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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 22:22 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Da ich für mich das Kapitel Wolf zunächst einmal ad acta legen möchte, weil ja immer noch kein Mensch von einem derartigen Ungeheuer hierzulande in jüngerer Zeit zerfleischt wurde und hier immer wieder die Bartwickelmaschine von neuem in Betrieb genommen wird erlaube ich mir einmal etwas zur allgemeinen Erheiterung beizusteuern, zumal der große böse Wolf hierbei eine Hauptrolle spielt.
Die folgende Geschichte von Thaddäus Troll ist zwar alt aber immer wieder amüsant:...

Die Diskussion um die Existenz des Wolfes in unserer Kulturlandschaft bezieht sich nicht vordergründig um eine momentan akute Gefährdung des Menschen durch den Wolf. Es wird weder hier im Forum noch sonst vom Gros derer, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen von einem „menschenzerfleischenden Ungeheuer“ ausgegangen/ gesprochen, sondern in erster Linie von einem Wildtier und Großräuber/ Prädator, bei dem sich unter verschiedenen Aspekten insbesondere im Hinblick auf die nachgewiesenen nicht unerheblichen beeinträchtigenden Einflüsse auf die Weidetierhaltung in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft die Frage stellt, wieviel Wolf erlaubt sein kann/ darf. In der Beantwortung, dieser Frage gibt es drei Positionen.
Wolf nein unter keinen Umständen, eine Position, die unsere Vorfahren mit dem Ergebnis der Ausrottung eingenommen haben.
Die diametral konträre Position lautet Wolf bedingungslos ja, eine Position, die es weltweit im Miteinander/ Gegeneinander mit dem Wolfes in der Praxis so nicht gibt.
Die dritte Position, die auch meine ist, wird von denjenigen eingenommen, die dem Wolf auch in unserer Kulturlandschaft ein Existenzrecht einräumen, gleichzeitig aber auch eine schadensbegrenzende mengenmäßige Regulierung fordert, wie Sie auch bei anderen Wildtieren zur Schadenbegrenzung übliche Praxis ist.
Das Hin und Her in der Diskussion empfinde ich nicht als „immer wieder die Bartwickelmaschine von neuem in Betrieb genommen“, sondern als notwendige gesellschaftliche Diskussion, egal Ob sie hier oder woanders in der Gesellschaft stattfindet. Deshalb bin ich auch der Überzeugung, dass es Deines Beitrages „etwas zur allgemeinen Erheiterung beizusteuern“, inerhalb diese Themas absolut nicht bedarf.

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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 22:33 
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Polly schrieb
Zitat:
25örefan...mich erschreckt deine scheinbare Kompromisslosgkeit und Härte ...

Wenn Du in meinen Aussagen Kompromissloslosigkeit zu erkennen glaubst, muß ich davon ausgehen, dass Du meine Beiträge nicht alle gelesen oder falsch verstanden hast.
Und was meinst Du mit „Härte“, fehlende Sentimentalität?

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 00:09 
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Diverse Beiträge wegen OT aus diesem Thread entfernt. Wenn hier weiter viele OT Beiträge online gestellt werden, dann wandert der Thread in die Rubrik Plaudereien.
Moderator Hendrik77


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 00:21 
25örefan hat geschrieben:
Es wird weder hier im Forum noch sonst vom Gros derer, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen von einem „menschenzerfleischenden Ungeheuer“ ausgegangen/ gesprochen, ...

Vielleicht nicht hier im Forum. In Presseveröffentlichungen aber, die sich auf s.g. Wolfsexperten aus dem Dunstkreis der Jägerlobby beziehen ist nur allzu häufig der Satz zu hören: "Muss denn erst ein Mensch (Kind) von einem Wolf zerfleischt werden, bis endlich gehandelt wird?
Wie mancher Jäger wohl darüber denkt?
Zitat:
Das Hin und Her in der Diskussion empfinde ich nicht als „immer wieder die Bartwickelmaschine von neuem in Betrieb genommen“, sondern als notwendige gesellschaftliche Diskussion, egal Ob sie hier oder woanders in der Gesellschaft stattfindet.

