Auswandern als Rentner

Fragen und Tipps: Bürokratie, dänisches Recht, usw.
goertzie
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von goertzie »

Wenn ich im Urlaub in Ägypten oder Frankreich zusammenklappe, kann ich auch nicht die Landessprache. Das ist ja nun kein Argument.

Was ich nur raten kann: Beschäftigt euch mit der Sprache und mit den dänischen Eigenheiten. Seid euch bewusst darüber, dass ihr dann ein gläserner Mensch seid und der Nachbar im Grundbuch nachschauen kann, was für Kredite auf eurem Haus liegen. Ohne Sprache wird man nichts würde ich nicht sagen, englisch hilft viel. Aber dänisch ist einfach besser. Wir planen auch die Auswanderung als Rentner. Ob es was wird, weiß ich jetzt ja nicht. Kann in den Jahren (mindestens 11) noch viel passieren. Aber wir haben unser Haus dort schon und falls es nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen, bleiben wir halt in Deutschland und fahren wie bisher halt hoch.

Ich finde schon, dass einige hier schwarzmalen. Das ist ebensowenig förderlich wie die rosarote Brille.
Viele Grüße
Petra
dina
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von dina »

Amylynn hat geschrieben: 04.06.2024, 22:06 Und wie dina gerade geschrieben hat,.hatte in meinem Arbeitsleben auch genug Einblicke in Krankenhäuser und Altenheime, das ist wirklich nicht lobenswert was hier so los ist.
Allerdings, ich könnte darüber seitenlang schreiben, bei Interesse gerne mehr per PN oder hier nachfragen.
Auch als Angehörige meines ebenfalls deutschen Mannes, der hier einen 3 fach Bypass bekam, als Krebspatient sehr gute Behandlung bekommt, ganz ohne Privatversicherung, kann ich über das Gesundheitssystem nicht klagen.
Globuli und andere nicht evidenzbasierte Mittel und Behandlungen der Alternativmedizin sind hier allerdings Privatvergnügen und werden nicht vom steuerfinanzierten Gesundheitssystem getragen, was ich auch richtig finde.
Aber auch da soll ja wohl in D einiges geändert werden, ich bin ja absolut auf Lauterbach-Linie.
Was ich allerdings für unabdingbar halte wenn man hier klarkommen will, ist die Sprache.
Man kann seine Möglichkeiten und Rechte nur kennen und sich dafür einsetzen, wenn man die Sprache kann, was für mich allerdings nie ein Problem war.
Es gibt so viele Möglichkeiten, schon vor dem Umzug sich damit auseinanderzusetzen und sich Fähigkeiten anzueigenen.
Was die Medien betrifft, natürlich wird da nur über das berichtet was nicht funktioniert, nur damit kann man, möglichst reisserisch, Schlagzeilen machen.
Ärztemangel auf dem Land gibt es in D und DK, genauso wie Ärzte die lieber einen anderen Beruf ausüben sollten, und andere, die wirklich gut sind.
dina
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von dina »

goertzie hat geschrieben: 04.06.2024, 23:54

Ich finde schon, dass einige hier schwarzmalen. Das ist ebensowenig förderlich wie die rosarote Brille.
Das war aber hier schon damals so als ich eingestiegen bin, sogar Argumente wie fehlendes deutsches Brot, Wurst, Kuchen oder Kaffe wurden da genannt.
Wir sind natürlich alle sehr individuell, haben andere Bedürfnisse und Ansprüche, ich kann nur sagen dass ich mich in allen Bereichen verbessert habe hier.
Das einzige was mir fehlt und mich als Rentnerin zur Rückkehr bewegen könnte ist die Familie und mein Enkel, aber glücklicher wäre ich nicht in D was alles andere betrifft ehrlich gesagt.
Amylynn
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von Amylynn »

Danke goertzie, das sehe ich ähnlich. Natürlich werden wir uns bemühen die Sprache so gut wie möglich zu lernen und das ich ein gläserner Mensch dann bin, nun gut. Ich habe nichts zu verbergen, ist man ja hier auch schon😅und die erste Zeit muss es dann eben mit ein paar dänischen Vokabeln, Englisch und dem Übersetzungsprogramm gehen.
dina
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von dina »

