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BeitragVerfasst: 27.05.2019, 21:09 
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Herzlichen Glückwunsch - da geht die Fähe aber lange dick


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BeitragVerfasst: 27.05.2019, 21:13 
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Hinnerk hat geschrieben:
25örefan, da werden wir nie auf einen Nenner kommen. Unsere Standpunkte sind eben zu unterschiedlich. Sicherlich hängt es auch damit zusammen, dass ich die Jagd verachte, wenn diese als reines Hobby bzw. Sport ausgeübt wird und ich bei Gesprächen mit Jägern recht häufig erschreckt darüber bin, wie wenig diese für ihr „grünes Abitur“ gelernt haben müssen. So höre ich z.B. immer wieder, dass der Fuchs wegen der Tollwut intensiv bejagt werden muss. Schnee von gestern. Aber das ist ein anderes Thema.
Lassen wir es ganz einfach. Du kennst meinen Standpunkt ich deinen. Du hast ja hier noch einen letzten Kandidaten der dir Paroli bietet.

Eine Freundin meiner Frau und ihr (jetzt geschiedener) Mann gehen beide zur Jagd. Untereinander verständigen sich die Jäger im Revier über eine WhatsApp-Gruppe. Und wie es bei WhatsApp-Gruppen so üblich ist werden dann immer alle möglichen Bildchen im Schneeballsystem weitergegeben. Unglaublich, was da fast täglich an Wolfsfotos weitergeschickt werden, häufig mit einem Kommentar wie „lief mir gestern zufällig vor die Linse“. Derartige "Dokus" werden natürlich auch gern an Freunde und Bekannte weitergesendet, die dann dafür sorgen, dass die Angst vor dem bösen Wolf aber auch der Hass auf ihn geschürt wird.
Also 25örefan pass bloß auf und wage dich nicht zu sehr aus Oldenburg heraus. Im nahen Ammerland wimmelt es nur so von Wölfen. Nur Opfer (vierbeinige) gibt es keine.

Deine Polemik im letzten Satz kannst Du Dir sparen.
Wenn Du auf meinen Post nur mir Deinem Abscheu vor Jägern antworten kannst, dann ist Es ja nicht viel, was uns trennt. Zu den anderen Punkten scheinst Du ja keine Entgegnung gefunden zu haben, sodaß ich davon ausgehen muß, dass Du sie zumindest nachvollziehen kannst.
Wenn es um die Regulierung von Wildtieren geht, müssen nicht grundsätzlich die sogenannten „Hobbyjäger“ ins Boot. Es gibt über diese hinaus eine Reihe von Jagdberechtigten, die theoretisch dies Aufgabe übernehmen könnten, wenn die Kapazität der ca. 1000 Berufsjäger (Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ) für einen diesbezüglichen Einsatz ausreicht.
PS
Nur am Rande:
Was Dein Hörensagen über Whattsappgruppen anbelangt, ich kenne keine solche.
Ich nutze selber Whattsapp im Familienkreis, Vereinen und mit Einzelpersonen, habe aber keine recht Vorstellung von den Whattsappgruppen, die Du meinst und in denen dann auch noch fast täglich, Wolfsfakevdosvim Schneeballsystem zur Panikmache herumgeschickt werden. Möglicherweise meinst Du auch eher Facebookgruppen von sowohl Wolfsgegnern als auch Wolfssbefürwortern, wobei insbesondere letztere vielfach mit besonderer Radikalität und Menschenverachtung bishin zum Aufruf zu Straftaten gegen Menschen zugunsten des Tier-/ Wolfsschützes und besonderen verbalen Peinlichkeiten auffallen, sodass es schon eine FB-Gruppe gibt, die diese Entgleisungen in einem Panoptikum sammelt.
Ich will allerdings noch verhehlen, dass es Entgleisungen auch auf der anderen Seite gibt.
Wer sich bei FB anmeldet, kann dort gerne kopfschüttelnd nachlesen.