Deine Sichtweise kann ich durchaus nachvollziehen. Die Gesellschafft soll von Wolfsgegnern wie dich verunsichert und verängstigt werden, damit ihr (die Wolfsgegner und Jäger) endlich auch von der breiten Bevölkerung freies Schussfeld erhaltet.


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 00:24 
25örefan hat geschrieben:
Ursprüngliches Zitat entfernt von Moderator Hendrik77.

Ich fasse es nicht! Ausgerechnet das sagst du, wo du doch derjenige bist, der wiederholt auf ganz offensichtlich nicht genehme Beiträge bzw. Fragen nicht geantwortet hast, nicht nur in diesen Thread. Auf deine Fragen hast du von mir stets eine Antwort erhalten. Auf deine letzte Nachfrage sogar zwei mal. Wenn dir die nicht passen ist das einzig dein Problem. Du bist ein Mensch, der Gesagtes selektiert, unangenehme Tatsachen einfach ausblendet und als Meinungsverstärker unsaubere Quellen, oder solche von einseitig denkenden Lobbyisten heranzieht.
Beim Jägerstammtisch würdest du mit deinen zitierten Weisheiten ganz sicherlich gut ankommen.

Ich frage mich, in wie vielen Wolfsgegner-Foren du sonst noch deine Anti-Wolf-Propaganda betreibst.

Und darauf einen Jägerkleister. Prost!


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 01:15 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Deine Sichtweise kann ich durchaus nachvollziehen. Die Gesellschafft soll von Wolfsgegnern wie dich verunsichert und verängstigt werden, damit ihr (die Wolfsgegner und Jäger) endlich auch von der breiten Bevölkerung freies Schussfeld erhaltet.
Ich glaube nicht, dass Du meine Sichtweise nachvollziehen willst.
Ich bin kein Wolfsgegner, ich bin bloß kein kompromissloser Wolfsbefürworter.
Deshalb nochmal zur Verdeutlichung:
Die Diskussion um die Existenz des Wolfes in unserer Kulturlandschaft bezieht sich nicht vordergründig um eine momentan akute Gefährdung des Menschen durch den Wolf. Es wird weder hier im Forum noch sonst vom Gros derer, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen von einem „menschenzerfleischenden Ungeheuer“ ausgegangen/ gesprochen, sondern in erster Linie von einem Wildtier und Großräuber/ Prädator, bei dem sich unter verschiedenen Aspekten insbesondere im Hinblick auf die nachgewiesenen nicht unerheblichen beeinträchtigenden Einflüsse auf die Weidetierhaltung in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft die Frage stellt, wieviel Wolf erlaubt sein kann/ darf. In der Beantwortung, dieser Frage gibt es drei Positionen.
In der Beantwortung, dieser Frage gibt es drei Positionen.
Wolf nein unter keinen Umständen, eine Position, die unsere Vorfahren mit dem Ergebnis der Ausrottung eingenommen haben.
Die diametral konträre Position lautet Wolf bedingungslos ja, eine Position, die es weltweit im Miteinander/ Gegeneinander mit dem Wolfes in der Praxis so nicht gibt.
Die dritte Position, die auch meine ist, wird von denjenigen eingenommen, die dem Wolf auch in unserer Kulturlandschaft ein Existenzrecht einräumen, gleichzeitig aber auch eine schadensbegrenzende mengenmäßige Regulierung fordert, wie Sie auch bei anderen Wildtieren zur Schadenbegrenzung übliche Praxis ist.
Und was die Verunsicherung anbelangt:
Sie ist im positiven zu sehen, als Pendant zur von Nabu & Co betriebenen Verharmlosung des Wolfes als Galionsfigur u.a. zum Zwecke der Mitglieder- und Spendengenerierung.
„Verunsicherung“ im Sinne von Hinterfragen von Aus- und Vorhersagen, die bisher nicht oder anders eingetroffen sind. Das betrifft Zaunhöhen, man hat mal angefangen 90 cm zu empfehlen, ist jetzt bei 120cm, die auch noch überwunden werden, das betrifft die Aussage, dass Pferde nicht ins Beuteschema gehören, keines Schutzes bedürfen, ebenso wie Rinder,Esel, Alpakas weil sie wehrhaft sind, dass Kälber und Fohlen in der Herde sicher sind, dass Wölfe Menschen und deren Siedlungen scheuen, alles Aussagen die mittlerweile auch bei uns wie auch in Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Schweden, Finnland, Osteuropa und Asien widerlegt sind. Alles Länder, von denen immer wieder behauptet wird, dsss es dort mit den Wölfen und Menschen und deren Nutz- und Haustieren angeblich soooo gut läuft.
Da bedarf es ja wohl einer kontrapunktuellen Dsrstellung dessen, was von vielen nicht gewußt wird oder gewußt werden will.
Dies als im negative Sinne als Verunsicherung zum Zwecke eines freien Schussfeldes für Jäger zu verunglimpfen, kann vorurteilbehafteter nicht sein. Viele Jäger sind nicht einmal dafür, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, denn das bedeutete auch dass sie gleich Rot- und Schwarzwild für durch diese entstandenen Schäden aufkommen müßten.
Ob wohl die überwiegende Mehrheit derer, die sich heute noch kompromisslos für den Wolf aussprechen dies auch täten, wenn sie Nutztierhalter, die in vielerlei Hinsicht betroffen wurden näher kennen würden und von deren auch emotionalen Sorgen wüßten, sich dann auch noch so kompromisslos für Wölfe aussprechen würden.
So gern sich eine Mehrheit für den Wolf ausspricht, so richtig nah will ihn eine Mehrheit dann doch nicht haben, wie eine neuerliche Umfrage der Welt mit 3000 Teilnehmern gezeigt hat.
Wie nah möchtest Du den Wolf an Dich heran kommen lassen,
Ergebnis:
42% gar nicht
16% so nah wie möglich
8% wenn er in Städte kommt, geht das zu weit
21% er sollte in abgelegenen Wäldern bleiben
10% wir müssen ihn auch in der Agglomeration dulden
3% egal
Und was spricht eigentlich dagegen, den Wolf, der sowohl europa- als auch weltweit nicht vom Aussterben bedroht ist in Teilen Deutschlands zuzulassen und in anderen Teilen nicht und seine Gesamtpopulation mit der jährlichen Zuwachsrate von 30% jagdlich zu regulieren, so wie es auch mit anderem Wild Praxis ist.

