Hauskauf in Deutschland, Wohnen in Dänemark

Fragen und Tipps: Bürokratie, dänisches Recht, usw.
Antworten
PHINEUNDTHOMAS
Neues Mitglied
Beiträge: 3
Registriert: 15.07.2021, 15:31

Hauskauf in Deutschland, Wohnen in Dänemark

Beitrag von PHINEUNDTHOMAS »

Hallo zusammen,

ich bin sehr froh, das Forum hier gefunden zu haben.
PHINEUNDTHOMAS
Neues Mitglied
Beiträge: 3
Registriert: 15.07.2021, 15:31

Re: Hauskauf in Deutschland, Wohnen in Dänemark

Beitrag von PHINEUNDTHOMAS »

Leider hab ich da wohl den falschen Knopf gedrückt und eine leere Nachricht abgeschickt? :D Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben:
_______

Hallo zusammen,

ich bin sehr froh, das Forum hier gefunden zu haben.

Wir haben uns getraut und sind 2018 von Deutschland nach Dänemark ausgewandert, nun wohnen wir seit geraumer Zeit in Kopenhagen und haben beide einen recht angenehmen Angestelltenjob bei der Uni und einer dänischen Firma. Dänisch lernen läuft soweit, sodass der Plan schon auch ist, unseren Lebensabend hier in Dänemark zu verbringen. Das heißt, in Dänemark wohnen und arbeiten bis zur Rente, und zwischendrin die Familie in Deutschland besuchen.

Nun haben wir so einige Projekte im Blick, unter anderem wollen wir eine kleine Eigentumswohnung in Deutschland erwerben.
Vermutlich wird diese hauptsächlich auch vermietet, also quasi dann als kleines Nebeneinkommen.

Nach ersten Recherchen bei deutschen und dänischen Banken ist das jedoch gar nicht so einfach..

Hat jemand ein ähnliches Projekt bereits umgesetzt? Einen Kauf einer Immobilie in Deutschland bei Einkommen in dänischen Kronen? Und wenn ja, wie habt ihr die Finanzierung gelöst?

Sonst irgendwas zu beachten?

Weitere Fragen kommen sicher noch, wir sind noch sehr am Anfang mit unserer Immobiliensuche. Aber wir hoffen wirklich auf ein positives Feedback, das "Problem" muss doch zu lösen sein?

Viele Grüße
Josephine :D
gerdson
Mitglied
Beiträge: 444
Registriert: 16.01.2016, 17:00

Re: Hauskauf in Deutschland, Wohnen in Dänemark

Beitrag von gerdson »

Hüben wie drüben schwierig ohne laufende Bezüge. Wenn Ihr reichlich Eigenkapital mitbrächtet vielleicht schon eher.
Aber fragt Euch doch erstmal, was das soll? Geldanlage? Schlechte Rendite. Mieter wollen ausserdem auch betreut werden... da müsst Ihr auch noch eine Wohnungsverwaltung einschalten, oder Euch selbst mit der Organisation von Instandhaltung, Nebenkostenabrechnungen usf rumschlagen. Einkommensteuerrechtlich ist auch nix zu holen, Ihr könnt negative Mieteinkünfte in D nicht mit dem dänischen Einkommen verrechnen. Ich rate ab.
PHINEUNDTHOMAS
Neues Mitglied
Beiträge: 3
Registriert: 15.07.2021, 15:31

Re: Hauskauf in Deutschland, Wohnen in Dänemark

Beitrag von PHINEUNDTHOMAS »

Danke für deine schnelle Antwort und Meinung, Gerdson! Wir sehen das aber etwas positiver :wink:

Hat denn jemand anderes Erfahrungen mit einer grenzüberschreitenden Finanzierung gemacht? Das Problem scheint hauptsächlich die Währung zu sein, also ein Einkommen in Dänischen Kronen, aber ein Darlehen in Euro...

Wäre super happy und dankbar über jegliches Know-how zum (Bank-) Prozess, das muss doch möglich sein.. ?

VG
Josephine
gerdson
Mitglied
Beiträge: 444
Registriert: 16.01.2016, 17:00

Re: Hauskauf in Deutschland, Wohnen in Dänemark

Beitrag von gerdson »

Die Währung selbst ist irrelevant (die Krone ist ja relativ fest an den Euro gebunden, die Währungsrisiken sind überschaubar), sondern in erster Linie ein "nachweisbares, ggf. auch pfändbares Einkommen" zur Absicherung des Darlehens. Wenn Ihr mit den Zahlungen in Rückstand geratet, wie soll eine deutsche Bank bei Dir das Geld eintreiben? Umgekehrt, wie soll eine dänische Bank eine deutsche Immobilie beleihen, auf wen soll denn die Hypothek eingetragen werden?

Grenzübergreifende Finanzierungen werden praktisch von keiner Bank angeboten (selbst nicht solchen, die in beiden Ländern vertreten sind, wie z.B. der Sydbank - obwohl die Nachfrage sicherlich vorhanden wäre). Du kannst hier im Forum rumsuchen, wieviele Deutsche weder von dänischen Banken noch von deutschen ein Finanzierungsangebot erhalten haben, um sich ihre "Traumimmobilie" in DK zu sichern. Anfragen in die "andere Richtung" sind eher die Ausnahme, ich kann mich derzeit nicht an einen Fall erinnern.

Eine sehr hohe Eigenkapitalquote, oder die Absicherung durch eine Bürgschaft (z.B. der Eltern) könnte evtl. helfen, aber vermutlich bezahlt man auch das mit einem Risikoaufschlag bei den Zinsen.

Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, für den Fall dass wir im Rentenalter nach D zurückkehren würden - aber es dann zurückgestellt. Zuviele Unbekannte in der Rechnung, ich lege mein Geld daher lieber anders an.

Ihr schreibt nicht viel zum sonstigen Hintergrund. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass die Investition in Immobilien, zwecks Vermietung, interessant sein kann, wenn man (Sonder-) Abschreibungen in Anspruch nehmen kann - das lohnt sich aber in aller Regel nur, wenn man auch entsprechende EInkünfte in D versteuern muss. Im übrigen zahlt Ihr hier in DK für Immobilienbesitz im Ausland auch noch mal Steuern.
Antworten