Mal ganz pragmatisch gesehen erleichtert das gläsern sein den Alltag ungemein, ich sehe darin nur Vorteile, egal ob beruflich oder privat.
Klar, wenn mal der "Hacker-Supergau" passiert und plötzlich nix mehr geht dann gucken wir alle in die Röhre :?
Pippilotta
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von Pippilotta »

Amylynn hat geschrieben: 05.06.2024, 07:42 Danke goertzie, das sehe ich ähnlich. Natürlich werden wir uns bemühen die Sprache so gut wie möglich zu lernen und das ich ein gläserner Mensch dann bin, nun gut. Ich habe nichts zu verbergen, ist man ja hier auch schon😅und die erste Zeit muss es dann eben mit ein paar dänischen Vokabeln, Englisch und dem Übersetzungsprogramm gehen.
Hmmmm.....warum fragst du eigentlich nach welche Hürden es geben könnte, wenn du dann alle die dir eventuelle Hürden aufzählen als Schwarzmaler hinstellst? Welche Antworten hast du erwartet? Sowas wie: "hier in Dänemark ist alles besser"? Das ist es nicht. Es gibt hier gute und schlechte Seiten. Die guten Seiten kennst du ja selbst, sonst wolltest du nicht nach Dänemark auswandern. Nach den schlechten hattest du gefragt und die Antworten hast du bekommen. Wenn du damit leben kannst ist doch prima.

Über Politik möchte ich nicht diskutieren, kann dir nur empfehlen die dänischen Nachrichten zu verfolgen und dir selbst ein Bild zu machen.

Vielleicht solltest du dir mal überlegen was wichtig für dich/ euch ist. Worauf möchtet ihr auf keinen Fall verzichten, was erwartet ihr vom Leben in Dänemark? Es ist vielleicht einfacher mit konkreten Fragen zu kommen als pauschal nachzufragen. Dann kann man auch konkret auf diese Punkte eingehen und euch beraten.

Zu deiner Frage warum ich nach Dänemark gegangen bin:
Ich bin vor 16 Jahren von einem Headhunter angesprochen worden ob ich Lust auf einen Job in Dänemark hätte. Da mein damaliger deutscher Arbeitgeber gerade in einer finanziellen Notlage war habe ich ja zum Job in DK gesagt. Von Land und Leuten wusste ich nichts, musste erstmal auf der Landkarte nachschauen wo es hingehen sollte. Da ich fliessend Englisch spreche und die Firmensprache Englisch war, gab es sprachlich keine Hürden für mich. Dänisch habe ich sehr schnell gelernt (selbst beigebracht). Durch Vereinstätigkeiten und ehrenamtliche Arbeit habe ich mich in Dänemark sehr gut integrieren können.

Mit dem dänischen Gesundheitswesen komme ich klar, auch wenn es da durchaus Verbesserungspotential gäbe. Den Standard in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen finde ich persönlich besser als in Deutschland, aber der Zugang ist schwerer.

Manchmal vermisse ich das deutsche Essen und decke mich auf Reisen nach Deutschland mit Spezialitäten ein, welche man hier nicht bekommen kann. Auch habe ich gelernt viele Dinge selbst zu machen.

Die Umstellung von einem neuen Mittelklassewagen (Firmenwagen) in D auf einen alten Kleinwagen in DK fand ich nicht schlimm, da es ja allen in DK so geht. Alles was mit Auto zu tun hat ist halt teuer.

Als in meiner nahen Familie eine Demenserkrankung auftrat habe ich mir Gedanken darüber gemacht wie es mir ergehen würde, wenn ich auch dement würde. Vergisst man dann die Sprache welche man zuletzt gelernt hat? Wie würde ich mich verständigen können? Deshalb auch mein Hinweis auf das Thema Sprache und Krankenhaus.

Ich bin nicht nach DK ausgewandert weil ich mir ein besseres Leben erhofft habe oder die deutsche Politik nicht mochte. Ich bin nach DK gezogen weil ich dort einen Job angeboten bekam. Ich hatte keine besonderen Erwartungen. Es konnte also nichts schief gehen.