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Zuletzt geändert von 25örefan am 24.03.2019, 01:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 01:23 
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Das pushen von Beiträgen / Doppelposting ist in diesem Forum nicht gewünscht, also zukünftig bitte dran halten.
Moderator Hendrik77


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 10:58 
25örefan hat geschrieben:
So gern sich eine Mehrheit für den Wolf ausspricht, so richtig nah will ihn eine Mehrheit dann doch nicht haben, wie eine neuerliche Umfrage der Welt mit 3000 Teilnehmern gezeigt hat.
Wie nah möchtest Du den Wolf an Dich heran kommen lassen,
Ergebnis:
42% gar nicht
16% so nah wie möglich
8% wenn er in Städte kommt, geht das zu weit
21% er sollte in abgelegenen Wäldern bleiben
10% wir müssen ihn auch in der Agglomeration dulden
3% egal

Sehr viele Menschen haben völlig falsche Vorstellungen von dem Wolf. Unsere Elterngeneration ist doch mit der Mär vom großen bösen Wolf der Menschen verschlingt aufgewachsen. Und in Märchen wird dies auch heute noch den Kindern so eingebleut. Ist es da nicht nur natürlich und nachvollziehbar, wenn viele Menschen den Wolf nicht an sich herankommen lassen wollen? Wenn dann noch in "Fachmedien" Sätze geäußert werden wie "Muss denn erst ein Mensch zerfleischt werden?" oder wiederholt versucht wird, Wolfsattacken auf Menschen zu faken um die Angst vor dem Wolf zu schüren ist doch die Voreingenommenheit gegenüber dem Wolf nur natürlich. Der geschilderte Fall der als Fake enttarnten tötlichen Wolfsattacke in Polen ist nur ein Beispiel von vielen. Auch die getürkte Wolfsattacke auf einen Friedhofsgärtner in Steinfeld bei Bremen im Dezember vergangenen Jahres entpuppte sich als eine Anti-Wolfs-Kampagne. Ich frage mich da, wie weit Wolfsgegner da zukünftig noch gehen werden. Denkbar wäre da ja noch die Übertragung von mit dem Tollwuterreger infizierten Tierblutes von einem erkrankten bzw. toten Tier aus Osteuropa/Russland mit Hilfe eines Betäubungsgewehrs.
Bei der kriminellen Energie, die da einige Wolfsgegner zeigen ist dieser nächste Eskalationsschritt nicht gänzlich auszuschließen.

