www.frijsendal.dk[/url]
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Ursel
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Beitrag von Ursel »

Hej Yvonne!

Direkt uzm Fanö-trinkwasser weiß ich jetzt nichts, aber sieht man mal von einem kleineren Skandal hier oder da ab, weil irgendwas is Trinkwasser gelingt ist (wie sowas in Dtld. und anderswo ja auch vorkommt), ist die dänische Trinkwasserqualität sehr gut.
Überwacht ist es auch, also ist es oft besser, Leitungswasser zu trinken als ein starkes Mineral-Wasser,.
Im übrigen gibt es her auch diverse wassersorten zu kaufen, falls Dir das alles zu unsicher ist (aber dänische Babys überleben ja auch auf Fanö :D ) - Notstand kann also eigentlich nicht ausbrechen, selbst, wenn Ihr nichts mitnehmen wollt oder könnt!
Schöne Ferien - Ursel, DK
""Den virkelige opdagelsesrejse går ikke ud på at finde nye lande,
men at se med nye øjne."

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...
Jørg
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Beitrag von Jørg »

jetzt hat´s Køge wieder mal getroffen.

[url]http://www.koege.dk/Nyheder/2010/Juni/Anbefaling-om-at-koge-vandet-fra-Koege-Vandvaerk[/url]

Hilsen Jørg
stappenrodt
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Beitrag von stappenrodt »

Also ich bin ein "nur Leitungswasser" trinker in Deutschland und auch in Dänemark habe ich kein Leitungswasser bisher gefunden, welches mir nicht geschmeckt oder geschadet hat. Klar ist das bei Babys was anderes, aber wenn Du eh das Wasser einmal abkochst sollte da nichts passieren.
Stefan Appenrodt

--------

Unsere Erlebnisse in Dänemark: http://www.dk-info.eu
Dänemarkfans
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Beitrag von Dänemarkfans »

Also wenn wir in DK sind, nehmen wir nur Auflöstee mit und trinken dies mit dem >Leitungswasser, weil es einfach genial ist.

Nicht zu vergleichen mit dem hier in D.

Also mach dir keine Sorgen, dein Baby will nachher nix anderes mehr ;) ;)
autosport
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Beitrag von autosport »

Dänemarkfans hat geschrieben:Also wenn wir in DK sind, nehmen wir nur Auflöstee mit und trinken dies mit dem >Leitungswasser, weil es einfach genial ist.

Nicht zu vergleichen mit dem hier in D.

Also mach dir keine Sorgen, dein Baby will nachher nix anderes mehr ;) ;)
In DK wird das Trinkwasser ausschliesslich aus Grundwasser gewonnen. Grundwässer unterscheiden sich hauptsächlich durch die Zusammensetzung der Mineralien. Diese machen auch den "Geschmack" aus. Es wird also so sein, dass die Zusammensetzung an deinem Urlaubsort eine andere ist als bei dir zu Hause. Da das Wasser in DK aber auch nicht überall gleich ist und aus einer Quelle kommt, kann es dir woanders u.U. gar nicht schmecken. Kann man also so nicht verallgemeinern.
reimund1012

Beitrag von reimund1012 »

Hallo,

ich weiss nicht ob "autosport" sich da nicht ein wenig zu weit aus dem Fenster lehnt, wenn er behauptet das Leitungswasser in DK IMMER aus Grundwasser stammt.

Fanø ist ja hauptsächlich ein "Sandhaufen" , ähnlich wie Rømø, Sylt, Amrum oder die ost- und westfriesischen Inseln.
Einige dieser Inseln beziehen ihr Trinkwasser aus "Süßwasserlinsen " die so eine Art Relikt aus der letzten Eiszeit sind, denn normalerweise drückt das Salzwasser ins Grundwasser nach wenn es in großen Mengen entnommen wird.

