Corona News Dänemark

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Hendrik77
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Hendrik77 »

Dänischer_Hamburger hat geschrieben: 07.01.2022, 11:36 Die Patienten in dänischen Krankenhäusern bekommen übrigens tägliche PCR-Tests.
Ich arbeite im Krankenhaus in Odense und kann nicht bestätigen das die Patient*innen mit den ich zu tun habe täglich gestestet werden. Es gibt ganz klare Richtlinien und auch da sind keine täglichen PCR Tests vorgesehen. Wer in der Notaufnahme negativ getestet wurde und nicht vollständig geimpft ist wird am 3. und 7. Tag seines Klinikaufenthaltes getestet. Bei dementsprechenden akut auftretenden Symptomen wird ggf. natürlich umgehend getestet.

Ob Corona Haupt oder Nebendiagnose ist ändert nichts an den Richtlinien wie damit um zu gehen ist. Für alle die es interessiert unter folgendem Link unten bei der Suchanfrage Covid eingeben und nach der Suche erscheinen die Richtlinien. https://ekstern.infonet.regionsyddanmark.dk/

Med venlig hilsen
Hendrik77
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Aalwurst
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Aalwurst »

Dänischer_Hamburger hat geschrieben: 07.01.2022, 11:36 Ich habe mal ein Bericht dazu gelesen(leider finde ich kein Link), dass OBWOHL Deutschland die meisten Intensivbetten pro Einwohner in Europa hat, sind die Betten schneller belegt, weil man auch viel früher als in anderen Ländern von Normal- zu Intensivstationen verlegt, also bei weiniger Schwere Fälle. Man könnte ja denken, es hätte damit zu tun, dass die Krankenhäuser in Deutschland pro Intesivbett mehr also Pro Normalbett abrechnen können.....

https://de.statista.com/statistik/daten ... ofessional
Genau diese Thematik geistert schon lange durch meinen Kopf:

Ich habe seit Pandemiebeginn, immer mal wieder, die Anzahl der Covid-belegten Intensivbetten in Hamburg (~1,85 mio Einwohner) mit denen von Dänemark (~ 5,8 mio Einwoner) verglichen. Es war zu jedem Zeitpunkt so, dass die Anzahl der belegten Intensivbetten nahezu gleich hoch war... bei der ungefähr dreimal so großen Bevölkerungszahl in Dänemark

Bemerkenswert hierzu sind m.E. hierzu noch zwei weitere Dinge:
- Die Zahl der nachweislich infizierten ist in Dänemark (pro 100.000 Einwohner gerechnet) nahezu doppelt so hoch wie in Deutschland
- Die Covid-"Sterbequote" ist in Deutschland etwa 3x so hoch wie in DK (verschiebt sich übrigens aktuell täglich noch zu Gunsten Dänemarks)

Nun Frage ich mich:
- wie bringt man diese Zahlen in einen Zusammenhang ?
Wir haben in Deutschland überlastete Intensivstationen bei einer überproportional hohen Intensivbettenbelegung...und das bei einer deutlich größeren Sterblichkeitsrate

Erstaunlich, dass diese Thematik noch nie von ernsthaften Journalisten aufgegriffen wurde.
Beste Grüße
von der Aalwurst
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mtk777
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von mtk777 »

Erstaunlicherweise hatte Deutschland in 2021 mehr Intensivbetten belegt, als nach der Bestandsaufnahme/Abfrage in Wahrheit vorhanden war.
Hier wurde zum Nachteil der Krankenkassen/Allgemeinbevölkerung gelogen.

Es ist noch kein Fall bekannt, wo das Krankenhaus Geld zurück zahlen musste.

Ist wie mit Unterstützungsgelder-Coronafond, schön in die große Schatulle reinpacken.

Hoffe das in unserer Neuen Heimat, sowas nicht passiert.
Med venlig hilsen Kai und Martina
Die jungen Mitteleuropäer
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Es gibt sie auch noch, die unaufgeregten, pragmatischen Politiker ohne Hang zu Panikmache und übertriebenem Aktionismus: Interview mit dem dänischen Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen
Rostocks OB lehnt Corona-Impfpflicht ab