Wie ich bereits sagte wäre in Anbetracht der mehreren hundert Bißverletzungen durch Hunde und mehreren durch Hunde verursachte Todesfälle jedes Jahr die Angst vor nicht oder falsch erzogenen Hunden angebrachter.


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 13:57 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Sehr viele Menschen haben völlig falsche Vorstellungen von dem Wolf.

Das ist richtig, trifft aber sowohl für diejenigen zu, die genährt von der offiziellen Nabu & Co-Spech sich bisher in Umfragen kompromisslos für den Wolf aussprechen und ihm ein im Gegensatz zu anderen Wildtieren ein nicht nur mengenmäßiges uneingeschränktes Existenrecht zugestehen wollen, als auch diejenigen, die ihn ob nun aus eigener Betroffenheit z.B. Tierhalter oder nur als nur potentielle Betroffene, die als Naturnutzer eine Begegnung fürchten, kompromisslos ablehnen.
Meine Meinung ist, dass in der Entscheidung pro/ contra Wolf eine Lösung zwischen diesen beiden Polen zu suchen ist, eine Lösung wie Sie auch in anderen Länder europa- und weltweit praktiziert wird.
Nämlich dem Wolf eine Existenz bei uns zu sichern MIT wolfsfreien Zonen UND mengenmäßiger Obergrenzen-Regulierung und einer zügigen unbürokratischen Entnahme (sprich Abschuss) auffälliger Wölfe ( gemeinhin „Problemwölfe“ genannt), wie es der Gesetzgeber ja auch jetzt schon allerdings mit langwierigen bürokratischen Hürden vorgibt.
In diesem Zusammenhang verweise ich noch mal auf meine Stellungnahme immeinem Beitrag vom
24.03.2019, 02:15, insbesondere auf die abschließende Frage.

Wenig förderlich in der Diskussion sind folgende unbewiesen emotionalen Aussagen, gerade von jemandem der wie Du immer wieder Objektivität einfordert:
Hinnerk schrieb
Zitat:
Auch die getürkte Wolfsattacke auf einen Friedhofsgärtner in Steinfeld bei Bremen im Dezember vergangenen Jahres entpuppte sich als eine Anti-Wolfs-Kampagne.

Selbst wenn bei dem gemeldeten Vorfall in Steinfeld, von dem in Deutschland mit Monopol für DNA- Untersuchungen ausgestatteten Senckenerg- Institut keine Wolfs-DNA festgestellt werden konnte und wenn man daraufhin davon ausgeht, dass daher auch keine körperliche Wolfsbegegnung stattgefunden hat, dann ist es allerdings vermessen den Vorfall
a) zu einer „getürkten“ Wolfsattacke
und
b) zu einer wiederholten (auch) und nachgewiesenen (entpuppte) „Anti-Wolfs-Kampagne“
zu erklären.
Zu diesem Egebnis kann eine Laboruntersuchung ja wohl kaum geführt haben , woher also hast Du die Gewissheit, dass es sich bei dem Vorfall um eine herbeigeführte/ „getürkte“ Wolfsattacke einer „Anti-Wolfs-Kampagne“ bgehandelt hat?
Nach allem, was ich bisher dazu von den unterschiedlichsten Seiten gelesen habe, gibt es dazu Mutmaßungen aber keine Beweise, ob es wie beschrieben eine wirkliche, nur eine vermeintliche oder gar eine inszenierte Wolfsbegegnung war, all das kann ein Labor nicht belegen.
Interessant dazu allerdings auch dies:
Die vom Labor an Kleidung des vom Betroffenen nicht festgestellte Wolfs- DNA ist allenfalls ein Indiz dafür, dass es keine körperliche Wolfsbegegnung gab. Nicht festgestellt heißt allerdings nicht zwangsläufig, dass es keine Spuren gibt, sie konnten nur nicht nachgewiesen werden.
Eine kritische Betrachtung des Ergebnisses zu dem das mit der Untersuchung beauftragte Senckenberg Institut kam, fand durch das international anerkannte Institut ForGen (Forensische Genetik und Rechtsmedizin) aus Hamburg statt. (ForGen befaßt sich im übrigen u.a. auch mit der Untersuchung von Wolfs-DNA und Fragen,der Wolf/Hund-Hybridisierung)
Deutliche Mängel in Spurensicherung, -transport und -Gewinnung mußten festgestellt werden. Zudem wird in Frage gestellt, inwieweit das Senckenberg-Institut überhaupt für den Fall geeignet war.
Zitat:
Hier wird er nun zu einem Fall befragt, der sicherlich nicht in das Aufgaben- und Kompetenzspektrum dieses Labors fällt, aber in diesem tatsächlich bearbeitet wurde. Forensische Untersuchungen werden in Deutschland von speziellen Laboren durchgeführt, die zahlreiche Bedingungen und Qualitätskriterien erfüllen müssen und wo entsprechend geschulte Mitarbeiter tätig sind, die eine aufwändige forensische Ausbildung detailliert nachweisen müssen, um überhaupt forensische Proben gerichtsfest und mit lückenloser Beweiskette untersuchen zu dürfen.