Wie gesagt, auf dem Festland würde ich die Aussage sofort unterschreiben, auf den Inseln wäre ich mir da nicht so sicher.
Im übrigen ist Grundwasser nicht automatisch schadstoffärmer als Oberflächen wasser.
In Westjütland, wo viel Milchwirtschaft angesiedelt ist, ist das Grundwasser sicher weniger mit Pestizit- und Herbizidrückständen und/oder Nitraten belastet als im landwirtschaftlich sehr exzessiv genutzen Osten des Landes.
Aber das ist in Deutschland und anderen Länderen auch nicht anders.

Das Einzige was ich in Bezug auf die Zubereitung von Baby-Nahrung auf jeden Fall machen würde, ist es das Wasser vor Gebrauch mindestens 30 Sekunden lang ablaufen zu lassen.
Nicht weil ich dem Wasser nicht traue, sondern weil in etlichen nicht ganz so neuen Ferienhäusern Trinkwasserleitungen aus PVC verlegt worden sind.
Und die Weichmacher darin sind in ihrer Langzeitwirkung noch lange nicht vollständig erforscht.
Und selbst bei modernen Kupferrohren halte ich das genauso, denn ob jeder Hobbyhandwerker oder Schwarzarbeiter da auch das vorgeschriebene, weitgehend bleifreie Speziallot verwendet, wage ich doch mal zu bezweifeln.


Gruß

Reimund
autosport
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Beitrag von autosport »

Eine Süsswasserlinse ist auch Grundwasser. :wink:

Kupferrohre werden heute meistens nicht mehr gelötet sondern gepresst. Bei dem PVC bin ich mir nicht sicher. Normalerweise werden Wasserleitungen aus PE verlegt. PE enthält imho keine Weichmacher. In modernen Wasseraufbereitungsanlagen werden fast nur noch Pe Leitungen bis zur Grösse von 150 mm verlegt.

Mit den 30 Sekunden Ablauf des Wassers wenn es zur Nahrungszubereitung dient, das würde ich zur Sicherheit auch so machen. Dann kann eigentlich nichts passieren. Wenn man ganz sicher gehen will, muss man es halt abkochen.
reimund1012

Beitrag von reimund1012 »

Hallo @ autosport,

das eine "Süßwasserlinse" auch (sozusagen "antikes") Grundwasser ist, das ist mir schon klar.
Ich weiss aber das z.B. auf den ostfriesischen Inseln längst nicht jedes Eiland über solche Grundwasservorräte verfügt.
Der Grund dafür ist das alle Inseln durch die Windverfrachtung des Sandes seit Jahrhunderten stetig von Westen nach Osten wandern und diese Grundwasserseen sich deshalb nicht immer genau unter einer Insel befinden.

Und Fanø ist da wohl keine Ausnahme.
Wenn man zum Beispiel bedenkt das die große Halbinsel Skallingen nebenan auch noch sehr, sehr jung ist.

Ach so, meine Wasserleitungen löte ich nach wie vor am liebsten selber.
Es lohnt sich für mich als Hobbyklempner einfach nicht die teure Zange und die unverschämt teuren Quetschfittinge zu kaufen.

Was die PVC-Leitungen angeht, so findet man die eigentlich nur noch in älteren Häusern (so 15 bis 20 Jahre alt).
Und da steht definitiv PVC auf den Leitungen, was mich als Kunststoff-Fachmann auch nicht verwundert.
Denn vernünftige und vor allem alterungs- und wasserbeständige Kleber für PE, PP und PU sind noch gar nicht allzu lange auf dem Markt.
Da war bisher "Reib- oder thermisches Schweißen" das einzige probate Mittel für dauerhaft wasserdichte Verbindungen.