[...] Der Oberbürgermeister Rostocks, Claus Ruhe Madsen (parteilos), hat eine allgemeine Impfpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie abgelehnt. Viele Menschen, die gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Bundes- und der Landesregierung auf die Straße gehen, drückten ein wachsendes Misstrauen gegen staatliche Institutionen und deren wechselnde Entscheidungen aus. "Wir schließen ständig etwas aus, was im nächsten Monat dann doch wieder diskutiert oder beschlossen wird." Ein Großteil der Demonstranten seien völlig normale Menschen, deren Ängste und Bedürfnisse sehr ernst genommen werden müssten. "Wenn wir die nicht erreichen, ist gar nichts gewonnen", betonte der Verwaltungschef der größten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Menschen bräuchten Angebote, um sich impfen zu lassen.
Die Impfpflicht, die derzeit etwa von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) favorisiert wird, hält der Oberbürgermeister für problematisch. "Wir haben doch gar keinen Überblick, wer geimpft ist", kritisierte er. Es gebe geimpfte Menschen, die in keiner Statistik auftauchen. Madsen verwies auf seine dänische Heimat, die bei der Digitalisierung wesentlich weiter sei. "Da ist ein Staat, in den die Menschen Vertrauen und das Gefühl haben, dass der Staat die Probleme im Griff hat und auf das Wohl der Menschen achtet."


NDR, 08.11.2021: Rostocks OB lehnt Corona-Impfpflicht ab https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... s6284.html
Immerhin besitzt unser Bundeskanzler Olaf die Contenance, Teile der Bevölkerung - nicht wie Frankreichs Präsident- mit unflätigen Fäkal-Kraftausdrücken zu beschimpfen:
Macron hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Zeitung »Le Parisien« mit einem deutlichen und teils vulgär verstandenen Vokabular davon gesprochen, Ungeimpfte in der Coronapandemie bis zum Ende nerven zu wollen. In dem Interview hatte Macron mit Blick auf Impfgegner zudem gesagt, ein Unverantwortlicher sei kein Bürger mehr. Seine Aussagen waren in Opposition und Gesellschaft teils auf heftige Kritik gestoßen. [...] Frankreichs Regierung will in wenigen Tagen drastische Einschränkungen für Ungeimpfte einführen. Sie sollen dann keinen Zugang mehr zu Kinos, Bars oder Fernzügen haben. Das Gesetzesvorhaben ist aber noch nicht vom Parlament verabschiedet worden. [...] Der Inzidenzwert, also die registrierten Ansteckungen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche, lag zuletzt bei etwa 2209.

Spiegel, 07.01.2021: Streit über Wortwahl - Macron verteidigt Ausdrucksweise nach Äußerung über Ungeimpfte https://www.spiegel.de/ausland/corona-e ... 589af28f7d
In Dänemark liegt die Inzidenz mit Stand heute bei knapp 2327.* Da könnte sich die Mette doch auch mal verbal so richtig gehen lassen... :mrgreen:

Ich sag nur - Achtung Kalauer - In Claus Ruhe liegt die Kraft... :mrgreen:

* Corona-Zahlen für Dänemark, aktulisiert am 08. Januar 2022 https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/d%C3%A4nemark/
Die jungen Mitteleuropäer
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Mir ist zudem aufgefallen, dass in den deutschen Medien, die man für gewöhnlich als durchaus mehr oder weniger seriös bezeichnen kann, zur Zeit keine besonders viefältige Debatte hinsichtlich Corona und möglichen Maßnahmen dagegen stattfindet.

TV2 Nyheder berichtet dagegen zum Beispiel über den dänischen Oberarzt der hirn- und neurochirugischen Abteilung des Rigshospitals, Morten Ziebell, der sich fragt, warum alte, kranke, schwache und ohnehin dem Tode geweihte Menschen auf keinen Fall an Corona sterben dürfen.

Auch wenn es auf die Frage keinesfalls einfache Antworten geben kann, so ist die Debatte darüber sicherlich sinnvoll und notwendig.
Selbst wenn du alt, schwach und überdrüssig der Tage bist, heißt das nicht, dass du auch in Ruhe und Frieden sterben darfst. Denn es herrscht die Erwartung vor, dass das dänische Gesundheitswesen dich stets behandelt und dein Leben rettet. Mit anderen Worten - es ist im dänischen Gesundheitswesenn einfach nicht mehr gestattet zu sterben. [...] Er [Morten Ziebell] erlebt, wie die sich diese Auffassung unter der Corona-Krise massiv verstärkt hat, weil die Politiker suggerierten, dass man an Corona nicht sterben dürfe.
So sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz am 06. April 2020, dass 187 Menschen verstorben seien. Jeder einzelne von ihnen sei eine Tragödie. Ihre Gedanken und ihr Mitgefühl seien bei den Angehörigen.

[...] Er erklärt, dass der Tod häufig Bakterien oder einer Infektion geschuldet sei, wenn man als alter und schwacher Mensch verstirbt. Es wäre nicht fair, den Zustand hinauszuzögern, nur um auf die nächste Krankheit zu warten.