Der Job hat mir gefallen, das Land und die Leute ebenfalls, also bin ich geblieben. Heute könnte ich mir ein Leben in Deutschland nicht mehr vorstellen. Ich mag die dänische Gelassenheit und Freundlichkeit der Menschen, das raue Wetter, das Meer, Regen und Wind und das dänische Arbeitsleben. Mein dänischer Mann spricht kein Deutsch, was einen Umzug nach D eh ausschliesst.
NTC
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von NTC »

Ich kann zwar nicht von mir reden, da ich ja nicht ausgewandert bin, aber mal ehrlich, es ist meiner Meinung nach schon ein Unterschied, ob ich als Berufstätiger auswandere, egal in welches Land und somit beruflich integriert bin, dadurch die Sprache auch im Umgang mit Kollegen lerne und somit automatisch in die Gesellschaft integriert werde, einfach weil ich am Berufsleben teilnehme, oder aber ob ich Rentner bin wohlmöglich wie hier geschrieben, gar nicht so sehr interessiert bin Freunde zu finden etc. Sprache lernt man aber durchs sprechen, nicht durch Vokabeln lernen. Ich lerne seit ich das Haus habe auch regelmäßig. Aber es ist nicht das gleiche. Wenn ich in DK bin und ein Eis bestelle oder eine Frage zu Kleidung habe etc. und dass dann in dänisch frage und dann eine einfache Antwort auf dänisch bekomme, ist das noch zu verstehen. Sobald dann aber zusätzliche Fragen vom Verkäufer kommen, bzw. detailierter geanwortet wird, ist es schon deutlich schwieriger etwas zu verstehen. Oder wenn der Schornsteinfeger oder Elektriker kommt und mich technische Fragen fragt, sorry, dann bin ich mit meinem Vokabel-Dänisch komplett raus und muss auf englisch weitermachen. Zum Glück sprechen viele Dänen gut Englisch, einfach weil sie durch das Fernsehen viel mehr Englisch verstehen müssen als wir in Deutschland, wo alles übersetzt wird, aber es wäre für mich schon sehr merkwürdig, wenn ich nicht als Tourist, sondern als in Dänemark lebender Auswanderer, immer nur mit Englisch weiterkommen würde.

Schaut man sich doch nur mal in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund an. Viele, die nach Deutschland gekommen sind, hier einen Job haben, Freunde gefunden haben sind deutlich besser integriert und sprechen die Sprache besser, als Menschen, die nicht arbeiten und wohlmöglich nur mit Landsleuten Kontakt haben.

Jeder muss natürlich selber wissen, was er machen möchte. Für mich steht fest, ich werde als Rentner sicher nicht mehr in ein anderes Land auswandern, wenn ich nicht dazu gezwungen werde durch Krieg, Klima oder Ähnliches. Wenn dann vorher noch während des Berufslebens und ja, dann wäre Dänemark sicher eine Option.
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MBPUNKT
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von MBPUNKT »

Ich kann ebenfalls nichts Zielorientiertes beitragen, finde aber das Gespräch sehr interessant.

Wie in anderen Threads schon berichtet, habe ich seit 1975 nicht nur reguläre Urlaube sondern auch ungezählte Schichtdienst-Freiwochen in Dänemark verbracht.

In das Land auszuwandern käme mir gleichwohl nicht in den Sinn. Warum auch? Ich fühle mich in meinem Zuhause hier in Deutschland absolut wohl.

Kürzlich waren wir auf Reisen im Allgäu und hörten von einem norddeutschen Ehepaar, welches aufgrund zahlreicher Wohlfühlurlaube seinen Lebensmittelpunkt nach dort verlagert hatte. Nach nicht allzu langer Zeit brachen sie enttäuscht ihre Zelte wieder ab, weil sie nicht heimisch werden konnten.

In vergangen Sommer fragten wir einen Einheimischen auf der Nordeseeinsel Pellworm, ob man nicht den dortigen Häuserleerstand ausnutzen und auf die Insel ziehen solle. Seine Antwort: kommen Sie mal probehalber von November bis März hierher und fragen Sie mich dann erneut. Sommer kann jeder.

Ich persönlich würde all das nicht wagen!
Ich kann mich ärgern, bin aber nicht verpflichtet dazu :!:
dina
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von dina »

Pippilotta hat geschrieben: 05.06.2024, 11:06


Manchmal vermisse ich das deutsche Essen und decke mich auf Reisen nach Deutschland mit Spezialitäten ein, welche man hier nicht bekommen kann. Auch habe ich gelernt viele Dinge selbst zu machen.

Die Umstellung von einem neuen Mittelklassewagen (Firmenwagen) in D auf einen alten Kleinwagen in DK fand ich nicht schlimm, da es ja allen in DK so geht. Alles was mit Auto zu tun hat ist halt teuer.