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BeitragVerfasst: 27.05.2019, 22:36 
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BLAVANDS HUK hat geschrieben:
25ÖRE! Auf Youtube kannst DU ! auch mal sehen wie es auf Wolfsjagden zugeht! Warum gibst DU! nicht einmal den Hinweis sich auch mal DIESE! Seite anzusehen? Breit grinsende ,, Jäger" mit erlegten Wölfen in Siegerpose! Da wird selbst mir übel. Wer sich diese Beiträge ansehen will sei gewarnt! Betroffene Gesichter und Gejammer von Weidetierhaltern wird man dort nicht finden aber deren Kommentare!

Das ist auch nicht mein Ding.
Wie schon Hinnerk gegenüber zum Ausdruck gebracht:
Wenn es um die Regulierung von Wildtieren geht, müssen nicht grundsätzlich die sogenannten „Hobbyjäger“ ins Boot. Es gibt über diese hinaus eine Reihe von Jagdberechtigten, die theoretisch dies Aufgabe übernehmen könnten, wenn die Kapazität der ca. 1000 Berufsjäger (Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ) für einen diesbezüglichen Einsatz ausreicht.

Selbst der amerikanische Wolfsforscher L.David Mech, der seit über 50 Jahren Wölfe studiert und als einer der weltweit führenden Experten für Wolfsverbände gilt, merkt in einem Spiegel- Interview zur Regulierung an:
Zitat:
Die europäischen Wölfe werden gut zurechtkommen. Es gibt reichlich Wild, und solange genug Nahrung vorhanden ist, werden sie sich vermehren, sie werden mehr Rudel bilden und sich weiter ausbreiten. Früher oder später dürfte es erforderlich sein, einzelne Wölfe zu töten, um die Zahl der Tiere zu begrenzen.

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-139456094.html

Gleiches, aber detaillierter zum nötigen Kompromiss zwischen Vollschutz des Wolfes und Regulierung durch Erlegung (Jagd) findet sich hier im Schlusswort des Verfassers aus dem Standardwerk zum Wolf „Behavior, Ecology and Conservation von L. David Mech und Luigi Boitani“ ( hier in nicht authorisierter Übersetzung)
Zitat:
Drittens müssen wir unser langjähriges Denkmuster des Artenschutzes wechseln, so, dass wir den Erfolg in nicht mehr in Wolfszahlen, sondern in der Ausbreitung der Wolfsgebiete messen. Die Forderung, Wolfspopulationen das fortwährende Wachstum zu erlauben, ist nicht nur ein falsches Schutzziel, sondern auch eine kontraproduktive Taktik, die kurzfristig zum Scheitern verurteilt ist. Strategisch ist die Ausbreitung der Wolfsgebiete vorzuziehen und eher die Reduzierung nicht akzeptabler Konflikte durch wissenschaftlich geplante und kontrollierte Erlegung zu akzeptieren als durch unkontrollierte Wilderei. Vollschutz von Wolfspopulationen, die nahe bei oder zwischen menschlichen Siedlungen leben, führt früher oder später zur Tötung überzähliger Wölfe, legal oder illegal. Das Töten von Wölfen insgesamt abzulehnen, bedeutet eventuell, dass alle Wölfe aus diesen Gebieten entfernt werden, während das Akzeptieren einer gewissen Wolfskontrolle Wölfe in viel größeren Gebieten erlauben wird.
Diese Sicht bedeutet eine fundamentale Änderung der Art, wie Wölfe von Leuten betrachtet werden, die jeden Wolf als Symbol des Artenschutzkampfes und als ein Tier mit speziellen Rechten gegenüber allen anderen Arten sehen. Am Ende wird dieses Herangehen zu viel mehr Wölfe führen, als wir uns in wenigen voll geschützten Gebieten erlauben können, ungeachtet wie groß diese sind.

http://www.wolfszone.de/000main/texte/Schlusswort.pdf
Obiger Link aus:
http://www.wolfszone.de/000main/texte/MECH%20BOITANI.html

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 07:43 
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25örefan hat geschrieben:
Was Dein Hörensagen über Whattsappgruppen anbelangt, ich kenne keine solche.
Ich nutze selber Whattsapp im Familienkreis, Vereinen und mit Einzelpersonen, habe aber keine recht Vorstellung von den Whattsappgruppen, die Du meinst und in denen dann auch noch fast täglich, Wolfsfakevdosvim Schneeballsystem zur Panikmache herumgeschickt werden. Möglicherweise meinst Du auch eher Facebookgruppen von sowohl Wolfsgegnern...