"Das ist ja zu erwarten, wenn man in einem geschwächten Körper lebt. Dann kann man doch nicht einfach zwischen den Krankheiten unterscheiden und urteilen, diese oder jede verusache jetzt aber einen würdigeren Tod als die andere. Es spielt doch keine Rolle, ob letzten Endes eine Influenza oder Covid-19 zum Tod geführt haben", sagt er.

Man müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass die kurzzeitige Rettung Hochbetagter Ressourcen bindet, die an anderer Stelle fehlen würden. "Ist der Patient erst einmal im Krankenhaus in der Akutphase, lässt sich der Behandlungsprozess in der Regel nicht mehr stoppen. Nach Untersuchungen und Blutentnahmen landet der Patient dann auf der Intensiv, wo der 92jährige Pflegeheimbewohner künstlich beatmet wird und man sich fragt: Warum ist hier niemand, der rechtzeitig Stopp gesagt hat?", fragt Morten Ziebell.

Die Debatte müsse viel früher mit Patienten, Angehörigen und Politikern geführt werden. Es geht doch nicht darum, so lange wie möglich zu leben. Es geht darum, so gut wie möglich zu leben. Wir haben da eine Menge Dinge im Angbot, die diesbezüglich nicht sehr hilfreich sind. Morten Ziebell ist sich nicht immer sicher, ob sich die Beschäftigten im Gesundheitswesen selbst für den Erhalt von Maßnahmen entscheiden würden, die sie ihren Patienten angedeihen lassen.

Man müsse hier auch mal ein wenig an der Handbremse ziehen, denn der Tod sei ja nun mal unausweichlich. Aber die Politiker würden diese heiße Eisen lieber nicht in die Hand nehmen.


TV2 Nyheder, 05.01.2022: Det er tid til at snakke om, at man gerne må dø, mener overlæge https://nyheder.tv2.dk/2022-01-04-det-e ... -overlaege
Hendrik77
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Hendrik77 »

OT da es nichts mit News aus Dänemark zu tun hat.
Aalwurst hat geschrieben: 08.01.2022, 10:04 Bemerkenswert hierzu sind m.E. hierzu noch zwei weitere Dinge:
- Die Zahl der nachweislich infizierten ist in Dänemark (pro 100.000 Einwohner gerechnet) nahezu doppelt so hoch wie in Deutschland
- Die Covid-"Sterbequote" ist in Deutschland etwa 3x so hoch wie in DK (verschiebt sich übrigens aktuell täglich noch zu Gunsten Dänemarks)

Nun Frage ich mich:
- wie bringt man diese Zahlen in einen Zusammenhang ?
Wir haben in Deutschland überlastete Intensivstationen bei einer überproportional hohen Intensivbettenbelegung...und das bei einer deutlich größeren Sterblichkeitsrate
https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/d%C3%A4nemark/
https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/
Die Differenz bei der Letalitätsrate liegt u.a. an der unterschiedlichen Strategie bei der Impfung. Dänemark hat zuerst die Gruppe mit dem höchsten Risiko geimpft. https://www.dr.dk/nyheder/indland/aeldr ... bliver-nok https://socialstyrelsen.dk/nyheder/2021 ... vaccineres
U.a. in Deutschland sind die Zahlen was die Impfung älterer Bürger*innen angeht nicht ganz so hoch. https://de.statista.com/statistik/daten ... ersgruppe/ Die Auswirkungen zeigen sich u.a. bei der Belegung der Intensivstationen. https://de.statista.com/statistik/daten ... patienten/

Was die Intensivbetten in Deutschland angeht hier ein Link der aufzeigt wo die Kommerzialiserung des Gesundheitssystemes hin führt und das Patient*innen nicht zwangsläufig davon profitieren. https://www.focus.de/gesundheit/system- ... 40994.html
Das mit den Ausgleichszahlungen und dem Betrugsverdacht ist auch noch nicht geklärt. https://www.mdr.de/nachrichten/deutschl ... e-100.html

Med venlig hilsen
Hendrik77
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Aalwurst
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Aalwurst »