Gruß

Reimund
r.go57
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Beitrag von r.go57 »

Die meisten firmen im installations-u-heizungshandwerk
verwenden heute nur noch kunststoffverbundrohr.
wunderbar verlegbar,ohne viel verbindungsstücke und presserei,da in rollen abrollbar,an verteiler ran und gut is.
viel zeit spart man bei der technik auch.

reimund,du hast eigentlich nach den neuestens vorschriften
der trinkwasserverordnung als hobbybastler an trinkwasserleitungen nix zu suchen :wink:
aber solange du nur bei dir rumfummelst und keine schwarzarbeit machst :mrgreen:
reimund1012

Beitrag von reimund1012 »

Hallo @ r.go57,

weiss ich doch !
Aber im Gartenhaus ist das nicht so relevant.
Nachdem meine Frau doch glatt vergessen hat vor dem Winter die Wasserleitung leerlaufen zu lassen, sind mir am einem Dutzend Stellen die Kupferrohre geplatzt.
Bin aber selber Schuld, denn ich habe versäumt ihr das explizit zu sagen.
Jetzt habe ich die Leitung an einem Dutzend Stellen mit eingelöteten Stücken geflickt.
Sieht jetzt aus als hätten die Mario Brothers die Leitung gelegt.
Oder aber ein dänischer Ferienhausbesitzer mit Heimwerker-Ambitionen. :mrgreen:
Vor 20 Jahren konnte man da jede Menge kreative und "typisch dänische Heimwerker-Speziallösungen " in den Ferienhäusern finden.
Nicht nur bei Wasserleitungen, sondern auch bei selbstgebastelten (Etagen)Betten. Mobiliar etc.

Gruß

Reimund
autosport
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Beitrag von autosport »

Hallo Reimund,

ich will hier nicht unbedingt den Klugscheisser raushängen lassen aber ich bin bei der Energie- und Wasserversorgung tätig und in unseren Anlagen ist PE schon vor über 20 Jahren geklebt worden. Die Leitungen sind bis heute dicht.

Bei mir im Haus habe ich bei der letzten Badsanierung alles gepresst. Ok, die Fittings sind nicht gerade billig aber die Zange hat mich als Leihgebühr halt nur 'nen Kasten Cola gekostet und die Arbeit damit geht wirklich sauschnell.

Ob in alten Häusern PVC Leitungen verarbeitet wurden, weiss ich nicht da ich kein Installateur bin. Ich kenne nur Kupfer- und früher Bleirohre. Ganz wenige verlegen in der letzten Zeit auch Edelstahl oder PE.

@r.go57
Kunststoffverbundrohr kannte ich bis jetzt nur für Heizungsinstallationen. Wusste nicht, dass das auch für normale Wasserleitungen gebraucht wird. Ein Kumpel, der letztens gebaut hat, hat überall PE Leitungen mit normalen Klebemuffen eingebaut bekommen.
r.go57
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Beitrag von r.go57 »

autosport hat geschrieben:Hallo Reimund,

ich will hier nicht unbedingt den Klugscheisser raushängen lassen aber ich bin bei der Energie- und Wasserversorgung tätig und in unseren Anlagen ist PE schon vor über 20 Jahren geklebt worden. Die Leitungen sind bis heute dicht.

Bei mir im Haus habe ich bei der letzten Badsanierung alles gepresst. Ok, die Fittings sind nicht gerade billig aber die Zange hat mich als Leihgebühr halt nur 'nen Kasten Cola gekostet und die Arbeit damit geht wirklich sauschnell.

Ob in alten Häusern PVC Leitungen verarbeitet wurden, weiss ich nicht da ich kein Installateur bin. Ich kenne nur Kupfer- und früher Bleirohre. Ganz wenige verlegen in der letzten Zeit auch Edelstahl oder PE.

@r.go57
Kunststoffverbundrohr kannte ich bis jetzt nur für Heizungsinstallationen. Wusste nicht, dass das auch für normale Wasserleitungen gebraucht wird. Ein Kumpel, der letztens gebaut hat, hat überall PE Leitungen mit normalen Klebemuffen eingebaut bekommen.

hallo autosport,

dann lies dich hier mal ein:
http://www.uponor.de/systeme/trinkwasserinstallation/verbundrohrsystem.html

nur nicht für solar verwenden!

PE-Xa haben die auch im angebot u.zur verwendung,ist halt ne kostenfrage
autosport
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Beitrag von autosport »

Jo mach ich. Danke, wieder was gelernt. Wie gesagt, bin kein Installateur und bei uns gibt es Kunststoffverbundrohr nur für die Heizungsanlage.
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