Des weiteren merkt ForGen gegenüber der (fehlenden) Kompetenz des Senckenberg-Institut an:
Zitat:
Es ist gut, dass es für alles Experten gibt und Wolfsmonitoring ist unter Gesichtspunkten des Artenschutzes eine wichtige und zu begrüßende Maßnahme. Forensische Untersuchungen aber sind eine völlig andere Sache und daher ist der Anspruch in Deutschland an ein Labor, das forensische Proben untersucht, zu Recht hoch. Wir haben in Deutschland einen hohen Standard im Bereich der Rechtsmedizin und der Forensik, auf den wir zu Recht stolz sein können. Diesen hohen Anspruch sollten wir nicht gefährden und entsprechend forensische Untersuchungen nur von ausgebildetem Fachpersonal in entsprechenden Laboren durchführen lassen.

Zitate, weitere interessant zu lesende Ausführungen und Kritikpunkte sind hier zu finden:https://www.forensik-hh.de/2019/01/26/forgen-beinahe-sprachlos-wildtierforscher-und-forensiker/
Ich möchte mich in Bezug auf den „Vorfall“ Wolfskontakt in Steinfeld nicht dazu aufschwingen die Wahrheit weder Inder einen noch der anderen Richtung zu wissen, aber eins ist für mich gewiss, so einfach und tendenziös wie Hinnerk unsachlich schrieb
Zitat:
Auch die getürkte Wolfsattacke auf einen Friedhofsgärtner in Steinfeld bei Bremen im Dezember vergangenen Jahres entpuppte sich als eine Anti-Wolfs-Kampagne.
ist es nicht.

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BeitragVerfasst: 26.03.2019, 13:49 
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25örefan hat geschrieben:
So gern sich eine Mehrheit für den Wolf ausspricht, so richtig nah will ihn eine Mehrheit dann doch nicht haben, wie eine neuerliche Umfrage der Welt mit 3000 Teilnehmern gezeigt hat.
Wie nah möchtest Du den Wolf an Dich heran kommen lassen


Für diese Fragestellung bekommen wir bei Google keine Ergebnisse - wo findet man diese Umfrage? Wer hat sie erstellt? Zu welchem Zeitpunkt? In wessen Auftrag? Wer wurde befragt? Quelle?


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BeitragVerfasst: 26.03.2019, 14:53 
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Es ist also mal wieder an der Zeit, mit der Legendenbildung durch 25örefan aufzuräumen. Man kann diese Aussagen ja jederzeit im Skript 201 des Bundesamtes für Naturschutz aus dem Jahr 2006 auf die Fakten überprüfen, das das Fachkonzept zum Umgang mit den Wölfen in Deutschland beinhaltet.

25örefan hat geschrieben:

„Verunsicherung“ im Sinne von Hinterfragen von Aus- und Vorhersagen, die bisher nicht oder anders eingetroffen sind.