Vielen Dank Henrik für die "Aufklärung" der Sachverhalte zum Thema Intensivbettenbelegung in Deutschland. Der Focus-Artikel ist tatsächlich sehr lesenswert.
Hendrik77 hat geschrieben: 08.01.2022, 17:21 https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/d%C3%A4nemark/
https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/
Die Differenz bei der Letalitätsrate liegt u.a. an der unterschiedlichen Strategie bei der Impfung. Dänemark hat zuerst die Gruppe mit dem höchsten Risiko geimpft. https://www.dr.dk/nyheder/indland/aeldr ... bliver-nok https://socialstyrelsen.dk/nyheder/2021 ... vaccineres
U.a. in Deutschland sind die Zahlen was die Impfung älterer Bürger*innen angeht nicht ganz so hoch. https://de.statista.com/statistik/daten ... ersgruppe/ Die Auswirkungen zeigen sich u.a. bei der Belegung der Intensivstationen. https://de.statista.com/statistik/daten ... patienten/
Med venlig hilsen
Hendrik77
Die, zweifelsfrei bessere, dänische Impfstrategie taugt aber nur bedingt zur Erklärung der Unterschiede in der Letalitätsrate. Nämlich nur für das Jahr 2021 betrachtet.

In 2020 sind, abgesehen von einigen wenigen Impfstoff-Probanden, weder in Dänemark noch in Deutschland berichtenswerte Mengen an Menschen gegen Covid geimpft worden. Zumindest nicht in einem Zeitraum in dem die Impfung dann noch in 2020 wirksam gewesen wäre.

Zum 31.12.2020 war die Letalitätsrate in Deutschland ungefähr doppelt so hoch wie in Dänemark.
Beste Grüße
von der Aalwurst
Dänischer_Hamburger
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Dänischer_Hamburger »

Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben: 08.01.2022, 16:41 Mir ist zudem aufgefallen, dass in den deutschen Medien, die man für gewöhnlich als durchaus mehr oder weniger seriös bezeichnen kann, zur Zeit keine besonders viefältige Debatte hinsichtlich Corona und möglichen Maßnahmen dagegen stattfindet.

TV2 Nyheder berichtet dagegen zum Beispiel über den dänischen Oberarzt der hirn- und neurochirugischen Abteilung des Rigshospitals, Morten Ziebell, der sich fragt, warum alte, kranke, schwache und ohnehin dem Tode geweihte Menschen auf keinen Fall an Corona sterben dürfen.

Auch wenn es auf die Frage keinesfalls einfache Antworten geben kann, so ist die Debatte darüber sicherlich sinnvoll und notwendig.
Selbst wenn du alt, schwach und überdrüssig der Tage bist, heißt das nicht, dass du auch in Ruhe und Frieden sterben darfst. Denn es herrscht die Erwartung vor, dass das dänische Gesundheitswesen dich stets behandelt und dein Leben rettet. Mit anderen Worten - es ist im dänischen Gesundheitswesenn einfach nicht mehr gestattet zu sterben. [...] Er [Morten Ziebell] erlebt, wie die sich diese Auffassung unter der Corona-Krise massiv verstärkt hat, weil die Politiker suggerierten, dass man an Corona nicht sterben dürfe.
So sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz am 06. April 2020, dass 187 Menschen verstorben seien. Jeder einzelne von ihnen sei eine Tragödie. Ihre Gedanken und ihr Mitgefühl seien bei den Angehörigen.

[...] Er erklärt, dass der Tod häufig Bakterien oder einer Infektion geschuldet sei, wenn man als alter und schwacher Mensch verstirbt. Es wäre nicht fair, den Zustand hinauszuzögern, nur um auf die nächste Krankheit zu warten.

"Das ist ja zu erwarten, wenn man in einem geschwächten Körper lebt. Dann kann man doch nicht einfach zwischen den Krankheiten unterscheiden und urteilen, diese oder jede verusache jetzt aber einen würdigeren Tod als die andere. Es spielt doch keine Rolle, ob letzten Endes eine Influenza oder Covid-19 zum Tod geführt haben", sagt er.

Man müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass die kurzzeitige Rettung Hochbetagter Ressourcen bindet, die an anderer Stelle fehlen würden. "Ist der Patient erst einmal im Krankenhaus in der Akutphase, lässt sich der Behandlungsprozess in der Regel nicht mehr stoppen. Nach Untersuchungen und Blutentnahmen landet der Patient dann auf der Intensiv, wo der 92jährige Pflegeheimbewohner künstlich beatmet wird und man sich fragt: Warum ist hier niemand, der rechtzeitig Stopp gesagt hat?", fragt Morten Ziebell.

Die Debatte müsse viel früher mit Patienten, Angehörigen und Politikern geführt werden. Es geht doch nicht darum, so lange wie möglich zu leben. Es geht darum, so gut wie möglich zu leben. Wir haben da eine Menge Dinge im Angbot, die diesbezüglich nicht sehr hilfreich sind. Morten Ziebell ist sich nicht immer sicher, ob sich die Beschäftigten im Gesundheitswesen selbst für den Erhalt von Maßnahmen entscheiden würden, die sie ihren Patienten angedeihen lassen.