Das mit dem Essen schrieb ich ja schon, das war nie ein Problem für mich, esse aber weder deutsch noch dänisch, sondern habe da mein ganz eigenes Ding, eher in Richtung Mediterran, das kann man nicht verallgemeinern.

Witzig ist das mit den Autos, was ich oft höre oder lese.
Das war mal so als ich noch hier urlaubte und meine Freizeit verbrachte, egal ob Sommer oder Winter, DK war entweder Transitland nach Norden oder eben auch Hauptziel.
Mittlerweile sehe ich rundherum überwiegend Neuwagen, sehr viele E-Autos, viele Teslas, und auch wir haben das erste Mal überhaupt hier in DK Neuwagen gekauft, das war in D gar nicht drin im Budget, obwohl ich mir den Hintern abgearbeitet habe bis ich mit Stress aus den Latschen gekippt bin, auch wir haben zum Umzug eine olle Schleuder gekauft um die Reg-Afgift zu drücken damals 2007.
Man kann das allerdings nicht mit einem Umzug als Rentner vergleichen, das sind ganz andere Voraussetzungen.
Wir hatten damals von D die Schanuze voll, haben geackert um über die Runden zu kommen, die Grossstadt habe ich gehasst und bin bei jeder Möglichkeit raus da, wir kannten das Land vorher, ich habe schon ganz gute Sprachkenntnise gehabt, es gab diese Jobbörsen wo dänische Firmen Leute gesucht haben in Deutschland, da hat mein Mann seinen Job bekommen und ist bis zur Rente geblieben, hat vorher in D einen Intensivkurs Dänisch gemacht und ich habe auch gleich durch eine Nachbarin im zum Start gemieteten Haus einen Job in dem Heim gefunden in dem ich heute noch arbeite.
Haben ein jetzt längst abbezahltes Haus gekauft, und wie gesagt fahren Neuwagen, aber es ist schwer so selten mit Kindern und Enkeln zusammen zu sein, 4-5 mal im Jahr.
Auch das sollte man als Rentner bedenken wenn man Familie in D zurücklässt, man kann auch nicht einfach mal helfen wenn was ist und die Hütte brennt.
Morgen geht es wieder zu Besuch, wenn auch nur kurz.

Das ist, wie gesagt, mein einziger Wermutstropfen.
Zuletzt geändert von dina am 05.06.2024, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
dina
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von dina »

MBPUNKT hat geschrieben: 05.06.2024, 13:01

Kürzlich waren wir auf Reisen im Allgäu und hörten von einem norddeutschen Ehepaar, welches aufgrund zahlreicher Wohlfühlurlaube seinen Lebensmittelpunkt nach dort verlagert hatte. Nach nicht allzu langer Zeit brachen sie enttäuscht ihre Zelte wieder ab, weil sie nicht heimisch werden konnten.

Haha, ja, der Süden war auch mal im Gespräch, weil mein Mann da ein gutes Jobangebot bekommen hat, aber das habe ich kategorisch abgelehnt, komme mit der Mentalität nicht klar und habe mich bei Besuchen dort immer unwohl gefühlt, und bei Föhn liege ich flach.
Je kühler um so besser, auch der Pellwormer Winter würde mich nicht abschrecken, aber ich kenne die Insel und fand sie ziemlich hässlich... aber wenn man Schafe mag und gerne im Watt zwische Schafskötteln dümpelt, keinen Wald und keine richtigen Bäume braucht, der kann sich da auch wohl fühlen :wink:
Lille havhus
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von Lille havhus »

Ich würde auf jeden Fall einmal einen Winter dort sein.
Dieser kann sehr lange und dunkel sein.

Es gibt viele gute Seiten im Internet bei denen man sich informieren kann wie man sich am besten vorbereitet.
Auch wenn ihr gerne für euch seid und eine gute Familie zu Hause habt… diese belieben aber eben zu Hause und sind nicht mal eben schnell da wenn etwas ist.

Sønderborg hat auch eine gute Seite welche Voraussetzungen man mitbringen sollte wenn man auswandert.


Und wenn ihr euch integrieren wollt würde ich auch raten zu den Veranstaltungen zu gehen und euch in der Gemeinde zu engagieren. Das wird gerne gesehen. Und ohne Sprachkenntnisse wir es echt eng wenn man dort leben möchte.
Der Makler hilft euch nur bedingt weiter. Dieser wird nämlich von den Verkäufern bezahlt und wird euch nur bedingt unterstützen. Ohne einen Anwalt werdet ihr da nicht auskommen. Denn die Verträge, das anmelden, beantragen von CPR Nummern usw.. erfolgt ausschließlich auf dänisch.