1. 25örefans Zaunhöhen-Legende
25örefan hat geschrieben:
Das betrifft Zaunhöhen, man hat mal angefangen 90 cm zu empfehlen, ist jetzt bei 120cm, die auch noch überwunden werden


Du vermischt wie gehabt munter weiter den Mindestschutz, der erfüllt sein muss, um im Schadensfall Ausgleichszahlungen zu erhalten und den empfohlenen Schutz.

Wahrheit:
Zitat:
Entscheidend für das Ausmaß der Schäden ist allein, wie gut oder schlecht die Tiere geschützt sind (KACZENSKY 1996).
Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere lassen sich durch bewährte Schutzmaßnahmen auf ein Minimum reduzieren – wenn auch nicht gänzlich ausschließen.
[...] In vielen europäischen Ländern ist die Anwendung eines gewissen Standardschutzes die Voraussetzung dafür, dass durch Großraubtiere verursachte Schäden kompensiert werden. Dies bedeutet, dass dieser Standardschutz vorab definiert werden muss. Da die Bedingungen von Land zu Land unterschiedlich sind, müssen diese Standards nicht zwingend eins zu eins übernommen werden. [...]
Wir werden in Deutschland eigene Erfahrungen machen müssen, welcher Schutz für welche Tierarten angepasst ist. Dabei gilt es einen Kompromiss zwischen vertretbarem Aufwand und akzeptablem Ergebnis (Schadenshäufigkeit) zu erzielen. Die Schutzstandards müssen im Laufe der Zeit an die gemachten Erfahrungen angepasst werden. Keinesfalls, sind die hier gegebenen Empfehlungen allgemeingültig.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 168 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Die konkreten Empfehlungen aus dem Jahr 2006:
Zitat:
Standardschutz für Schafe und Ziegen im Wolfsgebiet (als Voraussetzung für Kompensationszahlungen im Schadensfall):[...]
- Elektrozäune: Euronetze oder ein mindestens entsprechend hoher Litzenzaun mit max. 20 cm Bodenabstand und max. 20 cm Abstand zwischen den einzelnen Litzen, mit ausreichend Spannung versorgt (mind. 2000-3000 V5, 1,5J) [...]
- Maschendrahtzäune sollten eine Mindesthöhe von 120 cm haben
und 20 cm in den Boden eingelassen sein. Alternativ kann eine E-Litze mit max. 20 cm Bodenabstand vor dem Zaun gezogen werden.


Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer
konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 169
https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Achtung: Die Empfehlungen wurden zusammen mit Vertretern der Schaf-, Rinder und Pferdezuchtverbände erarbeitet, die zu Teil schon damals wenig Interesse erkennen ließen:

Zitat:
Das vorliegende Konzept wurde im Rahmen des BfN-Projektes „Fachkonzept für ein Wolfsmanagement in Deutschland“ erarbeitet. Am 24.08.2005 fand ein erstes Arbeitstreffen mit Vertretern der Schafzuchtverbände Sachsens und Brandenburgs sowie der Fachberaterin Schafhaltung des Regierungsbezirks Dresden statt. Die ebenfalls eingeladenen Vertreter des Schafzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern ließen sich entschuldigen. Auf diesem Treffen wurde von den Verbandsvertretern angeregt, dass nicht wie angedacht die Verbände selbst, sondern LUPUS einen Konzeptentwurf für Präventions- und Kompensationsregelungen erarbeiten und diesen zur Diskussion stellen sollte.
Der daraufhin von LUPUS erarbeitete detaillierte Konzeptentwurf basiert auf den Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern (Kap. 4.3), Empfehlungen der EU (KLEMM 1996; FOURLI 1999), sowie Erfahrungen aus dem Sächsischen Wolfsmanagement (Kap. 5.6.1).
Der Konzeptentwurf wurde im Rahmen von zwei Workshops [...] den Vertretern der eingeladenen Interessensgruppen vorgestellt. In intensiver Gruppenarbeit wurden die Vorschläge solange diskutiert bis zu jedem einzelnen Punkt des Konzeptes ein Konsens gefunden wurde.
Eingeladen worden waren Vertreter der Schaf-, Rinder- und Pferdezuchtverbände, der Vereinigungen der Freizeitreiter- und fahrer, der Landesverbände landwirtschaftlicher Wildhalter, sowie der Landesjagdhundeverbände bzw. der Jagdkynologischen Vereinigungen aus Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Resonanz auf die Einladungen war mäßig. Insbesondere Rinder- und Pferdezüchter interessierten sich nur wenig für das Thema. Die meisten konnten sich nicht vorstellen, dass Wölfe ihre Tiere gefährden könnten.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer
konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 165
https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