Man müsse hier auch mal ein wenig an der Handbremse ziehen, denn der Tod sei ja nun mal unausweichlich. Aber die Politiker würden diese heiße Eisen lieber nicht in die Hand nehmen.


TV2 Nyheder, 05.01.2022: Det er tid til at snakke om, at man gerne må dø, mener overlæge https://nyheder.tv2.dk/2022-01-04-det-e ... -overlaege
Ich verfolge auch die Corona-Debatte und Deutschland und Dänemark und der Tenor ist in der Tat sehr unterschiedlich. Gefühlt, werden Politiker in Deutschland immer gegrillt und dazu befragt warum sie den "nichts tun" weil die Zahlen steigen. Das "nichts-tun" impliziert natürlich härtere Regeln.

Ich warte noch auf den Tag, wo ein Lauterbauch oder Kollegen die Frage bekommt, "warum hat Deutschland eigentlich mitunter den härtesten Regeln der Welt und ist das verhälltnismäßig. Könnte Deutschland von England, Schweden, Dänemark, Schweiz, lernen wo man höhere Zahlen zulässt und weniger Einschränkngen hat"?

Aber natürlich hat das viel mit Politik zu tun. So lange ein große Mehrheit die geltenden Maßnahmen für richtig oder sich gar stärkere Maßnahmen wünschen, besteht ja kein Anlaß etwas zu lockern....

Da wird sicherlich auch die Meinung eines dänischen Bürgermeisters in Rostock die große Politik wenig interessieren :roll:

Aber ich vermisse wirklich eine nuanzierte Debatte in Deutschland.

https://de.statista.com/infografik/2381 ... assnahmen/
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wombat
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von wombat »

Beim Vergleich von Sterblichkeiten zwischen Dänemark und Deutschland muss man aufpassen, nicht Äpfel und Birnen zu vergleichen. Es gibt in Deutschland regional durchaus große Unterschiede in Bezug auf Impfquoten aber auch in Bezug auf Altersverteilung, Bevölkerungsdichte und (durchschnittliche) Bereitschaft der Bevölkerung sich an die Verhaltensregeln zu halten.

Von daher sollte man daher nicht unbedingt ganz Dänemark mit Hamburg vergleichen, da Hamburg eben ein Ballungsgebiet ist. Da wäre es eben eher sinnvoll Kopenhagen mit Hamburg zu vergleichen. Oder man vergleicht Hamburg und Schleswig-Holstein gemeinsam mit Dänemark. Das käme näherungsweise besser hin und auch die Bevölkerungsgröße (gemeinsam 5,4 Millionen gegen 5,8 Millionen in DK) wäre eher vergleichbar.

Ich habe hier eine Grafik angehängt, die die Übersterblichkeit (Differenz zur Durchschnittlichen Sterblichkeit der Vorjahre) und auch (in Grün) die gemeldeten Covid-19 Sterbezahlen (Quelle: RKI/Johns Hopkins) gegenüberstellt. Man kann meines Erachtens erkennen, daß sich die Sterbedaten von SH+HH und Dänemark in sehr ähnlichen Regionen bewegen. Als "Negativbeispiel" habe ich noch Sachsen hinzugefügt. Dort besteht ein höherer Altersdurchschnitt, eine wesentlich niedrigere Impfquote und in dem Zusammenhang auch (nach z.B. Umfragenwerten) eine geringere Bereitschaft den Covid-19 Verhaltensregeln zu entsprechen.
Bild

Ein Vergleich von Infektions-Fallzahlen ist m.E. dagegen wenig zielführend. Diese dienen zwar als relativ kurzfristiger Anhaltspunkt für die Fallentwicklung aber es gibt sehr viele Einflußgrößen, die sich unterscheiden können: Testkriterien und -zugänglichkeit, Altersgruppeninzidenz, vorherrschende Variante, Impfquote, Kapazitäten der Labore und Gesundheitsämter
Die jungen Mitteleuropäer
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Ich denke, man könnte Maßnahmen immer vermitteln, wenn man sie nachvollziehbar begründet. Der dänische Gesundheitsminister will die Gültigkeit des Coronapasses nach der Zweitimpfung jetzt auf 5 Monate reduzieren, weil die Wirksamkeit der Impfung innerhalb weniger Monate rapide nachlasse. Er erklärt dabei auch, dass der Corona-Pass ursprünglich als Instrument gedacht war, die Infektionszahlen in der Gesellschaft auf niedrigem Niveau zu kontrollieren. Nun wisse man aber, dass das nicht funktioniere, während die Impfung hinsichtlich des Risikos eines schweren Krankheitsverlaufs immer noch eine der wichtigsten Waffen sei, die man habe.