Nein, ich meine schon WhatsApp. So wie du WhatsApp innerhalb der Familie nutzt nutzen alle möglichen Gruppen WhatsApp für den Informationsaustausch untereinander. So eben auch Jäger. Da gibt es aber nicht "die" WhattsAp Gruppe, den alle Jäger nutzen. Das sind entweder miteinander befreundete Jäger oder auch Jäger innerhalb einer Jägerschaft oder Hegeringes die sich da untereinander austauschen. Das sind geschlossene Gruppen. Da ist man unter sich und manch einer gibt da schon mal so einiges von sich, was in der breiten Öffentlichkeit Empörung auslösen würde. Das zeigt mir dann, was sich da für scharze Schafe unter den Jägern befinden. Und das sind gar nicht so wenige.
Die von dir angesprochenen Facebookgruppen meide ich so wie ich Facebook ganz allgemein nicht nutze.

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 08:57 
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@ Hinnerk
Dass Du lediglich auf eine Nebensache wie mein „nur am Rande“ im PS korrigierend reagierst und dagegen nicht auf meine Statements zur Regulierung der Wolfspopulation auch gestützt auf befürwortende Aussagen eines weltweit in Wolfsschützerkreisen anerkanntesten Wolfsexperten (siehe auch meine Antwort auf Blavand Huks Kommentar), was sagt mir das?
Hast Du Sie überlesen, Ihnen nichts wie sonst entgegenzusetzen oder teilst Du sie?
Eine Antwort darauf/ ein Kommentar dazu würde mich in ehrlichem Interessen freuen.

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 14:44 
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25örefan hat geschrieben:
@ Hinnerk
Dass Du lediglich auf eine Nebensache wie mein „nur am Rande“ im PS korrigierend reagierst und dagegen nicht auf meine Statements zur Regulierung der Wolfspopulation auch gestützt auf befürwortende Aussagen eines weltweit in Wolfsschützerkreisen anerkanntesten Wolfsexperten (siehe auch meine Antwort auf Blavand Huks Kommentar), was sagt mir das?
Hast Du Sie überlesen, Ihnen nichts wie sonst entgegenzusetzen oder teilst Du sie?
Eine Antwort darauf/ ein Kommentar dazu würde mich in ehrlichem Interessen freuen.

Meine Antwort ist klar: Wir brauchen keine Regulierung der Wolfspopulation, jedenfalls derzeit nicht. Stattdessen sollten Landwirte und hier insbesondere Schäfer ihre Tiere endlich besser schützen. Dass das mit vertretbaren Mitteln möglich ist ist ja hinreichend bewiesen. Wenn ich sehe, wie Wanderschäfer mit ihren 80 - 100 cm niedrigen mobilen Zäunen lediglich ihre Schafherden vor deren Ausbruch sichern aber gegen Übergriffe von Wölfen gar nichts unternehmen sind Verluste nur natürlich. Dass Herdenschutz schwierig ist will ich gar nicht bezweifeln.

Im übertragenen Sinne gilt der Spruch "Wer nicht deichen will muss weichen" auch für Schäfer.

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 14:45 
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Noch etwas: Viele Menschen empören sich über die von der Presse so gern veröffentlichen Fotos von bei lebendigem Leib teils angefressenen Schafen und fordern deshalb den Abschuss dieser "Bestie" Wolf. Dabei wird völlig vergessen, dass der Wolf ein Raubtier ist, der überall auf der Welt seinen Hunger stillen muss um zu überleben. Er ist nun mal kein Vegetarier. Wovon ernährt sich denn der Wolf in den Gebieten, aus denen er zu uns gewandert ist? Außerhalb von Siedlungsgebieten ernährt er sich von anderen wild lebenden Wirbeltieren, denen es genau so ergeht wie den Weidetieren hier bei uns.
Oder was ist mit den Raubieren in Afrika, dem Löwen, Tiger, Krokodil und anderen Raubtieren? Ob es der Antilope als Fressopfer besser ergeht wie dem deutschen Lamm? Ganz sicherlich nicht. Merke: Für jedes Tier, welches bei uns einem Wolf zum Opfer fällt überlebt ein anderes Tier dort, wo der Wolf herkommt.
So gesehen sind die "Missetaten" der Wölfe nichts anderes als Mundraub.