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BeitragVerfasst: 26.03.2019, 15:18 
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2. 25örefans Pferde-Legende
25örefan hat geschrieben:
das betrifft die Aussage, dass Pferde nicht ins Beuteschema gehören, keines Schutzes bedürfen


Wahrheit:
Zitat:
Pferde werden in der Regel auf der Weide gehalten. Auf Grund ihrer Wehrhaftigkeit werden sie jedoch vergleichsweise selten von Wölfen gerissen (Kaczensky 1996). [...] Sowohl Rinder als auch Pferde sind von Natur aus recht wehrhaft und haben häufig noch ein ausgeprägtes Herdenverhalten. Meist töten Wölfe daher Jungtiere oder einzeln gehaltene bzw. angebundene Rinder und Pferde. Jedoch können Wölfe sich auf das Töten dieser Tiere spezialisieren, selbst dann, wenn sie in Herden gehalten werden.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 44 und 166 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


3. 25örefans Rinder-Legende
25örefan hat geschrieben:
ebenso wie Rinder,Esel, Alpakas weil sie wehrhaft sind, dass Kälber und Fohlen in der Herde sicher sind


Die Wahrheit:
Zitat:
Mutterkühe haben häufig ein ausgeprägtes Herdenverhalten und verteidigen ihre Kälber aktiv gegen Angreifer. [...] Sowohl Rinder als auch Pferde sind von Natur aus recht wehrhaft und haben häufig noch ein ausgeprägtes Herdenverhalten. Meist töten Wölfe daher Jungtiere oder einzeln gehaltene bzw. angebundene Rinder und Pferde. Jedoch können Wölfe sich auf das Töten dieser Tiere spezialisieren, selbst dann, wenn sie in Herden gehalten werden.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 47 und 166 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Zitat:
Nach den bisherigen Erfahrungen scheint es nicht notwendig zu sein, Rinder und Pferde intensiv gegen Wölfe zu schützen. Es können lediglich Empfehlungen gegeben werden (vor allem für die Haltung von Fohlen und Kälbern), deren Anwendung jedoch nicht Voraussetzung für eine Kompensationszahlung im Schadensfall sein sollte. [...] Spätestens wenn es trotz des eingehaltenen Standardschutzes (bei Schafen und Ziegen) zu Übergriffen durch Wölfe gekommen ist, müssen weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. [...] Bei Rindern, Pferden und Wildgehegen die Anwendung des vormals nur empfohlenen Schutzes.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 170 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Dass Rinder und Pferde niemals von Wölfen angegriffen würden, wurde also nie behauptet. Dass sie im Verhältnis zu Schafen und Ziegen vergleichsweise selten angegriffen werden, hat sich bewahrheitet:

Schadensstatistik 2002 - 2017 / Anteile der gerissenen Tierarten:

Zitat:
Schafe/Ziegen 85,9%
Gatterwild 9%
Rinder 4,8%
Andere 0,3%


Bundesweite Schadensstatistik, DBBW - Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf https://dbb-wolf.de/wolfsmanagement/her ... sstatistik


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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
So gern sich eine Mehrheit für den Wolf ausspricht, so richtig nah will ihn eine Mehrheit dann doch nicht haben, wie eine neuerliche Umfrage der Welt mit 3000 Teilnehmern gezeigt hat.
Wie nah möchtest Du den Wolf an Dich heran kommen lassen


Für diese Fragestellung bekommen wir bei Google keine Ergebnisse - wo findet man diese Umfrage? Wer hat sie erstellt? Zu welchem Zeitpunkt? In wessen Auftrag? Wer wurde befragt? Quelle?

Leser- Umfrage auf welt.de.