TV2 Nyheder, 10.01.2022: Sundhedsminister vil forkorte coronapasset til fem måneder https://nyheder.tv2.dk/2022-01-10-sundh ... em-maneder

Das ist ehrlich und nachvollziehbar. In Deutschland dagegen hat man eher das Gefühl, dass Politik und Medien massiv auf eine Eskalation hin zu einer Impfpflicht drängen, obwohl immer weniger für den Nutzen einer Pflicht (nicht für die Impfung an sich) spricht, da sie eben nicht geeignet ist, Infektionen zu verhindern und das Virus zu eliminieren.

Allgemein zum Corona-Virus gab es heute morgen eine interessante Einschätzung des Mediziners und Wissenschaftsjournalisten Dr. Christoph Specht:
"Ich finde, es hilft immer, wenn man schaut, was ist der Sinn des Ganzen eigentlich. Und der Sinn soll ja sein, dass man möglichst sicherstellt, in dieser Gastronomie ist jetzt keiner der infektiös ist, damit er eben andere nicht anstecken kann. Das klingt ja auch logisch und überzeugend. Die Frage ist, ob man das damit erreichen kann. 2G+ heißt ja, oder andersrum, die Geboosterten müssen das jetzt ja nicht machen. Ich bin jetzt geboostert, aber ich stelle mich jetzt nicht hin und glaube, dass ich frei wäre von der Gefahr infiziert sein zu können. Ich bin ganz sicher, dass das irgendwann kommt. Ich hab jetzt gerade wieder einen Patienten erlebt, der hatte die Erkrankung gehabt, der ist zweimal geimpft, ist geboostert im Dezember, und ist jetzt mit Omikron positiv. Sowas kommt vor, der ist nicht vorerkrankt, der ist nicht uralt, der hat keine Immunschwäche. Sowas kommt vor und diese Patienten, diese Menschen, diese Infektiösen, würde ich dann bei 2G+ nicht rausfiltern, weil er ist ja geboostert und empfindet sich auf der sicheren Seite."

ZDF Volle Kanne, 10.01.2022: Warum wir nicht ewig boostern werden und auch eine Impfpflicht das Virus nicht aus der Welt schaffen würde, erklärt Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht https://www.zdf.de/verbraucher/volle-ka ... t-104.html
Und warum eine Impfpflicht wahrscheinlich nicht den gewünschten Erfolg bringen würde:
"Weil die Impfung ja nicht dazu geeignet ist, das Virus zu eliminieren. Das hat man immer so im Hinterkopf, weil das bei anderen Erkrankungen geht. Bei dieser Erkrankung geht das bestimmt nicht. Was man aber damit erreichen kann, ist das Risiko der einzelnen Menschen deutlich zu reduzieren, dass sie keinen schweren Verlauf bekommen. Das ist wunderbar, das ist eine ganz erlaubt egoistische Sichtweise, aber wenn ich jetzt alle geimpft habe, dann bin ich natürlich in einer in sofern besseren Situation, weil eben weniger Menschen ins Krankenhaus müssen. [...] Was man nicht sagen kann bzw. was man von der anderen Seite her sagen muss: Das Virus wäre nach wie vor da. Das sehen wir jetzt ja an dem Beispiel, was ich eben gerade auch gesagt habe. Das Virus bleibt und wird auch weiter mutieren."

ZDF Volle Kanne, 10.01.2022: Warum wir nicht ewig boostern werden und auch eine Impfpflicht das Virus nicht aus der Welt schaffen würde, erklärt Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht https://www.zdf.de/verbraucher/volle-ka ... t-104.html
Das ist ja bekannt, ich bin jetzt kein Fan von der Impfpflicht, jedenfalls nicht von der allgemeinen Impfpflicht. Man muss sich das sehr gut überlegen, ob man das tut, weil eben dahinter immer so ein bisschen steht, ja bei Masern haben wir's doch auch. Masern ist 'ne völlig andere Erkrankung. Wichtigster Unterschied ist: Masern hat kein Tier-Reservoir. Das heißt, wir könnten Masern durch eine Impfpflicht - wenn alle geimpft wären oder zumindest ein ganz, ganz großer Teil - wirklich ausrotten. In der Welt gäbe es keine Masern mehr, wenn alle oder ein sehr großer Anteil geimpft wären. Oder wir alle drei Wochen zuhause blieben, keiner geht mehr vor die Tür, dann wäre Masern auch vorbei. Bei SAR-SCoV-2 kriegen wir das zumindest mit diesen beiden Maßnahmen nicht hin, wir kriegen es mit gar keiner Maßnahme hin. Weil - angefangen von der Fledermaus, über ganz normale Mäuse, Nerze, Katzen, Weißwedelhirsche - überall gibt es Reservoire für SARS-CoV-2. Das heißt, wir können mit einer Impfung beim Menschen SARS-CoV-2 nicht ausrotten. Von daher ist das mit einer Impfpflicht so eine Sache.