Die Nebenkosten … kommt eben drauf an…. Welchen Stromanbieter ihr habt, Versicherungen die ihr abschließt, Wasser, Abfall, Kammerjäger, Skat usw.

Viele Grüße Michaela
Hendrik77
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von Hendrik77 »

Hejsa,
um dauerhaft in Dänemark bleiben zu können muss man ja bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
https://www.nyidanmark.dk/da/Applying/R ... %20support
Man kann sich ja ggf. auch bei SIRI beraten lassen. https://www.nyidanmark.dk/da/Kontakt-os ... 859073690C
Ohne CPR Nummer geht hier gar nichts. https://www.cpr.dk/
MIT ID ist auch relevant und überhaupt wird hier vieles digital erledigt. https://www.mitid.dk/?language=da-dk
Wegen der Krankenversicherung kann man ggf. hier mal schauen.
https://www.borger.dk/sundhed-og-sygdom ... -i-Danmark Wichtig ist noch das Behandlungen beim Zahnarzt in Dänemark alles andere als günstig sind.
Wenn man Kontakt zu anderen in seinem Alter haben möchte wäre es nicht verkehrt die Sprache etwas zu können, denn englisch ist bei den dänischen Rentnern jetzt nicht unbedingt mehr auf dem höhestem Niveau.
Med venlig hilsen
Hendrik77
Egal wo,Fußballfan ein Leben lang !
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MBPUNKT
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von MBPUNKT »

In diesem Thread, aber auch in anderen Threads zum Thema "Auswandern nach DK" habe ich wahrgenommen, dass immer auch das Thema "Steuerliche Behandlung von Sachverhalten" hinterfragt wird.

Ich bin gerade mal wieder wegen meiner Einkommensteuererklärung 2023 im Elster- Anwenderforum unterwegs und habe mir gedacht, dieses Forum könnte wohl auch für die Eine oder den Anderen von euch Auswanderern von Interesse oder gar hilfreich sein.

Herausgeber ist das Bayerische Landesamt für Steuern, und hier tummeln sich echte Profis für die kniffeligsten Steuerfragen. Manche Autoren scheinen sogar selbst Finanzbeamte zu sein.

Wer von euch mag, klickt sich mal durch oder erstellt sich sogar ein Konto zum Posten dort.

https://forum.elster.de/anwenderforum/
Ich kann mich ärgern, bin aber nicht verpflichtet dazu :!:
KERSTINUNDDIRK
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von KERSTINUNDDIRK »

Jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu.

Wir sind mit 52 ausgewandert, mitten in der Coronazeit. Wir konnten ganz wenig Ostschulenglisch - also fast nichts und ein paar Brocken dänisch. Unser Tread ist hier auch irgendwo.

Als Rentner auswandern, war auch immer unser Ziel. Das Gute ist, Du musst da hier nicht arbeiten, das Schlechte ist, Du kannst hier nicht arbeiten. Du bekommst durch Arbeit oder Firma gute Sozialkontakte. Auf dem Dorf wird es sicher einfacher sein. Wir hatten hier gleich Anschluss bei den Nachbarn. In der Stadt ist alles anonymer.

Je älter Ihr werdet, je schwerer wird das Lernen der Sprache und glaube mir, die Kurse hier sind erst der Anfang. Ich lerne immer noch täglich neue Wörter, Grammatik etc.

Mit Gesundheit ist das hier auch so eine Sache. Wir mussten noch nicht oft zum Arzt, aber mein Mann hatte mal eine entzündete Schulter und wurde beim Notarzt nicht behandelt ohne Überweisung vom Hausarzt. 2 Tage später waren wir dann mit der Überweisung beim gleichen Arzt, Spritze und 1 Std. später waren die Schmerzen weg. Aber 2 Tage schlaflos mit Schmerzen, war nicht witzig.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist wirklich die Familie in Deutschland. wir hätten nie gedacht, dass unsere Kinder uns so vermissen, dass sie alles einpacken und hinterher ziehen. Unser Kleiner studiert jetzt bei der Polizei in Kiel, hat vorher in Berlin gelernt - auch Polizei - und gekündigt und ist nachgezogen. !,5 Jahre hat das gedauert, bis er alle Aufnahmeverfahren gewuppt hat und in Kiel anfangen konnte. Jetzt ist das Ziel in einer der Grenzstationen anzufangen.