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Legendenbildung?
DjM schrieb
Zitat:
Nach den bisherigen Erfahrungen scheint es nicht notwendig zu sein, Rinder und Pferde intensiv gegen Wölfe zu schützen.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 170 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf

26. März 2019 / 05:29 Uhr Thüringer Allgemeine
Zitat:
Auf einer umzäunten Weide mit 40 Stuten und 40 Kühen hat die Wölfin von Ohrdruf das erste Mal in Thüringen seit ihrem Erscheinen vor fünf Jahren ein Fohlen gerissen.

https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Woelfin-von-Ohrdruf-reisst-erstmals-ein-Fohlen-107211833?utm_medium=Social&utm_campaign=Echobox&utm_source=Facebook#Echobox=1553577974

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BeitragVerfasst: 26.03.2019, 15:48 
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4. 25örefans Scheue-Legende
25örefan hat geschrieben:
dass Wölfe Menschen und deren Siedlungen scheuen


Das hat von den Wolfskundigen auch niemand behauptet, im Gegenteil.

Die Wahrheit:
Zitat:
Selbst in einem so dünn besiedelten Gebiet wie der Oberlausitz, ist ein fast tägliches Zusammentreffen von Mensch und Wolf nahezu unvermeidbar. Wölfe werden gesehen, wenn sie Straßen oder Felder überqueren. Anfangs sind die Leute überrascht oder auch beunruhigt, wie nahe sich Wölfe an die Siedlungen "trauen". In der Dunkelheit laufen die Tiere häufig an den Dörfern entlang und kürzen den Weg auch schon mal durch nicht eingezäunte Gärten ab. Die Menschen brauchen einige Zeit, um das für sie zunächst ungewöhnlich wirkende Verhalten zu verstehen und in den richtigen Kontext zu stellen. [...] Durch die Vermittlung möglichst detaillierter Kenntnisse über die "eigenen Wölfe", kann es sogar gelingen, eine Art Vertrautheit im Zusammenleben mit dem Neubürger zu erreichen.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 80 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Zitat:
Wölfe können durchaus in enger Nachbarschaft des Menschen leben. Sie sind nicht auf Wildnisgebiete angewiesen. In Italien kommen sie bis in die Vororte Roms vor, in Spanien leben einige Rudel in ausgedehnten Getreidefeldern. [...] Viele Menschen, die Wölfe noch immer mit Wildnisgebieten und „intakter Natur“ assoziieren, werden in den kommenden Jahren erstaunt sein, wo Wölfe auftauchen. [...] Letztendlich ist es an uns Menschen zu entscheiden, wo wir Wölfe akzeptieren und wo nicht. Die Wölfe werden uns diese Entscheidung nicht abnehmen, indem sie bestimmte Gebiete von sich aus meiden. Wölfe werden keinen respektvollen Abstand zu Städten einhalten, wenn die für sie günstigen, nahrungsreichen Areale bis in die Vororte hinein reichen.

Bundesamt für Naturschutz, BfN-Skript 201, I. Reinhardt/G. Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2006, Seite 17 + 73 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Aber wer um Himmels Willen hat denn dann den ganzen Müll vom "scheuen Wolf" verbreitet?

Die Jäger und die FDP in Niedersachsen zum Beispiel, 2008:

Ein Vertreter der Jägerschaft im Jahr 2008:

Zitat:
"Der Wolf ist ein so scheues Tier, das immer weg läuft, wenn Menschen in der Nähe sind".

Hamburger Abendblatt, 02.12.2008: Der Wolf ist zurück im Revier https://www.abendblatt.de/region/lueneb ... evier.html


FDP-Ministeriumssprecherin Stefanie Becker im Jahr 2008:

Zitat:
,,Ein Wolf wird sich nicht einem Siedlungsgebiet nähern."

Hamburger Abendblatt, 02.12.2008: Der Wolf ist zurück im Revier https://www.abendblatt.de/region/lueneb ... evier.html


Hat Christian Lindner von der FDP nicht gerade gefordert, dass man die Klima- und Umweltpolitik den "Profis" überlassen soll,
"Profis" wie die von der FDP? Ja, 25örefan, das ist Deine tolle Partei, deren Heidekreis-Wahlprogramm Du hier großzügig verlinkt hast. "Profis"! :mrgreen:


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