ZDF Volle Kanne, 10.01.2022: Warum wir nicht ewig boostern werden und auch eine Impfpflicht das Virus nicht aus der Welt schaffen würde, erklärt Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht https://www.zdf.de/verbraucher/volle-ka ... t-104.html
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Dänischer_Hamburger »

Mal eben 2 weitere Beispiel von heute Morgen, die einfach zeigen wie unterschiedlich die Szenarien gerade sind.

Dänische Professoren:
Die Pandemie ist bald vorbei. Schon in Februar wird Corona in Dänemark verschwinden. Jeder zweite wird dann schon mal eine Infektion hinter sich haben und somit kann sich Corona nicht mehr ausbreiten
https://politiken.dk/forbrugogliv/sundh ... 3%A6nde-ud
https://ekstrabladet.dk/nyheder/samfund ... ar/9077144

Der Deutsche Gesundheitsminister:
https://www.merkur.de/politik/lauterbac ... 23903.html

Baldiges Pandemieende "naiv". Durchseuchung keine Option, das wird "ernste Probleme" bringen.
Dänischer_Hamburger
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Dänischer_Hamburger »

https://www.daserste.de/information/pol ... n-100.html

Coronalage aus Dänemark in Weltspiegel
Hendrik77
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Hendrik77 »

Die Teststrategie und die damit verbundenen Kosten sollen nochmal genau untersucht werden. https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... tstrategie
Wie schon in einem vorherigen Beitrag angeklungen rechnen Forscher in Dänemark mit einem baldigen Ende der Pandemie bzw. deren gesellschaftlicher Gefährlichkeit. https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... nn-beendet
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Hendrik77 »

OT
wombat hat geschrieben: 10.01.2022, 10:25 Beim Vergleich von Sterblichkeiten zwischen Dänemark und Deutschland muss man aufpassen, nicht Äpfel und Birnen zu vergleichen. Es gibt in Deutschland regional durchaus große Unterschiede in Bezug auf Impfquoten aber auch in Bezug auf Altersverteilung, Bevölkerungsdichte und (durchschnittliche) Bereitschaft der Bevölkerung sich an die Verhaltensregeln zu halten.
Innerhalb Dänemark gibt es auch Unterschiede z.B. was die Inzidenz in den einzelnen Kommunen angeht. https://nyheder.tv2.dk/samfund/corona-n ... gn-kommune
Die genannten Unterschiede gibt es ja nicht nur zwischen Dänemark und Deutschland, sondern zwischen nahezu allen Ländern u.a. in Europa. https://www.derstandard.de/story/200013 ... ch-fordern Trotzdem gibt es im Internet diverse Vergleiche dazu.
Med venlig hilsen
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Re: Corona News Dänemark

Beitrag von Die jungen Mitteleuropäer »

Gestern gab es im NDR-Schleswig-Holstein-Magazin einen wohlwollenden Filmbeitrag über die erfolgreichen Corona-Maßnahmen in Dänemark.
Die Dänen werten Daten über Impfdurchbrüche, Altersgruppen und Virustypen aus. Bei der Impfung setzen sie auf Freiwilligkeit - mit Erfolg.

NDR, Schleswig-Holstein-Magazin, 10.01.2022: Besondere Datenlage in Dänemark: Die Pandemie in Echtzeit https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 89712.html
Wenn in Deutschland statt der heutigen 7-Tages-Inzidenz von 387,9 wie in Dänemark die Inzidenz bei 2474,7 läge, möchte ich mir die Panik und den damit verbundenen Aktionismus gar nicht vorstellen. Allein die mutige und zuversichtliche Einschätzung, dass Dänemark in zwei Monaten mit dem Gröbsten wahrscheinlich durch ist, wird offenbar schon als Erfolg gewertet. Man setzt jetzt auf der einen Seite verstärkt auf das Boostern, auf der anderen Seite:
Die Dänen setzen auch auf die Immunisierung der Bevölkerung durch Infektionen. Die nächsten zwei Monate mit Omikron würden hart werden, dafür würden sie danach aber besser dastehen, hofft die Forscherin. Die Quarantäne darf deswegen nach zwei Tagen ohne Symptome beendet werden. "Andere Länder bleiben bei vierzehn Tagen Isolation, aber wir glauben, dass die Regeln nicht allzu streng sein dürfen, damit sich die Menschen überhaupt an die häusliche Quarantäne halten." Die Dänen blicken also gelassen ins neue Jahr. Bislang mussten nur 0,6 Prozent aller Omikron-Infizierten in einem Krankenhaus behandelt werden, bei der Delta-Variante waren es 1,5 Prozent. Maskenpflicht auf der Straße ist auch aufgehoben, und 2G-Regeln sind kaum ein Gesprächsthema. Der dänische Weg - ganz anders als im Nachbarland.