Wer es ehrlich mit dem Tierschutz meint und es nicht verkraften kann, dass wehrlose Tiere Opfer von Wölfen und anderen Raubtieren werden müsste für die Ausrottung aller Wildtiere weltweit sein. Kann das wirklich unser Anliegen sein?

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 15:54 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Meine Antwort ist klar: Wir brauchen keine Regulierung der Wolfspopulation, jedenfalls derzeit nicht.

Aha, es geht also nur um den Zeitpunkt, nicht um die Regualtion ansich. Das hört sich ja schon ganz anders an, als das was Deinen bisherigen Kommentaren zu entnehmen war.
Dann kommen wir und ja schon näher,
Wann ist denn Deiner Meinung nach der Zeitpunkt zur Regulstion gekommen ?
Übrigens ist es bis jetzt ja nicht so, dass die die Jagd auf Wölfe frei eröffnet ist,,er ist ja Nichteinhaltung ins Jagdrecht aufgenommen.

Zitat:
Stattdessen sollten Landwirte und hier insbesondere Schäfer ihre Tiere endlich besser schützen. Dass das mit vertretbaren Mitteln möglich ist ist ja hinreichend bewiesen. Wenn ich sehe, wie Wanderschäfer mit ihren 80 - 100 cm niedrigen mobilen Zäunen lediglich ihre Schafherden vor deren Ausbruch sichern aber gegen Übergriffe von Wölfen gar nichts unternehmen sind Verluste nur natürlich. Dass Herdenschutz schwierig ist will ich gar nicht bezweifeln.

Die vielen Beispiele von Herdenschutz, sogar über den 120 cm Grundschutz (erst waren ja sogar nur 90cm offiziell empfohlen) , die ich belegbar gepostet habe, nimmst Du nicht zur Kenntnis?
Gerade die Wandrrschäferei hat enorme Probleme beim Handlig von noch höheren Zäunen ( Transport, Aufbau, Standhalten bei Winddruck, Unmöglichkeit von Untergrabeschutz).
Und wie hoch sollen die Zäune denn noch werden (120 cm sind lediglich Grundschutz), wenn selbst ein 180 cm Elektrozaun mit Untergrabeschutz überwunden wird***???
Und wie soll ein bäuerlichen Familienbetrieb eines realen Beispiels mit einer Herde von 130 Mutterkühen, die auf mehreren Weiden verteilt läuft, wobei die größte davon 38 Hektar umfasst und die Zaunlänge 13km umfasst selbst einen nur 120 cm hohen nicht einmal wirklich sicheren Grundschutz bewerkstelligen.
Wenn in diesem Beispiel dazu noch behördlichen Possen kommen (siehe hier: https://www.bauerwilli.com/mutterkuehe-weidehaltung-familienbetrieb-im-wolfsgebiet-unmoeglich/ ), dann denke ich machst Du es Dir mit Deiner Forderung
Zitat:
Stattdessen sollten Landwirte und hier insbesondere Schäfer ihre Tiere endlich besser schützen.
wirklich etwas leicht, wenn Du derart räsonierend fern eigener Betroffenheit vor Deiner Tastatur sitzst, gerade auch wenn Du nicht bezweifelst, dass Herdenschutz schwierig ist.

***https://www.nordkurier.de/pasewalk/ein-voller-wolfsschutz-ist-unmoeglich-0735417905.html

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 16:32 
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Zitat:
Wer es ehrlich mit dem Tierschutz meint und es nicht verkraften kann, dass wehrlose Tiere Opfer von Wölfen und anderen Raubtieren werden müsste für die Ausrottung aller Wildtiere weltweit sein. Kann das wirklich unser Anliegen sein?