Unsere Tochter wohnt mit Lebensgefährten jetzt in Kopenhagen und hat auch 2 Jahre bei uns gewohnt.

Also hier ist Ende gut, alles gut.

Aber man sollte sich den Schritt wirklich gut überlegen.

Wir haben hier eine Firma, sind selbständig und arbeiten wirklich selbst und ständig und wir lieben das. Wir gehen völlig auf in unserem Job und bereuen keine Sekunde, hier zu sein. Wir haben Gäste aus ganz Europa und auch hier wohnen viele Rumänen, Polen, Urkainer, Russen. Alles bunt und friedlich und schön.

Heute hat mein Mann seinen Jagdschein gemacht. 1 Deutscher, 14 Dänen. 4 haben es geschafft und darunter mein Mann mit der besten Prüfung von allen - auf dänisch. Wer hätte das gedacht :D

Med venlig Hilsen
Kerstin og Dirk
Jeder67
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Re: Auswandern als Rentner

Beitrag von Jeder67 »

KERSTINUNDDIRK hat geschrieben: 11.06.2024, 23:55 Jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu.

Wir sind mit 52 ausgewandert, mitten in der Coronazeit. Wir konnten ganz wenig Ostschulenglisch - also fast nichts und ein paar Brocken dänisch. Unser Tread ist hier auch irgendwo.

Als Rentner auswandern, war auch immer unser Ziel. Das Gute ist, Du musst da hier nicht arbeiten, das Schlechte ist, Du kannst hier nicht arbeiten. Du bekommst durch Arbeit oder Firma gute Sozialkontakte. Auf dem Dorf wird es sicher einfacher sein. Wir hatten hier gleich Anschluss bei den Nachbarn. In der Stadt ist alles anonymer.

Je älter Ihr werdet, je schwerer wird das Lernen der Sprache und glaube mir, die Kurse hier sind erst der Anfang. Ich lerne immer noch täglich neue Wörter, Grammatik etc.

Mit Gesundheit ist das hier auch so eine Sache. Wir mussten noch nicht oft zum Arzt, aber mein Mann hatte mal eine entzündete Schulter und wurde beim Notarzt nicht behandelt ohne Überweisung vom Hausarzt. 2 Tage später waren wir dann mit der Überweisung beim gleichen Arzt, Spritze und 1 Std. später waren die Schmerzen weg. Aber 2 Tage schlaflos mit Schmerzen, war nicht witzig.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist wirklich die Familie in Deutschland. wir hätten nie gedacht, dass unsere Kinder uns so vermissen, dass sie alles einpacken und hinterher ziehen. Unser Kleiner studiert jetzt bei der Polizei in Kiel, hat vorher in Berlin gelernt - auch Polizei - und gekündigt und ist nachgezogen. !,5 Jahre hat das gedauert, bis er alle Aufnahmeverfahren gewuppt hat und in Kiel anfangen konnte. Jetzt ist das Ziel in einer der Grenzstationen anzufangen.

Unsere Tochter wohnt mit Lebensgefährten jetzt in Kopenhagen und hat auch 2 Jahre bei uns gewohnt.

Also hier ist Ende gut, alles gut.

Aber man sollte sich den Schritt wirklich gut überlegen.

Wir haben hier eine Firma, sind selbständig und arbeiten wirklich selbst und ständig und wir lieben das. Wir gehen völlig auf in unserem Job und bereuen keine Sekunde, hier zu sein. Wir haben Gäste aus ganz Europa und auch hier wohnen viele Rumänen, Polen, Urkainer, Russen. Alles bunt und friedlich und schön.

Heute hat mein Mann seinen Jagdschein gemacht. 1 Deutscher, 14 Dänen. 4 haben es geschafft und darunter mein Mann mit der besten Prüfung von allen - auf dänisch. Wer hätte das gedacht :D

Med venlig Hilsen
Kerstin og Dirk
Das ist eine wundervolle Geschichte! 😊 Besonders der Teil mit den Kindern hat mich berührt. 😊

… und ich freue mich, dass es keinen Punkt gab, der mich überrascht hat im Hinblick auf meine eigenen Planungen.