NDR, Schleswig-Holstein-Magazin, 10.01.2022: Besondere Datenlage in Dänemark: Die Pandemie in Echtzeit https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 89712.html
Im Nachbarland häufen sich derweil die Pannen, die das Vertrauen in eine politisch auferlegte Impfpflicht sicher auch nicht erhöhen:
Rund 1.800 Menschen bekamen abgelaufenen Biontech-Impfstoff

[...] Rund 1.800 Menschen in Oberbayern haben einen abgelaufenen Biontech-Impfstoff erhalten. [...] Gesundheitliche Schäden oder nachträgliche Auswirkungen schließt Tresec aus. Auch eine reduzierte Wirksamkeit des Impfstoffs bei ansonsten ordnungsgemäßer Lagerung und Handhabung sei nicht zu erwarten und in ähnlichen Fällen andernorts nicht aufgetreten. Die Firma sprach von menschlichem Versagen und entließ zwei Beschäftigte. [...] Betroffene können im Impfzentrum kostenlos ihre Antikörper bestimmen lassen und sich gegebenenfalls erneut impfen lassen. [...] Einen ähnlichen Fall hatte es auch in Köln gegeben. Nach Mitteilung der Stadt vom Montag schloss das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit nicht aus, ging aber nicht von einem Komplettverlust des Wirkstoffs aus.

Bayerischer Rundfunk, 11.01.2022: Rund 1.800 Menschen bekamen abgelaufenen Biontech-Impfstoff https://www.br.de/nachrichten/bayern/ru ... ff,SuCtmiF
Impfzentrum-Panne: Mitarbeiterin spritzt Kinder mit dem falschen Impfstoff

Im Impfzentrum des nordrhein-westfälischen Kreises Olpe haben am Sonntag mehrere Kinder den Impfstoff von Moderna gespritzt bekommen - obwohl für sie bisher nur das Mittel von Biontech zugelassen ist.
[...] Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt das Präparat aufgrund eines erhöhten Risikos für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen allerdings nicht mehr für Menschen unter 30 Jahren.
Bei den Kindern, die das Mittel von Moderna bekamen, seien zum Zeitpunkt des Verlassens des Impfzentrums keine Auffälligkeiten festzustellen gewesen, hieß es. Auf Wunsch der Eltern sei der Vorfall bei der Polizei angezeigt worden.


Allgäuer Zeitung, 20.12.202: Corona in Nordrhein-Westfalen - Impfzentrum-Panne: Mitarbeiterin spritzt Kinder mit dem falschen Impfstoff https://www.allgaeuer-zeitung.de/welt/p ... rid-357805
Impfpanne in Hannover: 21 Kinder bekommen Erwachsenen-Dosis

Im Impfzentrum am Zoo in Hannover haben 21 Jungen und Mädchen Impfstoff mit der höheren Konzentration für Erwachsene gespritzt bekommen. Für die Kinder war eigentlich der Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige vorgesehen, wie eine Sprecherin der Region Hannover mitteilte.
[...] Medizinisch gesehen handelt es sich um eine nicht notwendige erhöhte Dosis des Impfstoffs, die sich nicht negativ auswirken dürften", sagte Graf der Mitteilung zufolge.

RTL, 05.01.2022: Impfpanne in Hannover: 21 Kinder bekommen Erwachsenen-Dosis https://www.rtl.de/cms/impfpanne-in-han ... 93604.html
Impfung mit Kochsalzlösung - Über 10.000 Menschen brauchen neue Impfung

Im niedersächsischen Landkreis Friesland hat eine Krankenschwester Kochsalzlösung statt Corona-Impfstoff gespritzt. Die Zahl der Betroffenen hat sich nun erneut erhöht.

ZDF, 13.08.2021: Impfung mit Kochsalzlösung - Über 10.000 Menschen brauchen neue Impfung https://www.zdf.de/nachrichten/panorama ... e-100.html
Ich habe in den dänischen Medien noch keine vergleichbaren Meldungen gefunden...