Nun wird es abenteuerlich. Der Gedanke verhindern zu wollen,dass Wölfe oder andere Prädatoren natürlicherweise Wildtiere erbeuten/ reißen steht für mich nicht zur Debatte (sehrwohl dagegen bezogen auf den Fuchs befürwortet sogar der NABU dessen Regulierung/ Jagd und damit einen Eingriff in die Natur , wenn Z.B. Feldhamster oder bestimmte Vögel geschützt werden sollen).***
Zur Debatte steht die Verhinderung oder Beschränkung von Übergriffen auf Weidetiere und da willst Du behaupten, dass derjenige, der es mit dem Tierschutz ehrlich meint entweder diese Übergriffe inklusive des Anblicks ertragen oder aber für die Aussrottung aller Wilddtiere sein müsse???
Welch ein befremdliches Gedankenkonstrukt zugunsten eines ( bedingungslosen?) pro Wolf- Einsatzes. :roll:
*** Link dazu habe ich bereits weiter oben gepostet

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 17:18 
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25örefan hat geschrieben:
Wann ist denn Deiner Meinung nach der Zeitpunkt zur Regulstion gekommen ?

Ich verfüge nicht über die Gabe in die Zukunft zu schauen. Ich sage es mal so: Wenn es dazu kommen sollte, dass Wölfe in ganzen Rudeln durch die Fußgängerzonen unserer Städte ziehen und dabei vielleicht wiederholt Menschen anfallen muss tatsächlich über eine Regulierung nachgedacht werden. Von einem solchen Szenario sind wir aber weit entfernt.
Zitat:
Übrigens ist es bis jetzt ja nicht so, dass die die Jagd auf Wölfe frei eröffnet ist,,er ist ja Nichteinhaltung ins Jagdrecht aufgenommen.

Insgeheim hat die Jägerschaft doch längst zum Halali auf den Wolf geblasen die Jagdsaison auf ihn eröffnet. Nur ein Beispiel von vielen:
https://www.cellesche-zeitung.de/Celler ... erschossen

Was die Schäfer betrifft: Wenn die den Schutz ihrer Herden nicht in den Griff bekommen müssen sie entweder mit einer gewissen "Wolfsquote" bei ihren Tieren leben oder die Schäferei aufgeben. Der letzte deutsche Köhler musste auch aufgeben, weil immer weniger auf Holzkohle gegrillt wird. Heute wird eher "gewebert".
Die Zeiten ändern sich. Viele Berufe sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten verschwunden und viele Arbeitnehmer mussten sich anders orientieren. Im Arbeitsleben gibt es keine Garantien.

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BeitragVerfasst: 28.05.2019, 21:37 
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Ganz ehrlich Hinnerk, dass Deiner Meinungm nach die Zeit einer Regulation der Wolfspopulation erst dann gekommen ist, wenn ganze Rudel durch Innenstädte ziehen und dabei wiederholt Menschen anfallen, nehme ich mal nicht als ernstgemeinte Antwort, wie ich sie im ehrlichen Interesse auch auf meinen Post vom 27.05.2019, 22:09 und 28.05.2019, 09:57 eigentlich erwartet hätte.
Schade.
Hat Deine Annahme, dass auf Wölfe längst insgeheim Halali geblasen wird, weil es mittlerweile Deiner Meinung nach viele (wieviele denn bisher?) illegal erschossen einen nachweislichen Bestand für einen großen oder gar überwiegenden Teil der deutsche Jägerschaft ? Oder ist diese Annahme wieder ein Hörensagen über drei Ecken aus irgendwelchen Dir zugetragenen (Jäger-) Whattsappgruppen?
Deine Auffassung, dass die Schafshaltung (und möglicherweise auch die weitere Weidetierhaltung) halt aufgegeben werden müsse, wenn selbst ein vorschriftsmäßig durchgeführtert Herdenschutz nicht ausreichend gelingt (Nachweise dafür gibt es nicht nur in Deutschland genug), dann zweifle ich, ob Du wirklich um die landschaftspflegerische Bedeutung inklusive Hochwasserschutz der Schafshaltung und um die immer mehr geforderte artgerechte Weidetierhaltung zur Nahrungsmittelproduktion und selbst auch zum ökologischen Nutzen derselben weißt.
Deine Alternative, von den Betroffenen zu verlangen, mit einer gewissen „Wolfsquoute bei ihren Tieren“ leben zu müssen, kann nur dann Bestand haben, wenn diese Quote unter Ausschöpfung ALLER Maßnahmen, also auch der Regulation durch Jagd (durch wen auch immer) so niedrig wie möglich gehalten wird.
Aus Deinem ansich richtigen Merksatz „Wer nicht deichen will, muß weichen“ ergibt sich für mich bezüglich Wolf „Wer nicht mit allen Mitteln deichen darf, muß weichen!“
Auch der Vergleich der Aufgabe dieser Formen der Landschaftsnutzung und der damit verbundenen Berufe mit der Aufgabe der unzeitgemäßen Köhlerei zu vergleichen, kann bei mir nur Kopfschütteln hervorrufen.

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BeitragVerfasst: 29.05.2019, 07:33 
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100%ige Sicherheit gibt es nicht ,aber das bedeutet nicht das der Schutz der Herde gar nicht erfolgen sollte.
Es gibt ja auch genug Beispiele hier im Thread wo Entschädigung beantragt wurde, obwohl die Herde nicht nach den Standards geschützt wurden wie empfohlen, aus welchen Gründen auch immer.
Der Abschuss von Wölfen in anderen Ländern hat ja auch gezeigt das es nicht bedeutet das die verursachten Risse dann automatisch zurück gehen.
Die Entnahme / Abschuss war auch vor der Gesetzesänderung schon möglich und jetzt sind die Vorraussetzungen um eine Genehmigung zu bekommen eben niedriger angesetzt. Es wird sich zeigen wie viele Gehmigungen denn jetzt gestellt werden und ob der Abschuss was an der Anzahl der Risse ändert. Genau daran habe ich meine Zweifel und wenn dies so eintritt haben wir ein Gesetz zu Ungunsten des Wolfes und immer noch genug Geschädigte die sich ggf. für weitere Abschüsse einsetzen, also nicht wirklich was Neues.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 30.05.2019, 22:41 
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Zitat:
Zur Unterstützung des Monitorings und der Information der Öffentlichkeit hat das Land Niedersachsen rund 100 Wolfsberaterinnen und Wolfsberater berufen, die über das Land verteilt allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich in Rat und Tat zur Verfügung stehen. Neben ihrer Funktion als Berater nehmen sie auch Sichtungen, Losungsfunde, Wolfsrisse oder andere Hinweise auf Wolfsvorkommen auf. Bei Fragen oder Sichtungsmeldungen können Sie sich gerne an unsere Wolfsberater wenden.
https://www.wolfsmonitoring.com
Hier mal einer von den weit über 100 ehrenamtlichen, vom Ministerium für Umwelt und Klimaschutz ernannten Wolfsberater, mit kritischer Stimme:
Zitat:
Ich setze mich als Mitglied eines anerkannten Naturschutzvereins für Umwelt-, Arten- sowie Tierschutz ein, vor allem aber bin ich, wie erwähnt, Wolfsberater, allerdings mit abnehmender Begeisterung und zunehmender Enttäuschung.
...
Die Wolfsdichte ist in Niedersachsen und Sachsen mittlerweile höher als in Regionen wie Russland oder Amerika. Wölfe haben bei uns ein Schlaraffenland gefunden, leben wie die Made im Speck.
...
Ich gönne sie ihm, solange die Gesetze nicht überhandnehmen und Wölfe wie anderes Wild auch, nach bewährten Hegerichtlinien bejagt werden, nicht länger ideologisch und politisch instrumentalisiert sowie als Kuscheltier verherrlicht werden, weil sie als Prestigeobjekt dubioser Naturschutzorganisationen massenweise Spenden in die Kassen spülen und Schutzprogramme das Image der Naturschutzverbände (bei Stadtmenschen, nicht bei der Landbevölkerung!) heben.
https://www.outfox-world.de/Geniesserwelt/ich-bin-ein-wolfsberater.html

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Hier für alle interessierten Personen eine Reportage zum Thema der Wolf im Norden Deutschlands. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 06194.html

Hendrik77


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Schöner, ausgewogener Beitrag vom NDR:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... e1310.html


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